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Datengrundlage und Methoden

  • Harald Künemund
Chapter

Zusammenfassung

Die Zielsetzungen des Alters-Survey machten ein sehr umfangreiches Erhebungsinstrumentarium erforderlich, das z.T. erstmals in einer repräsentativen Befragung eingesetzt wurde. Es stellte erhebliche Anforderungen — sowohl an die Interviewfuhrung als auch an die Befragten selbst. Ohnehin gelten ältere Menschen üblicherweise als schwer zu befragende Personengruppe mit geringer Teilnahmebereitschaft (vgl. z.B. Bungard 1979). Erklärungen dafür rekurrieren u.a. auf ein „generelles Disengagement“ (Esser 1986: 40), auf die Relevanz von „Tabuthemen“ (Schäuble 1989: 77), sowie vor allem auf Gesundheitsprobleme (z.B. Lindenberger et. al 1996). Um die Lebenszusammenhänge und Selbst- und Lebenskonzeptionen der 40–85jährigen insgesamt zu erheben, war daher neben einer aufwendigen Filterführung ein besonderes Augenmerk auf die konkreten Frage- und Antwortformulierungen zu richten. Gleichzeitig mußten Besonderheiten jeweils der alten und neuen Bundesländern Berücksichtigung finden (z.B. bei den Bildungsabschlüssen, der Einkommenszusammensetzung, der Stellung im Erwerbsleben oder den Einstellungen und Erfahrungen im Zusammenhang mit der „Wende“). Die Komplexität der von uns gewünschten Informationen machte hier ganz überwiegend die Entwicklung eigener Erhebungsinstrumente notwendig.1 Nicht zuletzt stellt auch der Einsatz des SELE-Instruments (vgl. Dittmann-Kohli 1995a, b) in einem breit angelegten Survey eine methodische Innovation dar.

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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  • Harald Künemund

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