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Schulreform konkret. Eine Bedingungsanalyse

  • Hedda Bennewitz
Part of the Studien zur Schul- und Bildungsforschung book series (SZSBF, volume 25)

Zusammenfassung

Die Einführung der Förderstufe in Sachsen-Anhalt zum Schuljahr 1997/98 hat die Schulstruktur des Landes maßgeblich verändert. In diesem Kapitel geht es zunächst darum, die „Schulreform Förderstufe“ vorzustellen, d.h. ihre pädagogische Konzeption zu skizzieren und die strukturellen Veränderungen in der Schullandschaft Sachsen-Anhalts zu beschreiben. Im Anschluss werden Einstellungen von Lehrerinnen und Lehrern, die im Vorfeld der Einführung von Krüger u.a. (1999) erhoben wurden, dargestellt. Abschließend geht es um die Fragen, welche spezifischen Wandlungsanforderungen die Schulreform ,von oben’ an die betroffenen Lehrerinnen und Lehrer stellt, und wie die Einführung der Förderstufe zu kennzeichnen ist: aus professionstheoretischer Perspektive als Kulturbruch oder aus strukturtheoretischer Perspektive als „Kriseninduktion“ (Gruschka/ Martin 2002).

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Literatur

  1. 11.
    Vgl. zum Aufbau des Schulwesens in Sachsen-Anhalt auch Weilandt 1997 und zum Stand der Schulentwicklung Hettstedt 1996, zum Transformationsprozess Händle u.a. 1998 und zur Bildungssituation in den neuen Ländern Mayrhofer/Schenk 1998.Google Scholar
  2. 13.
    Parallel zur Einführung der Förderstufe zum Schuljahr 1997/98 trat ein Tarifvertrag in Kraft, bei dem die zeitlich begrenzte Umsetzung von 1500 Grundschullehrerinnen und -lehrern an die Förderstufen der Sekundarschulen vorgesehen war. Obgleich die Umsetzung der Lehrerinnen nicht auf grund der Einführung der Förderstufe notwendig wurde, hat die Öffentlichkeit beide Veränderungen als kausal aufeinander bezogen wahrgenommen, zumal die meist unfreiwillig wechselnden Lehrerinnen in der Förderstufe eingesetzt wurden (ausführlich dazu siehe Wenzel u.a. 2000).Google Scholar
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    Pflichtprojekte: Miteinander leben, Zwischen Vergangenheit und Zukunft leben, Mit Technik und Medien leben, Gesundes Leben in einer gesunden Umwelt (vgl. Kultusministerium 1997e)Google Scholar
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    Wahlpflichtprojekte: Wie wir uns verständigen, Wir leben in einer Welt, Sich orientieren — das eigene Leben gestalten, Mit Sucht und Drogen leben?, Typisch Mädchen — typisch Junge, Tiere und Menschen leben zusammen, Kunst und Kultur in unserem Leben, „Sicher leben“ — zu Hause in der Schule, im Straßenverkehr (vgl. Kultusministerium 1997e)Google Scholar
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    Vgl. dazu auch bei Terhart (1996a), der die traditionelle Unterrichtskultur mit den Begriffen Anweisung und Befolgung, Aneignung und Übung, Einordnung in Klasse und Schule, extrin-sische Motivation und Anstrengung, Leistung und Prüfung beschreibt.Google Scholar
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    Als Begründung für die Auswahl dieser Merkmale verweist er auf Combe/Helsper (1996, S. 10 und S. 19), die eine Bestimmung von Professionen durch Merkmalslisten als ,statisch’ kritisiert haben. Altrichter geht als Folge davon aus, dass gerade das Nichtkonzipieren des Wandels als Suchschema für Veränderungen gut geeignet ist.Google Scholar

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Hedda Bennewitz

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