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Einleitung

  • Ursula E. Liebhart
Chapter
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Zusammenfassung

Rosabeth M. Kanter zeigt mit einer Parabel aus „Alice im Wunderland“ in Analogie auf, welchen enormen Herausforderungen Unternehmen heute und morgen gewachsen sein müssen. Sie stehen komplexen Situationen in dynamischen Märkten gegenüber und befinden sich in einer Zone mit steigender „Dynaxity“.2 In einer solchen Situation liegen die Voraussetzungen für den Erfolg nicht mehr in bestimmten Merkmalen von Produkten oder Leistungen von Unternehmen, sondern ausschließlich in der Fähigkeit, sich immer wieder auf neue Bedingungen einzustellen und dabei auch die eigene Identität entsprechend weiterzuentwickeln. Die Fähigkeit der Anpassung ist zum neuen Produktionsfaktor3 geworden oder — um es in Jarillo’s Worten zu fassen-: „Adaptation becomes the name of the game.“4 Im Gegensatz zu der bekannten Veröffentlichung „Auf der Suche nach Spitzenleistungen“ aus dem Jahre 19825, geht man heute davon aus, dass es keine Spitzenfirmen mehr gibt, denn es wird weder heute noch in absehbarer Zukunft einen soliden Vorsprung gegenüber den Mitbewerbern geben. Dafür verändert sich alles zu schnell und zu tiefgreifend, um Organisationen Anlass zur Selbstzufriedenheit geben zu können.6 Je schneller und effektiver also Organisationen in der Lage sind, sich in dynamischen verändernden Umfeldbedingungen durch die eigene Anpassung der Führung und organisationale Gestaltung weiterzuentwickeln, desto eher werden diese ihre Existenzgrundlage langfristig sichern können. Damit zeigt sich deren Organisation und Organisationsstruktur als entscheidender Faktor der Anpassungsfähigkeit von Unternehmen.7

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Literatur

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    An dieser Stelle sei auf die umfangreiche Zusammenstellung Sydow’s verwiesen, welcher in seinem Beitrag einen Überblick über den Stand der Forschung und der neueren Literatur gibt. vgl. Sydow [Forschung 1999], S. 301 f.Google Scholar
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    Forschungsgebiete wären die individuelle Analyseebene, Qualifikationsanforderungen an das Management, Netzwerkidentität und Auswirkung auf Commitment, Stellenwert der personalen Führung in Netzwerken, Machtgrundlagen für „boundary-spanners “, Koexistenz von Organisations- und Netzwerkkulruren, usw. vgl. für weitere Ausführungen Sydow [Forschung 1999], S. 304, Sydow [Führungsforschung 1999], S. 283–290Google Scholar
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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Ursula E. Liebhart

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