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Der „befremdete“ Blick auf das Selbstverständliche

Wann ist Medienkritik kritisch?
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Zusammenfassung

Der Fernsehkritiker, so Anne Rose Katz 1960, wenige Jahre nach Einführung des Fernsehens, „schreibt für keine Gemeinde: es sind nicht etwa die Humanisten, die Freunde der Freikörperkultur oder die Judo-Kämpfer, an die er sich wenden kann und die hinter ihm stehen; nein, sein Feld ist die Welt. Der Friseur, mit dem ihn bisher nur rein geschäftliche Beziehungen verbanden, wird nun plötzlich zum gleichberechtigten Widersacher, sein Steuerberater könnte die Zeitung abbestellen, und der Portier seines Bürohauses, der ihn bis vor kurzem mit unverhohlener Hochachtung grüßte, darf nun plötzlich kopfschüttelnd von ihm eine Erklärung verlangen, wozu modernes Ballett-Theater auf dem Bildschirm gut sein soll.“(Katz 1960: 122)

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

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