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Zwischen erkenntnistheoretischem Rationalismus und wissenschaftsphilosophischem Empirismus. Zu Cohens Philosophiebegriff

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Philosophie und Wissenschaft bei Hermann Cohen/Philosophy and Science in Hermann Cohen

Part of the book series: Veröffentlichungen des Instituts Wiener Kreis ((WIENER KREIS,volume 28))

Zusammenfassung

Versucht man die philosophische Entwicklung von Hermann Cohen zu überblicken, so sticht ins Auge, dass er genuin rationalistischen Überzeugungen immer näher rückt. Welche Bedeutung dabei der Philosophie von Leibniz für die Entwicklung einer rein idealistischen Urteilslogik zukommt, ist bekannt. Ich denke aber darüber hinausgehend, dass Cohens Ansatz im Verlauf der Jahre ganz zentralen erkenntnistheoretischen Grundintuitionen des klassischen Rationalismus immer näher kommt.

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Notes

  1. 1.

    Siehe etwa Andrea Poma, The Critical Philosophy of Hermann Cohen, translated by John Denton, Albany (State University of New York Press) 1997, S. 38–42.

  2. 2.

    Siehe für die Annäherung an Parmenides auch Ursula Renz, „Erzeugen als Vernichten. Hermann Cohens erkenntnistheoretische Funktionsbestimmung des Urteils der Verneinung im Vergleich zu Gottlob Freges Theorie der Verneinung“ in Verneinung, Andersheit und Unendlichkeit im Neukantianismus, hrsg. von Pierfrancesco Fiorato, Würzburg (Königshausen und Neumann) 2009, S. 69–91, 79 f. Welche Implikationen das für die Frage des Verhältnisses von Cohen zum Rationalismus hat, ist mir erst später anhand einer Bemerkung von Andrea Poma deutlich geworden.

  3. 3.

    Siehe dazu Michael Della Rocca, Spinoza, London and New York (Routledge) 2008, wo er praktisch sämtliche philosophischen Thesen Spinozas aus der Annahme, dass Spinoza eine radikale Version des Prinzips des zureichenden Grundes (=PSF für „Principle of Sufficient Reason“) vertreten habe, herleitet. Vgl. Mogens Laerke, „Spinoza et le „PSR“: représentations, concepts, idées“, Archives de Philosophie 77 (2014), S. 721–726, für eine Diskussion der Rezeption dieser Interpretation, sowie Ursula Renz, „Der neue Spinozismus und das Verhältnis von deskriptiver und revisionärer Metaphysik“, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 63 (2015), S. 476–496.

  4. 4.

    Siehe dazu auch Ursula Renz, „Von Marburg nach Pittsburgh: Philosophie als Transzendentalphilosophie“, Deutsche Zeitschrift für Philosophie 59 (2011), S. 249–270.

  5. 5.

    Verweise in Klammern beziehen sich allesamt auf die vom Hermann-Cohen-Archiv herausgegebene Werkausgabe der Werke Hermann Cohens.

  6. 6.

    Siehe dazu Peter Schulthess, „Die philosophische Reflexion auf die Methode“, Grundriss der Geschichte der Philosophie. Die Philosophie des 17. Jahrhunderts 1 (Allgemeine Themen, Iberische Halbinsel, Italien; erster Halbband), hrsg. von Jean-Pierre Schobinger. Basel (Schwabe) 1998, S. 83 f.

  7. 7.

    Siehe dazu Hans-Peter Schütt, Die Adoption des „Vaters der modernen Philosophie“. Studien zu einem Gemeinplatz der Ideengeschichte. Frankfurt (Klostermann) 1998.

  8. 8.

    Siehe dazu die zweite Regel in René Descartes, Regulae ad directionem ingenii. Regeln zur Ausrichtung der Erkenntniskraft. Kritisch revidiert, übers. und hrsg. von Heinrich Springmeyer, Lüder Gäbe und Hans Günter Zekl. Hamburg (Meiner) 1973, S. 10 f.

  9. 9.

    Das wird sehr klar in Descartes’ Ausführungen zur dritten Regel, vgl. op. cit., S. 14–21.

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Renz, U. (2018). Zwischen erkenntnistheoretischem Rationalismus und wissenschaftsphilosophischem Empirismus. Zu Cohens Philosophiebegriff. In: Damböck, C. (eds) Philosophie und Wissenschaft bei Hermann Cohen/Philosophy and Science in Hermann Cohen. Veröffentlichungen des Instituts Wiener Kreis, vol 28. Springer, Cham. https://doi.org/10.1007/978-3-319-58023-4_1

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  • DOI: https://doi.org/10.1007/978-3-319-58023-4_1

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  • Publisher Name: Springer, Cham

  • Print ISBN: 978-3-319-58022-7

  • Online ISBN: 978-3-319-58023-4

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