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Wagnisfinanzierung bei heterogenen Rückflusserwartungen

  • Jochen Bigus
Chapter
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Part of the nbf neue betriebswirtschaftliche forschung book series (NBF, volume 311)

Zusammenfassung

In Kapitel C fragen wir, welche Form der Finanzierung gewählt werden sollte, wenn der Investor den Rückflussbetrag aus dem Wagnis pessimistischer einschätzt als der Innovator. Der Rückflussbetrag ist im Zeitpunkt des Vertragsabschlusses unsicher und wird durch eine Wahrscheinlichkeitsverteilung abgebildet, die wir im weiteren auch als Rückflussverteilung benennen. Diese Rückflussverteilung ist im Urteil des Investors und des Innovators unterschiedlich. Die Erwartungen können in zweierlei Hinsicht divergieren:
  • Heterogene Risikoeinschätzung: Der Investor schätzt die Streubreite der möglichen Rückflüsse höher ein als der Innovator.

  • Heterogene Einschätzung des „Ertrags“ oder des Mittelwerts: Der Investor schätzt den Mittelwert — spezifiziert als der Erwartungswert des unsicheren Rückflussbetrages -geringer ein als der Innovator.

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Literatur

  1. 2.
    Die Begriffe „Erwartungen“ und „Einschätzungen“ werden hier synonym verwandt.Google Scholar
  2. 3.
    Siehe Golder (1982), S. 136f., siehe auch Zemke (1995) und Leopold/Frommann (1998).Google Scholar
  3. 6.
    Genußscheine sind Wertpapiere, die eine mehr oder weniger stark ausgeprägte gewinnabhängige laufende Verzinsung aufweisen und bei prinzipiell annähernd beliebigen Ausgestaltungsmöglichkeiten in Deutschland in aller Regel dadurch gekennzeichnet sind, dass der RückZahlungsanspruch um mögliche Verlustzurechnungen vermindert wird („Teilnahme am laufenden Verlust“) und in der Insolvenz des Emittenten erst nach Befriedigung aller übrigen Gläubiger geltend gemacht werden kann. Siehe Bitz (1998), S. 224ff.Google Scholar
  4. 8.
    „Otherwise the parties would go on talking until agreement was reached“, Hart (1995), S. 88. Offensichtlich ist das mit Transaktionskosten verbunden. Allerdings räumt selbst Hart implizit ein, dass es heterogene Erwartungen geben könne und dann die Allokation von Kontrollrechten eine neue Bedeutung erlange.Google Scholar
  5. 9.
    Stützel (1970), S. 10.Google Scholar
  6. 10.
    Stützel (1970), S.U.Google Scholar
  7. 11.
    Siehe Morgan/Stiroh (1999).Google Scholar
  8. 12.
    Siehe Peemöller/Geiger/Barchet (2001).Google Scholar
  9. 13.
    Siehe Pfeifer (1999), S. 1669.Google Scholar
  10. 14.
    Zum Bewertungsproblem siehe bereits Golder (1982) und Schmidt, H. (1984b), S. 714f. und Schmidt, H. (1984c), S. 18–27. Ähnliche Prognose- und Bewertungsprobleme ergeben sich in der Grundlagenforschung, siehe Hoppe/Pfähler (2001), S. 136.Google Scholar
  11. 15.
    Einen guten Überblick über verschiedene Bewertungsmethoden bei jungen, auf Humankapital basierten Unternehmen bietet Damodoran (2002), siehe auch Hayn (1998).Google Scholar
  12. 16.
    Siehe Zemke (1995), S. 239–247, Leopold/Frommann (1998), S. 133–139 und Peemöller/Geiger/Barchet (2001), S. 344, Dittmann/Maug/Kemper (2002). Zemke nennt explizit Ertragswertverfahren, Discounted Cash Flow Verfahren und die Multiplikatorenmethode.Google Scholar
  13. 18.
    Siehe die empirischen Befunde bei Peemöller/Geiger/Barchet (2001) und Dittmann/Maug/Kemper (2002) für Deutschland. Für die USA, Großbritannien, Frankreich, Belgien und die Niederlande siehe die Studie von Manigart et al. (2000).Google Scholar
  14. 19.
    Siehe Dittmann/Maug/Kemper (2002). Nach ihrer Untersuchung verwenden 3 von 31 VC-Gesellschaften theoretisch geeignete Verfahren in korrekter Weise.Google Scholar
  15. 20.
    Siehe z.B. Kulicke/Wupperfeld (1996), S. 79, Zemke (1995), S. 39f., Leopold/Frommann (1998), S. 133, Heinke/Heitzer (1999), Pfeifer (1999), S. 1669, Cossin/Leleux/Saliasi (2001).Google Scholar
  16. 21.
    Siehe Schmidt, H. (1985), S. 342–344Google Scholar
  17. 22.
    Siehe Golder (1982), S. 136f, Zemke (1995) und Leopold/Frommann (1998).Google Scholar
  18. 23.
    Zum Einfluß „irrationaler“ Verhaltensmuster auf die Wertpapierkurse siehe den Überblicksartikel von Hirshleifer (2001). Langer (1999) untersucht das Phänomen der Verlustaversion im Rahmen der Kreditfinanzierung bei Banken.Google Scholar
  19. 24.
    Im Hinblick auf die Kapitalmarkttheorie untersuchen Dangl et al. (2001), welche Auswirkungen unterschiedliche Mechanismen der Erwartungsbildung und heterogene Erwartungen für die Gleichgewichtsdynamik von Wertpapierkursen haben. Nach ihrer Ansicht spielen heterogene Erwartungen eine Schlüsselrolle, um die beobachteten Muster in Finanzdaten erklären zu können, siehe Dangl et al. (2001), S. 341. Hinsichtlich der Unternehmensfinanzierung sind lediglich die Beiträge von Welcker (1968), Swoboda (1982), Ewert (1993) und Garmaise (2001) zu nennen.Google Scholar
  20. 25.
    Welcker (1968), S. 805.Google Scholar
  21. 26.
    Siehe Modigliani/Miller (1958).Google Scholar
  22. 27.
    Siehe Swoboda (1982), S. 706–709.Google Scholar
  23. 28.
    Siehe Ewert (1993), S. 127–262.Google Scholar
  24. 29.
    Diese Frage stellt auch Breuer (1996), der die Arbeit von Ewert (1993) rezensiert.Google Scholar
  25. 31.
    Eine gewisse Ausnahme bilden die Beiträge zur „Theorie der unvollständigen Verträge“. Hier wird häufig unterstellt, dass beide Vertragsparteien den gleichen Informationsstand haben; allerdings kann opportunistisches Verhalten nicht von dritten Parteien, z.B. Gerichten „verifiziert“, d.h. beobachtet und damit nachgewiesen werden. Das Gericht hat dann ein Informationsdefizit. Siehe Hart (1995).Google Scholar
  26. 32.
    Siehe Stützet (1970), S. 10f., Schmidt, H. (1985), S. 342–344 und Ewert (1993), S. 127.Google Scholar
  27. 33.
    Siehe Amit/Glosten/Muller (1990) und Peemöller/Geiger/Barchet (2001).Google Scholar
  28. 34.
    Siehe Camerer/Weber (1992).Google Scholar
  29. 35.
    Siehe z.B. Coles/Loewenstein/Suay (1995).Google Scholar
  30. 36.
    Auch risikoneutrale Akteure, die eine einwertige Wahrscheinlichkeitsverteilung nur nach dem Erwartungswert beurteilen, können eine Unsicherheitsaversion aufweisen, siehe Camerer/Weber (1992).Google Scholar
  31. 37.
    Siehe Ellsberg (1961), siehe auch die Darstellung bei Bigus (2000).Google Scholar
  32. 39.
    Da sich die beiden Lotteriepaare lediglich durch das zusätzliche Ereignis “ gelber Ball wird gezogen” unterscheiden, wird im Schrifttum die Meinung vertreten, dass das Ellsberg-Paradoxon als Verstoß gegen das Unabhängigkeitsaxiom der subjektiven Erwartungsnutzentheorie nach Savage (1954) anzusehen sei, siehe hierzu Eisenführ/Weber (1999), S. 362.Google Scholar
  33. 40.
    Siehe Camerer/Weber (1992) und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  34. 41.
    Siehe Bernasconi/Loomes (1992) und Camerer/Weber (1992).Google Scholar
  35. 42.
    Siehe Heath/Tversky (1991), Keppe/Weber (1995).Google Scholar
  36. 43.
    Siehe Tversky/Wakker (1995) und Tallon (1998).Google Scholar
  37. 44.
    Siehe Pfeifer (1999), S. 1669.Google Scholar
  38. 45.
    Mittels des Laplace-Prinzips können „unscharfe“ in eindeutige Verteilungen transformiert werden. Das Laplace-Prinzip unterstellt, dass diejenigen Umweltzustände, für die keine Eintrittswahrscheinlichkeiten vorliegen, gleichverteilt sind. Siehe Bitz (1981), S. 66f.Google Scholar
  39. 47.
    Siehe Kang/Lee (1996), die verschiedene Determinanten des Underpricing bei der Erstemission von Wandelanleihen untersuchen. Siehe auch Botosan (2000). Zum Einfluß des „estimation risk“ auf die Wertpapierkurse aus theoretischer Sicht siehe Klein/Bawa (1976), Barry/Brown (1985), Coles/Loewenstein (1988), Coles/Loewenstein/Suay (1995). Gibt es ein Einschätzungsrisiko, so sind Beta und die geforderte erwartete Rendite bei unzureichender (guter) Informationslage tendenziell jeweils höher (niedriger) als ohne Einschätzungsrisiko, siehe Coles/Loewenstein/Suay (1995), S. 362.Google Scholar
  40. 48.
    Siehe stellvertretend Eisenführ/Weber (1999), S. 175–181 und die dort angegebene Literatur.Google Scholar
  41. 49.
    Zu diesem “ availability bias” siehe Tversky/Kahneman (1973).Google Scholar
  42. 51.
    Siehe Holler/Illing (2000), S. 50, siehe auch Altrogge (1975) und Eisenführ/Weber (1999), S. 169–173.Google Scholar
  43. 52.
    Siehe den Überblick bei Eisenführ/Weber (1999), S. 175–181.Google Scholar
  44. 53.
    Siehe Dawes (1988).Google Scholar
  45. 54.
    Siehe Hirshleifer (2001), S. 1546f.Google Scholar
  46. 55.
    Der Innovator mag seinerseits den Erfolg des Wagnisses überschätzen, wenn er glaubt, dass dieser maßgeblich von seinem Einsatz abhängt, und Informationen über exogene Erfolgsfaktoren, z.B. über die Marktentwicklung, unzureichend berücksichtigt (sog. illusion of control). Siehe Simon/Houghton/Aquino (2000). Hier vermischen sich mehrere Effekte: das Beharren an der optimistischen Einschätzung zu Anfang und die selektive Wahrnehmung der Datenbasis.Google Scholar
  47. 56.
    Sofern 0 ≤ p(B) < 1 gilt. Siehe Eisenführ/Weber (2000), S. 178f.Google Scholar
  48. 57.
    Hirshleifer/Riley (1992) sprechen auch von “message service”.Google Scholar
  49. 58.
    Siehe Altrogge (1975), S. 832.Google Scholar
  50. 59.
    Das Grundproblem besteht darin, dass bei der Wagnisfinanzierung typischerweise keine objektiven Wahrscheinlichkeiten vorliegen und daher subjektive gebildet werden müssen. Zum Begriff der subjektiven Wahrscheinlichkeit siehe Krelle (1968), S. 196f. und Bitz (1981), S. 14f. Wird die Bayes-Regel für subjektive Wahrscheinlichkeiten angewandt, sollte das Entscheidungssubjekt „gesundes Mißtrauen“ an den Tag legen. Siehe Altrogge (1975), S. 846.Google Scholar
  51. 60.
    In Unsicherheitssituationen sollte rationalerweise das Laplace-Prinzip verwendet werden: Es ist eine Gleichverteilung für diejenigen Umweltzustände anzunehmen, denen keine Wahrscheinlichkeit zugeordnet werden kann, siehe Sinn (1980). Dadurch werden Unsicherheits- in Risikosituationen transformiert — ohne „Unsicherheitsabschlag“.Google Scholar
  52. 61.
    Siehe Russell/Thaler (1985), Eisenführ/Weber (1999), S. 374f.Google Scholar
  53. 62.
    Siehe Shleifer/Vishny (1997).Google Scholar
  54. 63.
    Siehe Swoboda (1982), S. 709.Google Scholar
  55. 69.
    Siehe Bitz (1981), S. 22–24.Google Scholar
  56. 70.
    Beide Rückflussverteilungen würden ohne die Verschiebung um k deckungsgleich sein und somit das gleiche Risiko im Sinne von Rothschild/Stiglitz (1970) aufweisen. Siehe hierzu das folgende Kapitel C.3.1.3.Google Scholar
  57. 72.
    Siehe Kruschwitz (1999), S. 124–128.Google Scholar
  58. 73.
    Im finanzierungstheoretischen Schrifttum wird das R/S-Kriterium verwendet, um das sog. Risikoanreizproblem abzubilden, siehe z.B. Merton (1973), Green (1984), Kürsten (1994, 1997) und Gillenkirch (1997). Zu den Grenzen der Anwendbarkeit siehe Bigus (2002).Google Scholar
  59. 74.
    Zur Definition des R/S-Risikos siehe Rothschild/Stiglitz (1970), S. 225–231, siehe auch Ingersoll (1987), S. 119f.Google Scholar
  60. 76.
    Damit stochastische Dominanz 2. Ordnung gegeben ist, muss exakterweise zudem zumindest für ein x mit x Siehe zur stochastischen Dominanz 2. Ordnung Kruschwitz (1999), S. 128–133.Google Scholar
  61. 77.
    Siehe Kürsten (1994), S. 30ff. Das gilt jedoch nicht zwingend im Mehrgläubigerfall, siehe Bigus (2002).Google Scholar
  62. 78.
    Zur bestandsökonomischen Darstellung von Gläubiger- und Gesellschafterpositionen siehe bereits Stützet (1960).Google Scholar
  63. 80.
    Ähnliche Prämissenkataloge finden sich z.B. bei Bitz (1988), Ewert (1993), Peters (1995) und Langer (1999).Google Scholar
  64. 82.
    Zum Kriterium der Endvermögensmaximierung siehe z.B. Kruschwitz (2000), S. 11–13.Google Scholar
  65. 84.
    Siehe Welcher (1968) und Swoboda (1982), S. 708f.Google Scholar
  66. 85.
    Siehe Ewert (1993), S. 238–240.Google Scholar
  67. 87.
    Siehe bereits Welcker (1968), S. 805.Google Scholar
  68. 90.
    Siehe Ewert (1993), S. 143–179.Google Scholar
  69. 92.
    Unterstellt man stetige Gleichverteilungen, so nimmt — salopp gesprochen — die Differenz der Integralflächen nach (5.2) streng monoton mit steigendem x zu. Daher steigt auch die Differenz der erwarteten Ausfallbeträge mit zunehmendem Forderungsbetrag an. Siehe Ewert (1993), S. 182–190 und Abb. 9 auf S. 198.Google Scholar
  70. 93.
    Siehe Ewert (1993), S. 190–195.Google Scholar
  71. 94.
    Siehe Ewert (1993), S. 196 und 268f.Google Scholar
  72. 95.
    Siehe z.B. Leopold/Frommann (1998), S. 139f.Google Scholar
  73. 98.
    Siehe Ewert (1993), S. 196f.Google Scholar
  74. 100.
    Siehe Ewert (1993), S. 200–231.Google Scholar
  75. 101.
    Siehe Ewert (1993), S. 208.Google Scholar
  76. 102.
    Siehe Ewert (1993), S. 225–231.Google Scholar
  77. 104.
    Siehe Ewert (1993), S. 195–199.Google Scholar
  78. 106.
    Siehe Jensen/Meckling (1976).Google Scholar
  79. 108.
    Siehe zu diesem Argument Black/Gilson (1998), S. 259.Google Scholar
  80. 109.
    Siehe Kahneman/Tversky (1979).Google Scholar
  81. 111.
    Siehe Zemke (1995), S. 239.Google Scholar
  82. 112.
    Siehe Zemke (1995), S. 246.Google Scholar
  83. 113.
    Cornelli/Yosha (1997) betrachten explizit den Anreiz (nur) des Innovators zum „window dressing“. Der Einsatz von Wandelanleihen kann den Anreiz zum „Schönfärben“ dämpfen, siehe auch Sahlman (1990), S. 510.Google Scholar
  84. 115.
    Dieser Risikozuschlag ist nicht zu verwechseln mit der Risikoprämie, die risikoaverse Anleger für den Erwerb riskanter Anlage- oder Investitionsmöglichkeiten verlangen, z.B. im Rahmen des Capital Asset Pricing Model, siehe zu einer Sekundärdarstellung Kruschwitz (1999), S. 155–207 und Drukarczyk (1993), S. 235–257, siehe auch Schmidt, H. (1988). Im vorliegenden Modell ist der Investor risikoneutral, der Risikozuschlag dient lediglich zur Kompensation des aus seiner Sicht bestehenden Ausfallrisikos.Google Scholar
  85. 118.
    Siehe Peters (1995), S. 87. Eine Zinsobergrenze kann aufgrund gesetzlicher Regelungen bestehen, z.B. nach § 138 BGB (“Wucher”). In vielen US-Staaten bestehen ebenfalls Vorschriften über Wucherzinsen, siehe Stehle (1984), S. 316. Auch Zinsbeschränkungen „nach unten“ schränken den Einigungsbereich der Parteien ein, da sie dem Investor tendenziell mehr als den Nullgewinn zusichern. Mitunter ist dann nicht mehr die Partizipationsbedingung des Innovators erfüllt, d.h. dieser würde sich durch den Vertrag nicht besser stellen. Dann werden eventuell vorteilhafte Projekte nicht durchgeführt, nämlich dann, wenn der erwartete Gewinn des Investors dem erwarteten Kapitalwert des Projektes entspricht oder diesen überschreitet.Google Scholar
  86. 119.
    Siehe Palandt (2003), S. 136–138. Daneben soll der vereinbarte Zinssatz den Marktzinssatz um nicht mehr als 12 Prozentpunkte überschreiten. Diese Norm wurde ursprünglich auf Ratenkredite von Privatkunden angewandt, wird aber inzwischen auch auf gewerbliche Kredite ausgedehnt.Google Scholar
  87. 120.
    So ein Argument von Peters (1995), S. 86f.Google Scholar
  88. 121.
    Siehe z.B. Stiglitz/Weiss (1981), Bester/Hellwig (1987), Kürsten (1994, 1997) und Bigus (1999).Google Scholar
  89. 122.
    Siehe z.B. Langer (1999).Google Scholar
  90. 124.
    Siehe z.B. Wilhelm (1982), S. 590–598.Google Scholar
  91. 127.
    Siehe Rudolph (1984), S. 18–22 und Bitz/Niehoff/Terstege (2001), S. 233–235. Interne Kreditsicherheiten, z.B. Grundpfandrechte, gewähren dem Investor einen Anspruch auf bestimmte Vermögenswerte des Unternehmens. Rudolph spricht auch von Haftungszusagen/Garantien und Kreditsicherheiten im engeren Sinne.Google Scholar
  92. 128.
    In diesem Fall ist anzunehmen, dass das Privatvermögen lediglich für Sicherungszwecke, nicht aber zur Finanzierung des Wagnisses eingesetzt werden kann, z.B. weil es sich um illiquides Vermögen oder aber künftiges Einkommen handelt. Siehe Bester/Hellwig (1987), S. 143.Google Scholar
  93. 129.
    Siehe hierzu den Überblick bei Neus (1998), Langer (1999), S. 47–84 und Drukarczyk (1993). Interne Kreditsicherheiten erbringen nur dann Wohlfahrtsgewinne, wenn sie Anreizprobleme reduzieren, z.B. weil sie den Handlungsspielraum zu opportunistischem Verhalten einschränken, siehe Rudolph (1984). Nachteilig können die Opportunitätskosten sein, wenn die Möglichkeiten des Managements, vorteilhafte Geschäfte zu tätigen, eingeschränkt werden, siehe Terberger (1987). Ein anderer Nachteil kann darin bestehen, dass die Vereinbarung von Gläubigervorrechten zu Interessenkonflikten zwischen verschiedenen Gläubigerparteien und zu besonderen Anreizproblemen führen kann, siehe Bigus (1999, 2002).Google Scholar
  94. 130.
    Siehe z.B. im Zusammenhang mit dem Risikoanreizproblem Stiglitz/Weiss (1981), relativierend Kürsten (1997).Google Scholar
  95. 131.
    Siehe Bester (1985), Chan/Kanatas (1985).Google Scholar
  96. 132.
    Siehe Bigus (2002).Google Scholar
  97. 133.
    Siehe Peters (1995), S. 161–181.Google Scholar
  98. 137.
    Siehe hierzu auch Chan/Kanatas (1985). Allerdings unterstellen Chan/Kanatas (1985) stochastische Dominanz 1. Ordnung (ebenda, S. 87) und kommen daher nicht zum Ergebnis, dass die Vereinbarung von Kreditsicherheiten die Kooperationsrente weiter mindern kann. In praxi steigen mit dem Sicherungsvolumen auch die Transaktionskosten, z.B. Vereinbarungs-, Überwachungs- und Versicherungskosten.Google Scholar
  99. 138.
    Siehe für einen Überblick über Finanzierungshilfen im Ausland Lessat et al. (1999), S. 190–199, siehe für die USA Lerner (1999). In den USA verbürgt und vergibt eine Bundesbehörde — die 1953 geschaffene Small Business Administration — langfristige Kredite an kleine oder neugegründete Unternehmen. Daneben vergeben staatlich geförderte VC-Gesellschaften, die sog. Small Business Investment Corporations (SBIC), zu günstigen Konditionen Kapital an junge Unternehmen. Siehe Stehle (1984), S. 316–318, Gladstone (1982) und Lerner (1999).Google Scholar
  100. 139.
    Einen Überblick über aktuelle Förderprogramme in Deutschland geben die Internetseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft (www.bmwi.de), der Kreditanstalt für Wiederaufbau (www.kfw.de) und der Technologie-Beteiligungs-Gesellschaft (tbg) der Deutschen Ausgleichsbank (www.tbgbonn.de; www.dta.de). Einen kompakten Überblick bietet Schefczyk (2000), S. 77–86.Google Scholar
  101. 140.
    Beispiele sind das ERP-Existenzgründungsprogramm oder das ERP-Innovationsprogramm. Vorherrschend sind Förderungen über Kreditvergaben. Knobloch (2001) argumentiert, dass gemischte Finanzierungen bei risikoaversen Innovatoren optimal sein können, da sie sowohl den Risikoteilungsaspekt der Beteiligungsfinanzierung als auch die Anreizwirkung des Fremdkapitals berücksichtigen.Google Scholar
  102. 144.
    Siehe Posselt (1999).Google Scholar
  103. 149.
    Siehe Lerner (1999), S. 290f.Google Scholar
  104. 150.
    Private und soziale Risikoneigung können divergieren. Ein risikoscheuer Innovator, der nicht über die Ressourcen verfügt, um durch eine große Anzahl von Innovationsprojekten das Risiko zu streuen, mag zu riskante Projekte nicht durchführen, obwohl sie aus gesamtwirtschaftlicher Sicht wünschenswert sind. Siehe Hoppe/Pfähler (2001), S. 136.Google Scholar
  105. 151.
    Siehe Schäfer/Ott (2000), S. 581–583.Google Scholar
  106. 152.
    Siehe Hoppe/Pfähler (2001), S. 138f. Mit einem Verdrängungseffekt ist insbesondere bei direkt anwen-dungsbezogenen, „marktnahen“ Innovationsaktivitäten zu rechnen, weniger im Bereich der Grundlagenforschung. Auf Verdrängungseffekte des staatlichen „Small Business Innovation Research Program“ in den USA weist die empirische Studie von Wallsten (2000) hin.Google Scholar
  107. 153.
    Siehe zum Eigenkapitalhilfe-Programm Schefcyzk (2000), S. 84f., zu Programmen, die speziell auf Technologiegründungen ausgerichtet sind, siehe Kulicke et al. (1993), S. 176–184 und Kulicke/Wupperfeld (1996), S. 216–226.Google Scholar
  108. 154.
    Siehe Schmidt, R.H. (1985).Google Scholar
  109. 155.
    Auch als Inhaber einer Vorzugsaktie hat der Investor vorrangige Zahlungsansprüche. Dann kann auch ein Risikoanreiz des Innovators bestehen, siehe Gompers/Lerner (1999), S. 143.Google Scholar
  110. 156.
    Siehe Bigus (2002).Google Scholar
  111. 159.
    Siehe hierzu Bigus (2003b). Daneben kann man in simultaner Weise mehrere Probleme heterogener Einschätzungen und Anreizprobleme untersuchen.Google Scholar
  112. 173.
    Siehe zur Wagnisfinanzierung die empirische Studie von Kaplan/Strömberg (2000), zur Anleihenfinanzierung diejenige von Smith/Warner (1979).Google Scholar
  113. 175.
    Siehe Smith/Warner (1979). Kritisch hierzu Kürsten (1997).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Jochen Bigus

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