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Die Entwicklung eines Lagerhaltungsmodells bei schwankendem Periodenbedarf

  • Jürgen Steiner
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Part of the Schriften zur theoretischen und angewandten Betriebswirtschaftslehre book series (STABL, volume 13)

Zusammenfassung

Zur eindeutigen Abgrenzung und als Grundlage eines klaren Aufbaus werden folgende Prämissen gesetzt:1)
  1. a)

    Es wird ein einstufiges Modell unterstellt. Die Zulieferung von Produkten erfolgt an ein Lager, von dem die Weiterlieferung erfolgt. Diese Situation liegt bei einem reinen Handelsbetrieb immer vor. Sie wäre vergleichbar mit einem Produktionsbetrieb, bei dem die Zulieferung von Rohstoffen an eine Produktionsstelle erfolgt, von der das hergestellte Produkt auf den Absatzmarkt weitergeleitet wird. Demnach ist nicht zwingend ein rein handelsspezifisches Lagerhaltungsmodell zugrunde gelegt.

     
  2. b)

    Der von O bis T begrenzte Planungszeitraum ist in T gleich große Intervalle eingeteilt. Diese Prämisse ist realistisch, da in der Praxis Bedarfsprognosen für bestimmte Intervalle (z.B. Dekaden, Monate) üblich sind.

     
  3. c)

    Der unterschiedliche Bedarf der Teilperioden ist bekannt. In jeder Teilperiode fällt ein positiver Bedarf an.

     
  4. d)

    Die Abgangsgeschwindigkeiten sind periodisch konstant, können aber von Teilperiode zu Teilperiode unterschiedlich sein. In jeder Periode wird damit ein linearer Lagerabgang unterstellt. Durch Verkürzung dieser Perioden ist bei einer entsprechenden Erhöhung der Zahl der Perioden eine beliebig weitgehende Anpassung an effektive Bedarfssituationen möglich.

     
  5. e)

    Ausgehend von einem Initiallager in Höhe von Null ist das Lager zum Ende des Planungszeitraumes abzubauen.

     
  6. f)

    Die Fehlmengenkosten sind unendlich hoch. Fehlmengen sind demnach nicht zugelassen.

     
  7. g)

    Die Zulieferung einer gesamten Bestellung erfolgt momentan.

     
  8. h)

    Nicht ganzzahlige Bestellmengen sind zugelassen. (Falls gerundet werden muß, ist der Rundungsfehler vernachlässigbar.)

     
  9. i)

    Betrachtet wird ein Einproduktfall. Die Ergebnisse hierzu sind im Mehrproduktfall dann unmittelbar zu verwenden, wenn keine Interdependenzen vorhanden sind.

     
  10. j)

    Vorläufig sind keine Restriktionen (z.B. Lagerkapazität, Finanzen, Lagerdauer) zu beachten.

     
  11. k)

    Die Preise sind im Zeitablauf konstant und mengenunabhängig.

     
  12. l)

    Zinssatz und Lagerkostenfaktor pro Teilperiode sind bekannt und zeitunabhängig. Lagerkosten fallen proportional zur Kapitalbindung an.

     
  13. m)

    Die Verzinsung des im Lager gebundenen Kapitals wird proportional zur Zeit unterstellt.

     
  14. n)

    Die Kosten pro Bestellung sind mengen- und zeitunabhängig.

     

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1975

Authors and Affiliations

  • Jürgen Steiner

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