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Die gesellschaftliche Zäsur durch Multimedia: Mediatisierung als Bedingung von Pädagogik

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Part of the Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE book series (DGFEBILDUNG)

Zusammenfassung

Die Anstrengungen der Politik um Akzeptanz und Verbreitung der Multimediatechnik sind ein klarer Ausdruck für den aktiven Einsatz für eine gesellschaftlich zivilisatorische Zäsur; den Übergang in ein neues Zeitalter. Doch die Versuche der Integration des Neuen in bestehende Strukturen fuhren zu Widersprüchen und damit zu gänzlich neuen Herausforderungen. Wie bereits in den vorangestellten Kapiteln festgestellt, zielen die Integrationsanstrengungen nicht nur auf die Verbreitung und Förderung der Nutzung neuer technischer Produkte, sondern im umfassenden Sinne auf Qualifikationen, die wiederum verändertes Lernen erzwingen bzw. ermöglichen. Mit der bereits erfolgten und sich abzeichnenden zunehmenden Verbreitung der Multimediatechnik sind daher strukturelle Eingriffe in das Gesellschaftsgefüge insgesamt verbunden, die auch das kulturelle Selbstverständnis der Menschen einschließen: „Kein Stein wird auf dem anderen bleiben!“134 prognostizierte Roland Berger in einem Gutachten zur Enquète-Kommission des deutschen Bundestages. Und in ihrem Abschlussbericht war sich die Kommission einig darüber, dass „sich durch die neuen Informationsund Kommunikationstechniken das Leben in unserer Gesellschaft nachhaltig verändern wird.“135

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Literature

  1. 134.
    Schlussbericht der Enquete-Kommission (1996), S. 2.Google Scholar
  2. 135.
    Schlussbericht der Enquete-Kommission (1996), S. 2.Google Scholar
  3. 136.
    ,,[I]t is the historical linkage between the knowledge-information base of the economy, its global reach, and the Information Technology Revolution that gives birth to a new, distinctive economic system, (…)“Castells, M: The rise of the network society. Vol 1. Maiden/Oxford (1996), S.66.Google Scholar
  4. 137.
    „International development agencies and university programmes in development studies have made no small contribution to the hegemony of capitalism on a global scale.“Moore, D. B.: Development discourse as hegemony: Towards an ideological history — 1945 – 1995. (S.1–53) In: Moore, D. B., Schmitz, G. J.: Debating development discourse. Institutional and popular perspectives. New York (1995), S. 5.Google Scholar
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    Das Vernetzte Haus. In: Kompakt Mosaik Nr. 4 (1997), S. 43–52 Hier: S. 43; vgl. a. Gassner, R.: Das multimediale Zuhause der Familie P. In: Wechselwirkung (Februar 1996), S. 13–19Google Scholar
  6. 139.
    Die markanteste Umstrukturierung fand im Bereich der Printmedien statt. Der bis dahin geläufige Beruf des,Druckers‘wurde vergleichsweise marginalisiert. Der Druckerstreik 1976 war wesentlich Protest gegen die Einführung der Mediatisierungstechnik. Ein weitergehender Ausdruck für die Umstrukturierung ist der Zusammenschluss einiger bis dahin einflussreicher Einzelgewerkschaften zur IG-Medien. Insgesamt ließen sich vermutlich die Umstrukturierungsprobleme der Gewerkschaften auf dem Hintergrund des technisch induzierten Strukturwandels erneut lesen.Google Scholar
  7. 140.
    Vgl. Döring, N.: Isolation und Einsamkeit bei Netznutzern? Öffentliche Diskussion und empirische Daten., ftp://ftp.uni-stuttgart.de/pub/doc/networks/misc/ netz_und_einsamkeit Berlin (1995). Institut fuer Psychologie, FB 11.Google Scholar
  8. 141.
    vgl. Beck, U.: Thesen für eine umfassende Bildungsreform, In: Dieckmann, H.; Schachtsiek, B. (Hrsg.): Lernkonzepte im Wandel. Die Zukunft der Bildung Stuttgart (1998), S. 11–20 und Negt, O.: Lernen in einer Welt gesellschaftlicher Umbrüche. In: Dieckmann, H.; Schachtsiek, B. (Hrsg.): Lernkonzepte im Wandel. Die Zukunft der Bildung Stuttgart (1998), S. 21–44.Google Scholar
  9. 142.
    Einen Eindruck von der Vielfalt gibt: Ellrich, L.: Neues über das,neue Medium‘Computer. Ein Literaturbericht. In: Technik und Gesellschaft: Jahrbuch — Innovationen — Prozesse, Produkte, Politik Frankfurt am Main (1997), S. 195–223.Google Scholar
  10. 143.
    Coy, W.: Computer als Medium. Bremen (1994) und Coy, W.: Automat — Werkzeug — Medium. In: Informatik Spektrum 18/1, (1995), S. 31–38.Google Scholar
  11. 144.
    Esposito, E.: Interaktion, Interaktivität und die Personalisierung der Massenmedien. In: Soziale Systeme 2 (1995), S. 225–260.Google Scholar
  12. 145.
    Krämer, S.: Kommunikation im Internet. In: Wechselwirkung. (1997), S. 12–17 Hier: S. 17.Google Scholar
  13. 146.
    Kittier, F.: Aufschreibesysteme. München (1987).Google Scholar
  14. 147.
    Kittler, F.: Grammophon, Film, Typewriter. Berlin (1986), S. 28.Google Scholar
  15. 148.
    Kittler, F.: Draculas Vermächtnis. Leipzig (1993), S. 225.Google Scholar
  16. 149.
    Spangenberg, P.: Mediale Kopplungen und die Konstruktivität des Bewusstseins. In Gumbrecht, H. U./Pfeiffer, K. L. (Hrsg.): Paradoxien, Dissonanzen, Zusammenbrüche. Frankfurt am Main (1991), S. 791–808.Google Scholar
  17. 150.
    McLuhan, H. M.: Die magischen Kanäle. Düsseldorf/Wien (1992), S. 64.Google Scholar
  18. 151.
    Überraschend ist, „dass eine Öffentlichkeit, die mehr als 100 Jahre lang auf die Bildmedien eingeschworen schien, auf Visualität, Sinnlichkeit und unmittelbare,uses and gratifications,‘, nun das ganze Paradigma fallen lässt und sich einem Medium zuwendet, das — auch wenn der gegenwärtige Multimedia-Hype dies strategisch verdeckt — in keiner Weise sinnlich und in keiner Weise visuell ist und nur sehr wenig unmittelbare Befriedigung bietet. Computer, dass weiß jeder, der mit ihnen zu tun hat, halten ganz im Gegenteil erhebliche Frustrationspotenziale bereit, eine zermürbende Fehlerstruktur, ein dauerhaftes Gefühl der Inkompetenz und die Erfahrung, die Pracht der Maschine fast grundsätzlich zu unterbieten.“Winkler (1997), S. 10–11Google Scholar
  19. 152.
    Einen Hinweis dazu gibt auch Winkler. „Der Begriff,Docuverse‘hält die Tatsache fest, dass ein Universum der maschinenlesbaren Dokumente, Programme und Projekte entstanden ist, dass technisch, gesellschaftlich und institutionell eigenen Regeln und eigenen medialen Gesetzmäßigkeiten folgt.“Der von Theodor Nelson entwickelte Begriff bezeichnet damit ein Datenuniversum, das auf eine neue Art und Weise Dokumente in Relation zueinander bringt. „Diese Bestimmung lenkt den Blick auf die Tatsache, dass zumindest das Schema der bilateralen Kommunikation, das noch den meisten Massenkommunikationsmodellen zugrunde liegt, sich als untauglich erweisen könnte. Und vielleicht greift der Begriff der,Kommunikation‘insgesamt zu kurz, wenn dieser selbstverständlich auf menschliche Kommunikanten angewiesen und auf menschliche Zwecke eingegrenzt ist.“Winkler (1997), S. 9.Google Scholar
  20. 153.
    So in der Systemtheorie: „Diejenigen evolutionären Errungenschaften, die an jenen Bruchstellen der Kommunikation ansetzen und funktionsgenau dazu dienen, Unwahrscheinliches in Wahrscheinliches zu transformieren, wollen wir Medien nennen.“(Luhmann (1988), S. 220) Auch die Arbeiten von Spangenberg und Kittler können dahinführend gedeutet werden.Google Scholar
  21. 154.
    Mumford, L.: Mythos der Maschine, Kultur, Technik und Macht. Frankfurt am Main (1986).Google Scholar
  22. 155.
    „Die Sprache erscheint als eine gesellschaftliche Maschinerie, die die linearen Syntagmen im Außenraum mit den nicht-linearen Strukturen der empirischen Gedächtnisse in eine regelhafte Verbindung bringt.“Winkler (1997), S. 29.Google Scholar
  23. 156.
    so z.B. Platon: Phaidros. Stuttgart (1979) 275 ff. Flusser gibt der Entstehung des Mediums Schrift sogar die Bedeutung, dass mit ihr eine neue Bewusstseinsform entstanden ist. „Bei [der] ersten Betrachtung des Schreibens ist die Zeile, das lineare Laufen der Schriftzeichen, das Beeindruckendste. Das Schreiben erscheint dabei als Ausdruck eines eindimensionalen Denkens und daher auch eines eindimensionalen Fühlens, Wollens, Wertens und Handelns: Eines Bewusstseins, das Dank der Schrift aus den schwindelnden Kreisen des vorschriftlichen Bewusstseins emportaucht. […] [Man hat] dem Schriftbewusstsein verschiedene Namen gegeben. Man nannte es etwa das,Kritische‘, das,fortschrittliche‘, das,Zählerische‘oder das,Erzählerische‘. All diese Namen können jedoch auf einen gemeinsamen Nenner gebracht werden. Es ist beim Schriftbewusstsein von einem,historischen Bewusstsein‘zu sprechen.“(Flusser, V.: Die Schrift, Frankfurt am Main 1992, S. 11). Diese Entstehung eines historischen Bewusstsein deutet Foucault über Flusser hinausgehend als sukzessives Ordnungsprinzip. „Was die Sprache von allen anderen Zeichen trennt und ihr gestattet, in der Repräsentation eine entscheidende Rolle zu spielen, ist also nicht so sehr ihr individueller oder kollektiver, natürlicher oder arbiträrer Charakter, sondern die Tatsache, dass sie die Repräsentation nach einer notwendig sukzessiven Ordnung analysiert: Die Laute sind in der Tat nur jeder für sich artikulierbar. Die Sprache kann den Gedanken nicht mit einem Schlag in seiner Totalität darstellen. Sie muss ihn Teil für Teil nach einer linearen Ordnung anlegen. (…) Die Sprache ist für das Denken und die Zeichen das, was die Algebra für die Geometrie ist; sie setzt an die Stelle des simultanen Vergleichs der Teile (oder der Größen) eine Ordnung, deren Grade man nacheinander durchlaufen kann. In diesem strengen Sinne ist die Sprache Analyse des Denkens, nicht nur einfaches Abschneiden, sondern tiefgreifende Schaffung der Ordnung im Raum.“(Foucault, M. Die Ordnung der Dinge, Frankfurt am Main 1993, S. 119–120) Dieses lineare Ordnungsprinzip scheint nun mit den Neuen Medien überschritten zu werden. Allerdings weniger im Sinne eines Hypertextes, der einen sog. Virtuellen Raum aufspannt, sondern eher im Hinblick auf die Erfassung immer abstrakter und damit komplexer werdender Weltstrukturen durch einen Datentext, denn die „Linearität der Schrift erscheint als eine,Verengung‘, die im guten Sinne eine Konzentration, im Schlechten aber den Verlust von Komplexität bedeutet“. (Winkler (1997), S. 25) Das bedeutet, dass die Erweiterung der Kommunikationsformen auf komplexe Systeme mit einer Dekonzentration der Inhalte notwendig verbunden ist, wie am Phänomen des,lost in Cyberspace‘empirisch zu beobachten ist. M. E. erklärt dieser systematische Zusammenhang auch den beim Multimedialen Lernen festgestellten höheren OrientierungsbedarfGoogle Scholar
  24. 157.
    Weitgehendere Bestimmungen dazu, insbesondere im Hinblick auf das in dieser Arbeit ausgesparte Naturverhältnis im Technologisierungsprozess finden sich bei Euler (1999), Kapitel 5.Google Scholar
  25. 158.
    Vgl. Wiegerling, K.: Was ist Medienethik?. In: Wechselwirkung Dezember (1998), S. 26–33 und Funiok, R.: Medienethik. Der Wertediskurs über Medien ist unverzichtbar. In; Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Das Parlament, Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte“B 41–42 (2000), S. 11–18 auch: Beck, U.: Die Ethik wird zur Fahrradbremse am Interkontinental-Flugzeug. Legitimationskrise durch Demokratisierung beenden. In: Das Parlament vom 4. Juni (1999), S. 6.Google Scholar
  26. 159.
    Das bedeutet, es handelt sich keineswegs, wie vielfach behauptet wird, bei Multimedia um eine Rückkehr der Bilder, sondern um eine weitere Abstraktionsebene in der Kommunikation. Sie schreibt das von Flusser identifizierte Phänomen des Auftauchens der Schrift fort: „Die Geste des Schreibens richtet sich nicht unmittelbar gegen das Objekt, sondern mittelbar durch ein Bild hindurch bzw. durch Vermittlung eines Bildes. Er [der göttliche Stilus, der schreibend den Menschen erschafft] gräbt in Lehm, um ein Bild zu zerreißen. Das grabende Schreiben (das Schreiben überhaupt) ist ikonoklastisch. […] Der ritzende Stilus ist ein Reißzahn, und wer Inschriften schreibt, ist ein reißender Tiger: Er zerfetzt Bilder. Inschriften sind zerfetzte, zerrissene Bildkadaver, es sind Bilder, die dem mörderischen Reißzahn des Schreibens zu Opfern wurden. Daher das Entsetzen, von dem die ersten Empfänger von Inschriften ergriffen wurden.“(S. 17) „Tatsächlich geht es beim Schreiben um ein Transcodieren des Denkens, um ein Übersetzen aus den zweidimensionalen Flächencodes der Bilder in die eindimensionalen Zeilencodes, aus den kompakten und verschwommenen Bildercodes in die distinkten und klaren Schriftcodes, aus Vorstellungen in Begriffe, aus Szenen in Prozesse, aus Kontexten in Texte.“(Flusser, V., S. 18) Mediatisierungstechniken greifen in diesem Sinne auf rational organisierte Lebensverhältnisse aus.Google Scholar
  27. 160.
    Ellwein, T.: Das Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland. Opladen (1983), S. 46.Google Scholar
  28. 161.
    Luhmann (1988), S. 9.Google Scholar
  29. 162.
    Luhmann, M: Die Gesellschaft der Gesellschaft. Frankfurt am Main (1997), S. 180.Google Scholar
  30. 163.
    „Elaborierte Hypermedien werden mit second-order-links operieren, d.h. also mit Verknüpfungen von Verknüpfungen […] Damit wäre die Software-Struktur von Hypermedien […] identisch mit der Theorie-Struktur komplexer Sachverhalte: Relationierung von Relationen.“(Boltz, N.: Am Ende der Gutenberg-Galaxis, München 1993, S. 207).Google Scholar
  31. 164.
    Luhmann (1988), S. 35.Google Scholar
  32. 165.
    Die Orientierung an Materialflussmodellen ist im wesentlichen motiviert durch die Art und Weise industrieller Produktion. Die Unterteilung der Unternehmen in Abteilungen mit relativ klar definierten (Teil-)Aufgaben (Zuständigkeiten) folgt ebenso daraus wie die daraus abgeleiteten Koordinationsressorts in der Unternehmensleitung.Google Scholar
  33. 166.
    Der gelegentlich verwendete Begriff der Virtualisierung zur Bezeichnung der Effekte scheint mir nicht den Sachverhalt zu treffen. Er bleibt an der Oberfläche des Mediatisierungsprozesses. Er trägt zur Verschleierung der Phänomene bei, weil er die Propaganda für die Sache nimmt und den Schein für das Ganze. „Die sogenannte virtuelle Realität ist ja etwas, das im Kopf stattfindet; unsere Gesetze, seien sie formuliert oder ungeschrieben, bilden nichts anderes als ein in sich geschlossenes Illusionssystem. Oder nehmen wir den bargeldlosen Zahlungsverkehr: eine symbolhafte Handlung… Die virtuelle Realität aber beginnt nicht erst im Reich der Phantasie; Freilichtmuseen zum Beispiel, in denen mittelalterliche Dörfer mit echten, anderswo demontierten Gebäuden nachgestellt werden, entsprechen ebenso einer virtuellen Realität wie das Trachtenfest in einem oberbayerischen Dorf. Gangloff (1995), S. 32 vgl. Gatzemeier, M.: Philosophie und Wirklichkeit In: Wechselwirkung (Dezember 1992), S. 37–40; Gesellschaftswissenschaftliches Institut. Hannover (1996)Google Scholar
  34. 167.
    Untersuchungen des,Instituts für Mittelstandsforschung der Universität Mannheim‘zufolge sind die unter mediatisierungstechnischen Bedingungen günstigsten Unternehmensgrößen Größen unter 20 Mitarbeitern (Drucksache 11004/13 S.43). Besonders bemerkenswert ist, dass 20 Mitarbeiter bzw. 20 Personen einer gerade noch moderierbaren Gruppe (personale Kommunikation) entsprechen. Offensichtlich gibt es bei derart strukturierten Produktionsbedingungen immensen Bedarf an strukturierter Kommunikation.Google Scholar
  35. 168.
    Einen kritischen Überblick bietet: Hoffmann, J.: Ambivalenzen des Globalisierungsprozesses. Chancen und Risiken der Globalisierung. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Das Parlament, Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte“B 23 (1999), S. 3 – 10. Die Mediatisierung der Kapitalmärkte und Börsen spielt hierbei eine bedeutende Rolle. Sie ermöglicht die ebenso rasche Versorgung der Standorte mit notwendigem Kapital wie auch mit Information. Vgl. Hoffmann, B.: Privatanleger goes global. In: Das Parlament, v. 25.9. (1998), S. 12.Google Scholar
  36. 169.
    Aus einer Menge von bestimmte Kriterien erfüllenden Alternativen auswählbar.Google Scholar
  37. 170.
    Sogenannte TNK’s (Transnationale Konzerne)Google Scholar
  38. 171.
    Immerhin verfügen die sogenannten,global players‘über mehr als die Hälfte des Weltkapitals. „Heute entspricht dem Nettowert des Vermögens der 358 reichsten Menschen der Welt, der Dollar-Milliardäre, das Gesamteinkommen der ärmsten 45 Prozent der Weltbevölkerung, d.h. von 2,3 Milliarden Menschen. Hier werden allerdings Reichtum und Einkommen verglichen. Wenn es möglich wäre, den Vergleich nur auf das Vermögen zu beschränken, wäre der Gegensatz noch krasser, denn das Vermögen der ärmsten Menschen ist in der Regel noch viel geringer als ihr Einkommen.“Die 358 Milliardäre besitzen soviel wie die Hälfte der Weltbevölkerung. In: FR vom 5.11. (1996), S.12.Google Scholar
  39. 172.
    Drucksache 11004/13, S. 39.Google Scholar
  40. 173.
    vgl. entsprechende kybernetische Modelle bzw. den kybernetischen Systembegriff.Google Scholar
  41. 174.
    Im Vergleich dazu ist bei der Vorstellung der Kette das Entscheidungswissen in der Kette und der Abfolge des Wertschöpftingsprozesses enthalten. Es war völlig hinreichend, das entscheidungsrelevante Unternehmenswissen auf der Leitungsebene verfügbar zu halten.Google Scholar
  42. 175.
    vgl.: Stehr, N.: Arbeit, Eigentum und Wissen. Frankfurt am Main (1994) und Meder (1996).Google Scholar
  43. 176.
    vgl. Euler (1999), Kapitel 7.Google Scholar
  44. 177.
    Mandl; Reinmann-Rothmeier; Gräsel,: BLK-Gutachten Heft 66, S. 26.Google Scholar
  45. 178.
    Fischer, U.: Gestaltungsperspektiven der Telearbeit. In: Wechselwirkung (Dez. 1991), S. 49–53.Google Scholar
  46. 179.
    Man denke nur daran, welchen ambivalenten symbolischen Stellenwert die Stechuhr hat. Sie steht sowohl für ein unerbittliches System der Verwertung von Arbeitskraft als auch dafür,,in Arbeit und Brot zu stehen‘und der Betriebsgemeinde anzugehören.Google Scholar
  47. 180.
    Vgl. dazu kritisch Mambrey, P.: Für den Beamten reisen die Daten. In: Das Parlament. 33/34 (1996), S. 17. Darin insbesondere These 3; und Meier, B.: Wenn jeder Mitarbeiter Unternehmer wird. In: Das Parlament. 33/34 (1996), S. 8.Google Scholar
  48. 181.
    Dombois, R.: Der schwierige Abschied vom Normalarbeitsverhältnis. In: Bundeszentrale für politische Bildung (Hrsg.): Das Parlament, Beilage „Aus Politik und Zeitgeschichte“B 37 (1999), S. 13–20.Google Scholar
  49. 182.
    Effektivität pro Gesamtaufwand.Google Scholar
  50. 183.
    Auf diese Verschränkung und ihre gesellsehaftsformierende Bedeutung weist bereits Sohn-Rethel im Anschluss an die marxistische Theorie hin. Sohn-Rethel, A.: Geistige und körperliche Arbeit. Frankfurt am Main (1970).Google Scholar
  51. 184.
    Der z.B. von Schmiede verwendete Begriff,informatisierte‘Arbeit ist enger gefasst, weil er den medialen Aspekt der Einbindung der Arbeit nicht aufgreift. Vgl. z.B. Schmiede, R.: Informatisierung, Formalisierung und kapitalistische Produktionsweise. In: ders. (Hrsg.): Virtuelle Arbeitswelten. Berlin (1996)Google Scholar
  52. 185.
    Im Extremfall bedeutet dies, dass der Kunde selbst diese Arbeit übernimmt und sich sein Produkt aus den modularisiert vorgehaltenen realabstrakten Elementen selbst zusammenstellt.Google Scholar
  53. 186.
    Schlussbericht der Enquete-Kommission (1996), S. 89.Google Scholar
  54. 187.
    vgl. a. Sassen, S.: Cyber-Segmentierung. Elektronischer Raum und Macht. In: Münker, S.; Roesler, A. (Hrsg.): Mythos Internet. Frankfurt am Main (1997), S. 215–235.Google Scholar

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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