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Der Begriff vom technischen Kern als irreduzible Bedingung des Verständnisses von und des Umgangs mit Multimedia

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Part of the Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE book series (DGFEBILDUNG)

Zusammenfassung

Die in der Medienpädagogik reflektierte Mediatisierung der Gesellschaft wird mit der Verbreitung der Multimediatechnik von nahezu allen Autoren als ausdrücklich über die klassischen Massenmedien hinausgehend eingeschätzt. So zählen Printmedien kaum noch und elektronische Medien (Fernsehen, Radio, etc.) tendenziell nur noch in Verbindung mit informationstechnischen Kriterien wie z.B. der Digitalisierbarkeit zu den sogenannten „Leitmedien für die Bewusstseins- und Meinungsbildung“86.

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Literature

  1. 86.
    Heidtmann, H.: »Elektronische« Medien für Jugendliche. Bertelsmann Stiftung. 2000 S. 3.Google Scholar
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  18. 103.
    auch ALU (Arithmetic and Logical Unit).Google Scholar
  19. 105.
    Wann erstmalig die Analogie zwischen logischen Formalismen und elektronischen Schaltkreisen erwähnt wird, wird in der Literatur unterschiedlich dargestellt. So rechnen z.B. Klaus/ Liebscher die erstmalige Erwähnung der Analogie P. Erenfest (1910) zu, während Breuer davon ausgeht, dies zuerst bei Shannon vorzufinden.Google Scholar
  20. 106.
    Dies ist nicht zu verwechseln mit einer Mehrwertigkeit der Alternativen.Google Scholar
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    Die Bezeichnungen,lesen‘und,schreiben‘für diesen technischen Vorgang sind irreführende Anthropomorphismen. Es handelt sich vielmehr um einen technischen Kopiervorgang.,Lesen‘: das Zeichen wird vom Band in den logischen Block oder die Steuereinheit kopiert.,Schreiben‘: das Zeichen wird vom logischen Block auf das Band kopiert.Google Scholar
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    Krämer, S.: Operative Schriften als Geistestechnik. Zur Vorgeschichte der Informatik. In: Schefe, P.; Hastedt, H.; Dittrich, I.; Keil, G. (Hrsg.): Informatik und Philosophie. Mannheim (1993), S. 69–83. Hier: S. 70.Google Scholar
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  26. 112.
    Krämer (1993), S. 71. Winkler diskutiert über Krämer hinausgehend die These, dass „die Rechner auf eine Externalisierung der Sprache abzielen“, und zwar „im Sinn einer impliziten Utopie und ausdrücklich nicht einer technischen Implementierung.“(S. 59) In seiner Argumentation stützt er sich auf die sprachphilosophische Theorie von De Saussure, für den die Sprache in zwei unterschiedliche Seinsweisen zerfällt. Die eine (Sprache_l) hat ihren Sitz im intersubjektiven Raum. Die andere (Sprache_2) ist in den empirischen Gedächtnissen der Sprachbenutzer zu lokalisieren. „Das n-dimensionale Netz der Rechner, (…) zielt auf eine Externalisierung der Sprache ab, oder exakter: auf eine Externalisierung jener Sprache_2, die bis dahin im Innenraum der Köpfe ihren systematischen Ort hatte. Der Systemteil der Sprache soll objektiviert und nun im Außenraum angeschrieben werden.“Winkler weist darauf hin, dass die Externalisierung eine Spaltung aufheben will und zwar das Zerfallen der Sprache in Sprachel und Sprache_2. „Die Spaltung steht für einen konkreten Schmerz der in der neuen Synthesis sich lösen soll, oder abstrakter gesprochen für eine Systemspannung, die zunächst Bewegung hervorbringt, um dann in einen neuen Gesamtzustand umzuschlagen. (…) Die romantische Klage, dass der innere Reichtum einen adäquaten Ausdruck in der, Armut der Schrift‘niemals finden könne, begleitet die gesamte Geschichte der Schrift; (…) [Es ist] deshalb das Begehren zu markieren, das aus der Gesetzmäßigkeit der Schrift heraus über die Schrift hinausdringt. Dass dieses Begehren auch in der unmittelbaren Sinnlichkeit der audiovisuellen Medien keine dauerhafte Ruhe gefunden hat, sondern nun ein neues, in extremer Weise,unsinnliches‘Medium hervortreibt, zeigt an, dass es nicht um ein konkretes, positives Versprechen geht, sondern um das abstrakteste Versprechen überhaupt, das Versprechen, dass die Bewegung der Texte und der Medien in einer finalen Synthese letztlich eben doch zur Ruhe kommen möge.“(S. 49) Diese,finale Synthese‘findet in ihrer operative Form allerdings keine Ruhe im Sinne einer Stillstellung oder Fixierung. Sie wird entgegen der Bestrebung zur Finalisierung zur gegenwärtig entscheidenden Produktivkraft, indem sie ausschlaggebend an einer gesellschaftlichen Reorganisation mitwirkt.Google Scholar
  27. 113.
    Krämer, S.: Zur Begründung des Infinitesimalkalküls durch Leibniz. In: Philosophia naturalis Band 28 Heft 2 (1991), S. 117–146 Hier: S. 123.Google Scholar
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  29. 115.
    Krämer (1991), S. 120 (Das in der eckigen Klammer stehende ist im Original in lateinischer Sprache abgedruckt.).Google Scholar
  30. 116.
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  32. 118.
    Zum Begriff der Rechenmaschine vgl.: Bischoff, J. P.: Versuch einer Geschichte der Rechenmaschine. Ansbach (1804). Nachdr. München (1990), S. 17–21. Sieht man von der zeitgenössischen Einschränkung auf mechanische Bauelemente ab, so können seine Bestimmungen immer noch Aktualität beanspruchen. 119 Darstellung ist hier in einem naturwissenschaftlichen Sinne zu verstehen, wie er z.B. aus der Chemie bekannt ist, wenn von der Angabe eines Verfahrens zum Nachweis von Elementen die Rede ist.Google Scholar
  33. 120.
    Zu den technischen Ausführungen vgl. z.B. Steinmetz, R.; Nahrstedt, K.: MULTIMEDIA. Computing, Communications and Applications. Prentice Hall, NJ (1995).Google Scholar
  34. 121.
    Trennscharf.Google Scholar
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    Krämer (1991), S. 136.Google Scholar
  36. 123.
    „Die Monaden… sind nichts weiter als einfache Substanzen, welche in dem Zusammengesetzten enthalten sind.“Leibniz, G. W.: Monadologie. Stuttgart (1979), S. 13.Google Scholar
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    vgl. a. Mittelstraß, J.: Der Verlust des Wissens. In: Leonardo-Welt. Frankfurt am Main (1992), S. 221–244 (1992): Die Informationswelt ist,,[i]hrem Programm nach… eine Leibniz-Welt“S.222.Google Scholar
  38. 125.
    Dies betrifft insbesondere die Bedingungen reversiblen Prozessen. In ihnen kommt das Äquivalenzprinzip des Marktes zum Ausdruck, das über die Autorität der klassischen Mechanik Einzug in ein universalistisches Weltbild gehalten hat. Ihre gesellschaftliche Funktion besteht darin, „es als etwas Natürliches und Unausweichliches hinzustellen, dass der einzelne Mensch Gesetzen unterworfen ist, die derart umfassend sind, dass menschliches Handeln sie ebenso wenig zu ändern vermag, wie die geringfügigsten Schwankungen, die unablässig den Zustand eines Gases im Gleichgewicht stören, das Gesetz der idealen Gase zu ändern vermögen.“Prigogine, I.; Stengers, I.: Dialog mit der Natur. München (1993), S. 304.Google Scholar
  39. 126.
    Wer zuerst das Abtasttheorem mathematisch korrekt beschrieb, ist allerdings strittig. So bekam Vladimir A. Kotelnikov 1999 den Grundlagenpreis der Eduard-Rhein-Stiftung in Aachen dafür, dass er dieses bereits 1933, also 15 Jahre vor Shannon veröffentlichte.Google Scholar
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    Wiener, N.: Cybernetics or control and communication in the animal and the machine. New York (1948).Google Scholar
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    Breuer (1995), S. 33.Google Scholar
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    Frank, H. G.: Bildungskybernetik. München (1999), S. 59–60.Google Scholar
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    Breuer (1995), S. 33.Google Scholar
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    Holling, E.; Kempin P.: Identität, Geist, Maschine. Auf dem Weg zur technologischen Zivilisation. Reinbeck bei Hamburg (1989).Google Scholar
  46. 133.
    zu den Begriffen operativ geschlossen und umweltoffen vgl. Luhmann, N.: Soziale Systeme. Frankfurt am Main (1988) Kapitel 5.Google Scholar

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© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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