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Einleitung zu Teil II

  • Henrike Fröchling
Part of the Studien zur Sozialwissenschaft book series (SZS, volume 182)

Zusammenfassung

Der empirische Ausgangspunkt dieser Arbeit ist folgende Beobachtung: In den USA, dem Land mit der niedrigsten Staatsquote der größeren westlichen Demokratien20, ist der Zusammenhang von Wirtschaftslage und Wahlverhalten stark ausgeprägt (vgl. Tabelle 4). In Schweden, wo die Staatsquote mit 59,1% die höchste der westlichen Industrienationen ist, ist dieser Effekt vergleichsweise schwach. Auch in der Bundesrepublik ist bei einer Staatsquote von 42,6% der Effekt der Wirtschaftslage niedriger als in den USA. Je höher die Staatsquote ist, desto geringer wird der Einfluß der Wirtschaftslage auf das Wahlverhalten. Dies erscheint deshalb bemerkenswert, weil die Regierung der Vereinigten Staaten deutlich weniger Eingriffsmöglichkeiten in das Wirtschaftsgeschehen hat, denn sie kontrolliert einen geringeren Teil des Sozialprodukts und betreibt praktisch keine aktive Beschäftigungspolitik (vgl. Eulau und Lewis-Beck 1985, Baumer und Van Horn 1985 zitiert von Shapiro und Young 1990). Trotzdem ziehen die amerikanischen Wählerinnen und Wähler ihre Regierung stärker für die Wirtschaftslage zur Verantwortung als die Schweden. Dieser Befund zeigt sich auch in länderübergreifenden Economic-Voting-Studien (z.B. Lewis-Beck 1986, 1988, Eulau und Lewis-Beck 1985, Powell und Whitten 1993, Miller und Listhaug 1985).

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Henrike Fröchling

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