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Projekte — oder: Von der Einfalt zur Vielfalt

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Zusammenfassung

Bis jetzt haben wir uns mit Programmen befaßt, die lediglich aus einem einzigen Quell-Text bestehen. Auf diese Weise lassen sich außer einfachen Beispielen auch große, komplexe Programme entwickeln. Aber im allgemeinen werden umfangreiche Anwendungen nicht in einem einzigen Quell-Text von mehreren tausend Zeilen geschrieben, sondern in mehreren kleineren Quell-Texten. Dafür gibt es folgende Gründe:
  • ⇒ Ein sehr großer Quell-Text ist schwer zu handhaben, angefangen beim Laden in den Editor bis zur Schwerfälligkeit von Blockoperationen, denn die meisten Editoren verlieren bei extrem großen Dateien an Geschwindigkeit.

  • ⇒ Die Kapazität des Compilers könnte — trotz 32 Bit-Welt — überschritten werden.

  • ⇒ Die Kompilierungszeit würde sehr lang werden. Nun denken Sie vielleicht, es mache keinen Unterschied, ob Sie ein Modul drei Minuten lang kompilieren oder sechs Module jeweils eine halbe Minute. Aber da ein solches Programm mehrfach kompiliert, getestet, verändert und wieder neu kompiliert wird, macht es sich schon bemerkbar, ob Sie zehnmal jeweils drei Minuten lang kompilieren oder beim ersten Durchgang drei Minuten und bei allen Änderungen nur jeweils eine halbe. Die unveränderten Module brauchen bei den Folge-Durchläufen nicht noch einmal verarbeitet zu werden.

  • ⇒ Bestimmte Funktionen, die in einem Programm benötigt werden, lassen sich vielleicht auch in anderen Programmen einsetzen. Es wäre in einem solchen Falle sinnvoll, sie zu einem Modul zusammenzufassen, das sich in anderen Anwendungen ebenfalls einsetzen läßt, ohne erneut kompiliert oder getestet werden zu müssen.

  • ⇒ In der professionellen Entwicklung, in der mehrere Programmierer am selben Programm arbeiten, schreibt jeder einen Teil der Funktionen. Das kann nur funktionieren, wenn das Programm nachher aus mehreren Quell-Texten (und daraus abgeleiteten Objekt-Dateien) zusammengesetzt wird.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1992

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