Unvollständige Finanzverträge

  • Diemo Dietrich
  • Uwe Vollmer

Zusammenfassung

Unvollständige Finanzverträge liegen vor, wenn die Vertragsparteien nicht für al le (objektiv) möglichen Eventualitäten im Vertrag festlegen, wie sie sich im Falle ihres Eintretens zu verhalten haben. Diese Unvollständigkeit kann zum einen daher rühren, dass der Vertragsbeziehung außenstehende Dritte die Einhaltung bestimmter Vertragsbestandteile nicht nachprüfen (verifizieren) können. Sie kann aber auch darin begründet sein, dass den Vertragsparteien zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses nicht alle Eventualitäten bekannt sind oder sie diesen keine Konsequenzen zuordnen können. Grundsätzlich spricht man von unvollständigen Verträgen, wenn der Abschluss und/oder die Durchsetzung eines Vertrages an sich nicht kostenlos ist, d. h. es sind Transaktionskosten zu berücksichtigen, die nicht unmittelbar bei der Transaktionsabwicklung entstehen. Unvollständige Verträge liegen also vor, wenn Verträge nicht umfassend genug formuliert werden können, um für jedes denkbare Ereignis die Rechte und Pflichten beider Parteien festlegen zu können.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Diemo Dietrich
    • 1
  • Uwe Vollmer
    • 2
  1. 1.Bereich Finanzmärkte und FinanzinstitutionenInstitut für Wirtschaftsforschung HalleDeutschland
  2. 2.Institut für Theoretische Volkswirtschaftslehre, insbesondere Geld und WährungUniversität LeipzigDeutschland

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