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Wissenschaftliches Fabrikmanagement (Taylorismus) und organisatorische Erfassung der Gesamtunternehmung (1890 – 1920)

  • Erich Frese

Zusammenfassung

Die Umwälzung der Produktionsbedingungen durch die ‘industrielle Revolution’, wie sie insbesondere im verstärkten Einsatz von Maschinen, dem Übergang zur Massenproduktion und einer wachsenden Arbeitsteilung im Produktionsbereich ihren Ausdruck fand, führte zu neuartigen Problemen der Fabrik- und Produktionsplanung. Die ersten Großunternehmungen, die in den USA um 1870 bestanden, besaßen mit Ausnahme der Eisenbahnen zunächst keine angemessenen organisatorischen Konzepte und Instrumente, um dieser Herausforderung an das Management gerecht werden zu können. Diese Feststellung gilt in besonderem Maße für den Maschinenbau der damaligen Zeit. Im Grunde versuchte man weitgehend, die neuen Aufgaben mit den organisatorischen Konzepten der vorindustriellen Zeit zu lösen: Es erfolgte eine weitgehende Delegation von Planungs-, Realisation- und Kontrollaufgaben auf Meister und Vorarbeiter. Sie waren von der Einstellung über die Ausbildung, die Lohnfestsetzung und Überwachung bis hin zu Disziplinarmaßnahmen für alles verantwortlich, was den Arbeiter betraf. In einigen Industriezweigen, vor allem in Unternehmungen mit Präzisionsmaschinen und einem hochqualifizierten Facharbeiterstamm, hatte sich eine extreme Form der Dezentralisierung herausgebildet. Die Unternehmungsleitungen schlossen mit einigen Meistern oder Vorarbeitern, sog. Contractors, gewissermaßen Verträge ab, die diese verpflichteten, zu vereinbarten Preisen bestimmte Produktionsleistungen mit den ihnen zugeordneten Arbeitern in eigener Verantwortung zu erbringen76.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Erich Frese
    • 1
  1. 1.KölnDeutschland

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