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Einführung

Chapter
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Zusammenfassung

Absicht und Gliederung dieses Buches werden durch die Frage nach der Regierbarkeit oder Regierungsfähigkeit moderner Industriegesellschaften bestimmt. Eine solche Frage stellt sich zunächst in der praktischen Politik. In ihr erlebt man einerseits die zunehmende Verflechtung einzelstaatlicher Politik, andererseits die Unfähigkeit zu problemüberwindender Kooperation. Viele Bemühungen der EG oder der Konferenzen von Regierungschefs täuschen über jene Unfähigkeit kaum hinweg. Innerstaatlich wird die zunehmende Verflechtung der bisher isoliert gehandhabten Teilpolitiken zum Problem. Gleichzeitig wachsen die Erwartungen an die Politik ständig und man sieht deutlicher die Grenzen der Belastbarkeit gesellschaftlicher Institutionen. Insgesamt geht es um einen Strukturwandel der Industriegesellschaften und seine Rückwirkungen auf deren politisches System, wobei sich in jüngster Zeit das Nebeneinander von Wachstumsabhängigkeit und von Wachstumskrisen in den Vordergrund drängt und die Frage nach dem Verhältnis von Politik und Ökonomie dringlich macht1. Vereinfacht zielt die Frage darauf, ob das politische System mit seinen Möglichkeiten, seiner Steuerungskapazität und seinen Leistungen (noch) den Bedürfnissen und Erwartungen entsprechen kann, welche sich aus anderen gesellschaftlichen Bereichen ergeben oder welche es auch selbst — z. B. in Wahlversprechungen — hervorbringt.

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1976

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