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Eingrenzung von Deutungsmustern durch den Handlungskontext

  • Hedda Bennewitz
Part of the Studien zur Schul- und Bildungsforschung book series (SZSBF, volume 25)

Zusammenfassung

In diesem Kapitel ist zu klären, in welchem Handlungskontext das vorliegende Datenmaterial entstanden ist und welche die elementaren Handlungsprobleme der Beteiligten waren. Das Interviewprotokoll ist die Ausdrucksgestalt der erhobenen Daten, die mit bestimmten Strukturproblemen verbunden ist, mit denen sich die Akteure handelnd auseinandersetzen müssen. Hier werden konkrete Ar-tikulations- und Handlungsspielräume eröffnet, aber auch verschlossen, die sich insbesondere in den Eingangssequenzen von Interviews offenbaren. Böhme (2000) beschreibt solche Strukturprobleme als konstitutive Spannungsmomente und Krisenpotenziale der Interviewsituation. Dort wird u.a. zum Ausdruck gebracht, dass sich der Interviewer als beobachtender Forscher und rahmender Gestalter bewähren muss, wobei um so eher eine Brechung der moralischen Anerkennungsbeziehung zum Interviewpartner droht, je mehr Nähe zum wissenschaftlichen Handlungszusammenhang ausgewiesen wird, wodurch der Interaktionspartner dann weniger als gleichwertiger, sondern vielmehr entwertend als beobachteter Forschungsgegenstand anerkannt wird (vgl. S. 5 ff.). Die Interaktionsbedingungen verengen also den Möglichkeitsraum von Interaktionsverläufen und geben einen Rahmen von Interaktionsoptionen vor (vgl. auch Schneider 1985, S. 81).

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Literatur

  1. 24.
    Zu methodischen Grenzen und Möglichkeiten verschiedener Interviewmethoden vgl. z.B. Flick 1995, Lamnek 1995.Google Scholar

Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Hedda Bennewitz

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