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Hadronen-Spektroskopie und Quark-Hypothese

  • Karl Lanius
Part of the Wissenschaftliche Taschenbücher book series (WTB, volume 269)

Zusammenfassung

Mit der Inbetriebnahme der ersten Beschleuniger, die es erlaubten, Protonen auf mehrere hundert MeV zu beschleunigen, gelang die Erzeugung genügend intensiver Strahlen geladener π-Mesonen. Anfang der fünfziger Jahre fand man bei der experimentellen Untersuchung der π+-p-Streuung im Verhalten des Wirkungsquerschnitts als Funktion der Energie ein Resonanzmaximum (s. Abb. 10). Das Maximum der Resonanz liegt bei einer invarianten Gesamtenergie
$$ {E_0} = {m_0}{c^2} = {\left[ {{{\left( {{E_p} + {E_\pi }} \right)}^2} - {{\left( {{p_p} + {p_\pi }} \right)}^2}} \right]^{1/2}} $$
(4.1)
bzw. bei einer effektiven Masse von mΔ = 1232 MeV/c2. Bei der halben Höhe des Maximums hat die Resonanz eine Breite von 115 MeV/c2. Die Halbwertbreite Γ einer Resonanz ist mit ihrer Lebensdauer τ durch die Beziehung τ = ħ/Γ = 0,658·10-21 [MeV·s]/Γ [MeV] verknüpft. Daraus ergibt sich für die in ein Proton und ein π+-Meson zerfallende Δ++(1232)-Resonanz
$$ {\pi ^ + } + p \to {\Delta ^{ + + }}\left( {1232} \right) \to {\pi ^ + } + p $$
(4.2)
eine Lebensdauer von ≈ 10-23 s. Das entspricht der charakteristischen Kernzeit.

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Copyright information

© Akademie-Verlag Berlin 1981

Authors and Affiliations

  • Karl Lanius
    • 1
  1. 1.Institut für HochenergiephysikAkademie der Wissenschaften der DDRZeuthenDeutschland

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