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Zusammenfassung

Es ist mir eine besondere Freude, diesem Band einige Worte zum Geleit hinzufügen zu können. Denn sein Verfasser hat mit seinem Werk eine in der deutschsprachigen Naehkriegsliteratur schmerzlich empfundene und fast beschämende Lücke mit höchster Kompetenz zu füllen verstanden. War doch Hans J. Morgenthau einer jener aus Deutschland vertriebenen Emigranten, die in der neuen Heimat der Vereinigten Staaten zu Weltruhm gelangten. Sie bahnbrechendes Hauptwerk Politics Among Nations wurde in drei europäische und drei asiatische Sprachen übersetzt. Seine Rolle in der Geschichte der Politikwissenschaften hat Stanley Hoffmann von der Harvard Universität charakterisiert, indem er ihn als primären Gründervater der jungen politologischen Disziplin der Internationalen Politik bezeichnete. Sein berühmtester Schüler Henry A. Kissinger sagte hierzu: „Hans Morgenthau hat das gegenwartsbezogene Studium der Internationalen Beziehungen zu einem wesentlichen Wissenschaftszweig gemacht. Alle von uns, die dieses Fach nach ihm unterrichteten, mussten, ungeachtet aller Meinungsunterschiede, von seinen Ansätzenausgehen.“ Und es spricht für sich, dass Morgenthau das bisherige einzige Theoriegebäude des Fachs Internationale Politik geschaffen hat, das mit internationaler Wirkungsbreite zahlreiche Anhänger nicht nur im Bereich der Wissenschaft, sondern im besonderen Maße auch in den Reihen der Praktiker auswärtiger Politik und Diplomatie erworben hat. Der meteorische Aufschwung seiner Theorie und ihrer Beachtung fiel zeitlich in die Anfangsphase des Kalten Krieges.

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Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2004

Authors and Affiliations

  • Christoph Rohde

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