Das Professionelle des Nicht-Professionellen — Über die Neubesinnung und behutsame Wiederaufnahme vergessener Tugenden in der Pflege

  • Thomas Schilling
Part of the Biographie und Profession. Studien zur qualitativen Bildungs-, Beratungs- und Sozialforschung. ZBBS-Buchreihe book series (BUP, volume 1)

Zusammenfassung

Diese Selbstaussage einer engagierten Altenpflegerin steht ganz bewusst am Anfang dieses Beitrags. Sie fiel im Rahmen eines biografisch-narrativen Interviews, das in Verbindung mit einer qualitativ ausgerichteten Forschungsstudie in der häuslichen Pflege erhoben wurde.1 Versteht man die Identität eines Menschen als etwas biografisch Gewachsenes, kann die Dynamik dieser Entwicklung über diese Interviewmethode analytisch nachgezeichnet werden. Grundlegende Orientierungen, Verletzbarkeiten und Erfahrungskapazitäten, von denen der Erzähler meint, dass sie zu seiner Identitätsausstattung gehören, werden im Kontext eines solchen Interviews ausschnitthaft deutlich (vgl. Schütze 1983). Das Zusammenwirken von sozialen Voraussetzungen und kollektiven Bedingungsrahmen ist auch unter dem Blickwinkel der professionellen Identität wesentlich. Mit Hilfe eines analytisch bearbeiteten Einzelfalles möchte ich versuchen, das Professionelle des Nicht-Professionellen in der Pflege zu skizzieren.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Thomas Schilling

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