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Hypothesentest

  • Viktoria Kaina

Zusammenfassung

In der großen „Mannheimer Elitestudie“ von 1981 konnte Hoffmann-Lange (1992) noch feststellen, dass sich die Demokratievorstellungen der bundesdeutschen Funktionseliten auf einen breiten Konsens gegenüber der repräsentativen Demokratievariante stützen. Nur mehr als ein Jahrzehnt später lassen sich jedoch in den Daten der „Potsdamer Elitestudie 1995“ Belege dafür finden, dass sich dieses Einverständnis gewandelt hat. In der Führungsschicht des vereinten Deutschlands teilen 60 Prozent der befragten Positionsinhaber die Bevölkerungsforderung nach Volksbegehren und Volksentscheiden als Ergänzung der repräsentativen Regierungsweise und nach Ausweitung demokratischer Prinzipien auf alle gesellschaftlichen Bereiche (vgl. Kap. 1.1). Trotz erheblicher Zustimmungsunterschiede in den einzelnen gesellschaftlichen Funktionsbereichen sind die Veränderungen in den demokratischen Orientierungen der Führungskräfte bezüglich exklusiver, elitenzentrierter politischer EntScheidungsprozesse unübersehbar.

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Literatur

  1. 158.
    Allerdings erlauben Vorhersagen in eine Richtung nicht den Schluss, dass auch ein kausaler Einfluss der erklärenden Variablen auf die abhängige Variable zwingend ist. Zu dieser Problematik vgl. Bortz (1993). Symmetrische Beziehungsmaße werden stattdessen herangezogen, um zweiseitige Zusammenhangshypothesen zu prüfen und die Frage zu klären, ob beide Variablen unabhängig voneinander sind, ohne dass ein geachteter Einfluss unterstellt wird.Google Scholar
  2. 160.
    Statistisch ist Chance (odd) als Verhältnis zweier Wahrscheinlichkeiten definiert: die Wahrscheinlichkeit, dass ein Ereignis eintritt, dividiert durch seine Gegenwahrscheinlichkeit (1 minus Wahrscheinlichkeit). Ausführlicher dazu etwa Backhaus u.a. (2000: 109).Google Scholar
  3. 161.
    Für alle binär-logistischen Regressionsmodelle in diesem Kapitel wurde als Gütemaß Nagelkerkes-R2 verwendet. Die Deutung der Maßgröße entspricht dem R2 der linearen Regression und gestattet somit Aussagen über den Anteil erklärter Varianz im Wahrscheinlichkeitsmodell (vgl. Backhaus u.a. 2000: 133).Google Scholar
  4. 162.
    Als Belege ausschließlich für neuere Arbeiten vgl. z.B. Maag (1991), Bean/Papadakis (1994a, 1994b), Bürklin/Klein/Ruß (1994, 1996), Hellevik (1994), Inglehart (1994), Klein (1995), Ingle-hart/Klingemann (1996), Witte (1996), Bauer-Kaase/Kaase (1998), Clarke u.a. (1999), Klein/Arzheimer (1999). An dieser Stelle aber soll diese Debatte weder nachgezeichnet noch ein weiterer Beitrag in dieser Diskussion geleistet werden. Die allgemeine Bedeutung von Wertorientierungen in der Konzeptualisierung von Inglehart als verhaltenssteuernde Einflussgrößen, zum Beispiel im Bereich politischer Partizipation; ist belegt (vgl. z.B. Barnes/Kaase u.a. 1979: Inglehart 1989, Bauer 1993).Google Scholar
  5. 164.
    Sieht man einmal von den Untersuchungen des Jugendforschungsinstitutes in Leipzig ab, deren Forschungen sich aber auf das begrenzte Bevölkerungssegment der Jugendlichen in der DDR bezogen (vgl. u.a. Friedrich 1990; Meulemann 1996).Google Scholar
  6. 165.
    Diese Unsicherheit gilt im übrigen nicht nur für das Messinstrument von Inglehart, sondern kann auch für Operationaiisierungsversuche anderer Einstellungskonzepte wie Demokratievorstellungen oder ideologische Orientierungen geltend gemacht werden (vgl. Gabriel 2000a). Inhaltsanalytische und empirisch-qualitative Forschungsarbeiten, die nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden in den Vorstelfungsinhalten der Befragten in West- und Ostdeutschland fragen, leisten somit einen wichtigen Beitrag, empirisch-quantitative Ergebnisse zu validieren (vgl. z.B. Fuchs 1997a; Bauer-Kaase 2001).Google Scholar
  7. 166.
    Für weitere Wertewandelkonzepte aufgrund von zyklischen Entwicklungen, Periodeneinflüssen oder der Veränderung funktionaler Notwendigkeiten vgl. zusammenfassend Bürklin/Klein (1998: Kap. 7, v.a. S. 144–158).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2002

Authors and Affiliations

  • Viktoria Kaina

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