Advertisement

Der Glaube an den Fortschritt. Vom Vertrauen in Wissenschaft

  • Beatrice Dernbach

Zusammenfassung

Die Welt, die Wahrheit, den göttlichen Plan zu entdecken, gilt als das Motiv der (frühen) Forscher und Wissenschaftler. Ihre Erkenntnisse hatten enorme Bedeutung für die Menschen und deren Verständnis ihrer Rolle in der Welt-Gesellschaft. Aber Wissenschaft hat sich verändert. Was einst automatisch mit Fortschritt verknüpft war, scheint heute an Bedeutung verloren zu haben. Friedrich H. Tenbruck bezeichnet dies als Trivialisierungsprozess (1975, 19ff.). Die moderne Wissenschaft (nach 1945) wird als „Big Science“ (Di Trocchio 1994) identifiziert oder als „Geschäft wie jedes andere auch“ (Bammé 2004, 17f.). Sündenfälle, also Betrug und Fälschung — in der frühen Forschung ebenfalls nicht unbekannt — erhalten in der Neuzeit eine andere Qualität.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Bammé, Arno (2004): Science Wars. Von der akademischen zur postakademischen Wissenschaft. Frankfurt/ New York.Google Scholar
  2. Brecht, Bertolt (1967): Leben des Galilei. Berlin/ Frankfurt.Google Scholar
  3. Bryson, Bill (2004): Eine kurze Geschichte von fast allem. München.Google Scholar
  4. Debatin, Bernhard (2004): Die unerträgliche Leichtigkeit der Kopie. In: Aviso Nr. 36. 10–11.Google Scholar
  5. Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) (2004): Empfehlungen der Kommission „Selbstkontrolle in der Wissenschaft“. Vorschläge zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis. Januar 1998. Abgerufen im August 2004 unter http://www.dfg.de.Google Scholar
  6. Di Trocchio, Federico (1994): Der große Schwindel. Betrug und Fälschung in der Wissenschaft. Frankfurt/ New York.Google Scholar
  7. Finetti, Marco/ Himmelrath, Armin (1999): Der Sündenfall: Betrug und Fälschung in der deutschen Wissenschaft. Stuttgart u.a.Google Scholar
  8. Goethe, Johann Wolfgang (1982): Faust. 1.Teil. Werke in zwei Bänden. Band 2. Gütersloh.Google Scholar
  9. Haffner, Peter/ Luczak, Hania (2003): Und ewig lockt der Ruhm… In: GEO H. 3. 120–138.Google Scholar
  10. Koch, Julia/ Thimm, Katja (2004): Geist gegen Gebühr. In: SPIEGEL H. 3. 36–50.Google Scholar
  11. Leisinger, Klaus M. (2002): Wissenschaft und öffentliches Vertrauen. Abgerufen unter http://www. academia-engelberg. ch/de/pdf/Leis finger W i ssenschaft. pdf.Google Scholar
  12. Luhmann, Niklas (1990): Ökologische Kommunikation. Opladen. 3. Aufl.Google Scholar
  13. Meili, Christoph (2003): Wissenschaft in der Vertrauenskrise. In: Bioworld H. 2. Abgerufen am 05.05.04 unter http://www.risiko-dialog.ch/stiftung/pressespiegel/bioworld_2003 02.htm.Google Scholar
  14. Münch, Richard (1992): Dialektik der Kommunikationsgesellschaft. Frankfurt/ Main, 2. Aufl.Google Scholar
  15. Schwanitz, Dietrich (1995): Der Campus. Frankfurt/ Main.Google Scholar
  16. Statistisches Bundesamt (2004): Daten zu Bildung, Forschung und Wissenschaft. Abgerufen am 06.08.04 unter http://www.destatis.de/basis/d/biwiku/ Google Scholar
  17. Tenbruck, Friedrich H. (1975): Der Fortschritt der Wissenschaft als TrivialisierungsprozeB. In: Wissenschaftssoziologie. Studien und Materialien. Hrsg. v. Stehr, Nico/ König, René. Sonderheft 18 der Kölner Zeitschrift für Soziologie und Sozialpsychologie. 19–47.Google Scholar
  18. URL: http://www.uni-bielefeld.de/iwt/cs/diplomarbeit/zusammenfassung.html?_xsl…/print.xs (Zusammenfassung der Diplomarbeit von Salzmann, Christian/ Wörmann, Stefan (2001): Die Herstellung von Vertrauen? Bielefeld; abgerufen am 05.05.04)Google Scholar
  19. Voss, Carl-W. (2001): Der Karpfenteich. Ohne Ort (Books an Demand).Google Scholar
  20. Weingart, Peter (2001): Die Stunde der Wahrheit? Zum Verhältnis der Wissenschaft zu Politik, Wirtschaft und Medien in der Wissensgesellschaft. Weilerswist.Google Scholar

Copyright information

© VS Verlag für Sozialwissenschaften/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Beatrice Dernbach

There are no affiliations available

Personalised recommendations