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Kreislauforientierte Forstwirtschaft in der Oberlausitz

  • Matthias Kramer
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Part of the Studien zum internationalen Innovationsmanagement book series (SIIM)

Zusammenfassung

Nachdem in den siebziger Jahren durch den Club of Rome126 die Grenzen des Wachstums aufgezeigt wurden und sich vielfältige Umweltprobleme auf nationaler und internationaler Ebene zeigten, entschloss man sich anlässlich der UN-Konferenz 1992 in Rio de Janeiro,127 das Leitziel “Sustainable Development“ im Rahmen der Agenda 21 zu prägen. Dabei soll künftig im internationalen und globalen Maßstab angestrebt werden, die Bedürfnisse heutiger Generationen nur unter Berücksichtigung der Entwicklungsziele und -notwendigkeiten künftiger Generationen zu befriedigen.128 Durch eine nachhaltige Wirtschaftsweise zum heutigen Zeitpunkt sollen die zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten nicht nachteilig eingeschränkt bzw. sogar unmöglich gemacht werden. Der Nachhaltigkeitsbegriff hat seinen Ursprung in der Forstwirtschaft.129 Das natürliche Wachstum der Bäume bedingt zwangsläufig Investitionen in den Waldaufbau, nicht nur für heutige, sondern auch für künftige Generationen, da ein „Ertrag“ erst nach 80 bis 150 Jahren möglich ist. Neben dieser rein betriebswirtschaftlichen Argumentation dient der Wald aber auch in einer anderen Form nachhaltig, beispielsweise als Wasserspeicher, Filter für den Abbau von Luftverunreinigungen, Naturraumpotenzial für Fauna, Flora und Mensch.130 Der Wald verfügt somit über einen hohen intrinsischen Wert, der weit über den messbaren monetären Holzwert hinausgeht. Der Markt ist jedoch nur bereit, für das originäre Produkt Holz zu zahlen,131 was die Forstwirtschaft kurzund auch vermutlich mittelfristig unter einen enormen ökonomischen Druck setzt. Die Situation wird auch noch verschärft durch die Internationalisierung und Globalisierung der Holzmärkte.

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Interviewpartner:

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Ohne Autorenangabe:

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag/GWV-Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Matthias Kramer

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