Advertisement

Wie transintentional ist das moderne Wirtschaftssystem?

  • Wil Martens

Zusammenfassung

Die vorliegenden Ausgangsbeiträge bieten eine gute Gelegenheit, der Frage nachzugehen, ob die Eigengesetzlichkeit ausdifferenzierter Teilsysteme modemer Gesellschaften sich durch eine besondere Art von Transintentionalität auszeichnet, die auf besondere Ursachen zurückgeführt werden kann. Ich analysiere diese Problematik am Beispiel des oft als extrem verselbständigt betrachteten Wirtschaftssystems. Ausgangspunkt dabei ist die von Habermas vorgelegte Diagnose, die betont, dasserst in der Modeme das „Wirtschaftssystem“ von „Lebenswelt“, „Persönlichkeit“, „Gesellschaft“ und „Kultur“ der Akteure „entkoppelt“ ist, während es doch auch von den Akteuren produziert wird und wichtige Folgen für sie hat. „Entkopplung“ kann dabei als Synonym für „nicht als solches gewusstes und gewolltes Resultat menschlichen Handelns, das andere Intentionen als die Gestaltung des betreffenden Systems verfolgt“, betrachtet werden.1 Habermas’ Behandlung dieser Problematik wird von Thomas Schwinn (in diesem Band) als Versuch einer Verknüpfung von Handlungsund Systemtheorie interpretiert. Während Schwinn die Verwendung des Systembegriffs von Vornherein als verfehlt betrachtet, versuche ich zu zeigen, dass mit systemtheoretischen Mitteln gut operiert werden kann.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. Anderson, Benedict (1991): Imagined communities: Reflections on the origin and spread of nationalism. London.Google Scholar
  2. Bourdieu, Pierre (2000): Les structures sociales de I’ économie. Paris.Google Scholar
  3. Elias, Norbert (1976): Über den ProzeB der Zivilisation. Bd. 2. Frankfurt/M.Google Scholar
  4. Godbout, Jacques (2000): Le don, la dette et I’identite. Paris.Google Scholar
  5. Habermas, Jürgen (1981a): Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 1, Frankfurt/M.Google Scholar
  6. Habermas, Jürgen (1981b): Theorie des kommunikativen Handelns, Bd. 2, Frankfurt/M.Google Scholar
  7. Habermas, Jürgen (1988): Nachmetaphysisches Denken. Philosophische Aufsatze. FrankfurtlM.Google Scholar
  8. Honneth, Axel (1985): Kritik der Macht. Reflexionsstufen einer kritischen Gesellschaftstheorie. FrankfurtlM.Google Scholar
  9. Kneer, Georg (1996): Rationalisierung, Disziplinierung und Differenzierung. Sozialtheorie und Zeitdiagnose bei Habermas, Foucault und Luhmann. Opladen.Google Scholar
  10. Luhmann, NikIas (1984): Soziale Systeme. Frankfurt/M.Google Scholar
  11. Luhmann, NikIas (1988): Die Wirtschaft der Gesellschaft. FrankfurtlM.Google Scholar
  12. Luhmann, NikIas (1997): Die GeseIIschaft der GeseIIschaft. Frankfurt/M.Google Scholar
  13. Martens, Wit (1995): Die Selbigkeit des Differenten. In: Soziale Systeme 1: 301–328.Google Scholar
  14. Marx, Karl (1969): Das Kapital Bd. 1. Berlin.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2003

Authors and Affiliations

  • Wil Martens

There are no affiliations available

Personalised recommendations