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Wissensmanagement in Betrieb, Erwachsenenbildung und Schule

  • Werner Wiater
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Zusammenfassung

In den 90er Jahren des letzten Jahrhunderts kam der Begriff „Wissensmanagement“ auf, veranlasst durch die neuen Möglichkeiten der Informations- und Kommunikationstechniken und bevorzugt rezipiert in den Wirtschaftswissenschaften und bei der Betriebssoziologie. Als Begriff, der Assoziationen von Innovation und Optimierung hervorruft, hat er sich seitdem dort fest etabliert, gleichzeitig aber auch Interesse in anderen Wissenschaften und Handlungsfeldern ausgelöst. Denn Wissen ist nicht nur eine Ressource in Unternehmen, sondern auch ein Bestandteil aller menschlichen Lebensbereiche, im Alltag ebenso wie in Bildungsinstitutionen, im zwischenmenschlichen Umgang gleichermaßen wie in der Persönlichkeitsentwicklung jedes Einzelnen. Wissen hat mit Lernen — verstanden in einem weiten Wortsinn als Grundbegriff für alle pädagogischen Prozesse der Aufnahme und Verarbeitung von Informationen — zu tun, und gelernt wird tagtäglich, überall und lebenslang, aus eigenem Antrieb heraus, durch andere Menschen veranlasst oder auch zufällig, nebenbei und aus gemachten Erfahrungen. Immer haben diese Lernprozesse mit der Persönlichkeitsbildung dessen zu tun, der sie vollzieht, und immer haben sie auch kognitive Anteile oder lassen sich in Wissen und Verstehen überfuhren. Infolgedessen ist Wissensmanagement keineswegs nur ein Thema der Betriebswirtschaft, es hat vielmehr stets auch mit Bildung zu tun. Das näher auszuführen und die Unterschiede von Wissensmanagement-Konzeptionen in verschiedenen Kontexten herauszuarbeiten, ist Ziel der folgenden Ausführungen.

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© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Werner Wiater

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