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Die herrschende Diskussion um Multimedia als politische und pädagogische Herausforderung und Versprechen

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Part of the Schriftenreihe der Kommission Bildungs- und Erziehungsphilosophie der DGfE book series (DGFEBILDUNG)

Zusammenfassung

Im Jahre 1995 wurde von der Gesellschaft für Deutsche Sprache das Wort,Multimedia‘zum Wort des Jahres gekürt: „Multimedia ist Leitwort für die Reise in die schöne neue Medienwelt“12. Die Wiesbadener Sprachforschungseinrichtung untersucht regelmäßig den öffentlichen Sprachgebrauch und gibt jedes Jahr eine Liste von Wörtern bekannt, die charakteristisch für das jeweilige Jahr sind. Sie zeigen an, welche Sachverhalte quer durch alle gesellschaftlichen Bereiche und Bevölkerungsschichten aktuell zur Sprache kommen. Das Wort Multimedia’ bezeichnet somit einen Gegenstand und ein Thema öffentlicher Auseinandersetzung und offensichtlich lebensweltlicher Relevanz.

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Literature

  1. 12.
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  2. 13.
    Sesink greift diese „Reklame-Sprache“kritisch auf und weist sie im Grunde als „grenzenlose[n] Überschätzung der Möglichkeiten von Technikeinsatz“zurück. Allerdings betont er auch, dass unter Bezugnahme auf die These vom Überschuss der Mittel (Rohbeck, Euler) in der Computertechnologie eine „Entfesselung des Werkzeugs“vorliege, die ihn zur Wesensbestimmung „Verheißungstechnologie“anregt. Das Spannungsfeld, das damit aufgezeigt ist, besteht darin, ob die Versprechen, die mit der Technik mitgeführt werden, Versprechen sind, die an der Technik auszumachen oder ihr äußerlich sind. Sesink, W.: Bildung ans Netz! Einleitendes Plädoyer für eine Erweiterung der Aufgabenstellung. In: ders. (Hrsg.): Bildung ans Netz. Wiesbaden. (2000), S. 9–28, Hier: S. 18 f.; auch:Google Scholar
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    Diese Kritik wird nahezu durchgängig von Pädagogen vertreten und vor allem kenntnisreich von Aufenanger immer wieder vorgetragen so z.B. in: Aufenanger, S.: Internet-Angebote für Kinder. Ein Streifzug durch World Wide Web. In: medienpraktisch 3 (1997), S. 22–24 oder: Aufenanger, S.: Perspektiven von Multimedia & Interaktivität. Chancen und Defizite in medienpädagogischer Hinsicht. In: medienpraktisch 1 (1997), S. 4–8. Sesink geht darüber hinaus und sieht für das Internet gegenwärtig sogar kaum eine “nennenswerte praktische Bedeutung für pädagogische Tätigkeitsfelder”. Sesink (2000), S. 11.Google Scholar
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    Zum Begriff der Kulturindustrie vgl. Kausch, M.: Kulturindustrie und Populärkultur. Frankfurt am Main. (1988) vor allem S. 79–134.Google Scholar
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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

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