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  • Rainer Rilling

Zusammenfassung

Irgendwann zwischen 1993 und 1995 muß es geschehen sein: die Gesellschaft meldete sich zurück und mit ihr zugleich ein Name, Geschichte und also Zukunft. Das geschah nicht heimlich oder schleichend, sondern mit offizieller Verve auf Regierungsebene: „Die hochindustrialisierten Länder entwickeln sich zur Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Diese ist dadurch charakterisiert, daß immer weniger Arbeitskräfte im hocheffektiven produzierenden Sektor beschäftigt sein werden. Ein immer größerer Anteil der Arbeitsplätze wird im Dienstleistungsbereich, insbesondere bei den Informationsdiensten entstehen. Die damit verbundenen Umstrukturierungsaufgaben, aber auch die neu entstehenden Freiheitsgrade werden eine ähnliche Dimension besitzen wie der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft...Multimedia und Informationsnetze sind die Technologien, auf die sich Informationsgesellschaften gründen werden. Nationen, die nicht über Fähigkeiten zur Produktion und Anwendung solcher „Werkzeuge“ und Medien verfügen, werden als Wirtschaftsstandort verlieren.“ Diese gesellschaftshistorische und -theoretische Formulierung in einem Grundsatzpapier des Forschungsministeriums vom März 1995 versichert: wir werden alle in einem neuen Informationsraum landen — ob dies nun gleich eine neue Gesellschaft sein wird, sei dahingestellt.2 Gewiß ist nur eines: die Deutsche Telekom AG ist all‘ schon da: „Die globalinformierte Welt mittels multimedialer Kommunikation ist also bereits Realität.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1996

Authors and Affiliations

  • Rainer Rilling
    • 1
  1. 1.Bundes demokratischer Wissenschaftler und WissenschaftlerinnenDeutschland

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