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Präzisierung der Fragestellung und Versuchsplan

  • Jörg Pflüger
  • Robert Schurz

Zusammenfassung

Das Projekt war in drei Phasen aufgeteilt. Der Sinn dieser Aufteilung bestand darin, die (vorläufigen) Ergebnisse der einen Phase zur Grundlage der Organisation der nächsten Phase zu machen. So hofften wir uns an das Phänomen des ‘mechanischen Denkens’ und der ‘sozialpsychologischen Aspekte des Umgangs mit Rechenmaschinen’ herantasten zu können. Damit einher lief eine immer engere Fassung der Fragestellungen. Um das Verständnis der gesamten Untersuchung zu erleichtern, haben wir den Komplex unserer Fragestellungen in zwölf Themenbereiche unterteilt: diese überschneiden sich zwar, aber haben doch so eigenständige Aspekte, daß es möglich ist, sie vorerst getrennt zu behandeln. Die Themen haben wir wie folgt benannt: 1. Vergleich der Stichprobe mit der ‘Normalbevölkerung’; 2. Geschlechtsunterschiede; 3. Altersunterschiede; 4. Soziali- sation; 5. Selbstbild; 6. Kulturkonzepte und Freizeitverhalten; 7. Ideologie; 8. Sozialverhalten; 9. Sinnlichkeit, Emotionen und Irrationalität; 10. Denk- und Arbeitsstile; 11. Physiologische Daten und 12. Attribuierungen des Computers. Diese Fragestellungen werden ergänzt durch den Versuch, innerhalb unserer Stichprobe zwischen Gruppen zu unterscheiden, wobei das Unterscheidungskriterium eine Beziehung zum ‘mechanischen Denken’ herstellen soll. Die Schwierigkeit dieses Versuchs liegt darin, daß das Kriterium die Gruppen bestätigen soll, wie auch umgekehrt, die Gruppen das Kriterium. In diesen Versuch der Gruppenbildung spielen alle zwölf genannten Themen hinein. Im folgenden werden nun die Phasen bzw. die Versuchspläne geschildert, und anhand der zwölf Themen konkretisiert. Nicht alle Themen kommen in allen Phasen vor.

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References

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    Der Anhang enthält den vollständigen Fragebogen. Siehe S. 299Google Scholar
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    Manche Items bestehen aus mehreren verwandten Fragen, so daß es sich insgesamt um ca. 90 Fragen handelt.Google Scholar
  3. 3.
    Wir danken an dieser Stelle Herrn Joachim Schrod, für seine Lösung der Aufgabe, den Fragebogen auf den Rechner zu bringen.Google Scholar
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    Zur Intervallskalierung siehe ÜberleitungGoogle Scholar
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    Er ist auf Seite 307 zu finden.Google Scholar
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    Natürlich könnte diese Frage auch ganz ähnlich mit einer politisch, eman-zipatorischen Intention beantwortet worden sein. Dies verweist aber nur darauf, daß einzelne Items meist verschiedene Intentionen verstecken und somit erst Kombinationen von Items (in ihrer Tendenz) sinnvoll interpretierbar sind.Google Scholar
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    Sublimation, nach Freud, wird als kulturell wertvolle Ersatzhandlung verstanden: das ursprüngliche Triebobjekt wird ersetzt und damit werden auch die ‘Triebenergien’ umgeleitet. In unserem Kontext wäre demnach eine intensive Beschäftigung mit Computern ein Anzeichen dafür, daß dieser ein Sexualobjekt vertritt.Google Scholar
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    Wenn auch diese realen Gruppengrößen nicht ganz unseren Vorstellungen entsprachen, so geben sie jedoch ungefähr die Größenverhältnisse der Einteilung in der Gesamtstichprobe (Studenten und Berufstätige) wieder.Google Scholar
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    Wir danken an dieser Stelle vor allem Herrn Roland Kuhn und Frau Iris Bauer für die technische Realisation dieses Experiments und für die vielen diversen Anregungen, ohne die das Ganze sicherlich nicht zustande gekommen wäre. Weiterhin danken wir Frau Gitta Daro und Herrn Axel Götz für die Proben ihrer Schauspielkunst, die erst die Videoaufnahmen ermöglicht haben.Google Scholar
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    Im Anhang auf Seite 322 ist eine Photographie dieses einfachen Gebildes zu finden.Google Scholar
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    Natürlich wurden die Probanden hinterher gefragt, ob ihnen die ‘materiale’ Lösung schon vorher bekannt war.Google Scholar
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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1987

Authors and Affiliations

  • Jörg Pflüger
  • Robert Schurz

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