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Gewerblicher Rechtsschutz, Urheberrecht und Erbrecht

  • Thomas Wallentin
  • Leonhard Reis
Part of the Springers Handbücher der Rechtswissenschaft book series (HANDB)

Zusammenfassung

Aufgrund des im Immaterialgüterrecht geltenden Enumerationsprinzip besteht ein numerus clausus an Schutzrechten. Die wesentlichsten gesetzlichen Vorschriften zum Schutz von immateriellen Gütern sind (für Marken) das Markenschutzgesetz (MSchG)1 sowie die Gemeinschaftsmarken-Verordnung (GMV)2, (für Patente) das Patentgesetz (PatG)3, für ([Geschmacks-]Muster) das Musterschutzgesetz (MuSchG)4 sowie die GemeinschaftsmusterVO5, und (für Werke und sonstige Leistungen) das Urheberrechtsgesetz (UrhG)6. Die ersten drei werden gemeinsam mit dem Gebrauchsmustergesetz (GMG)7, dem Halbleiterschutzgesetz (HlSchG)8 und dem Sortenschutzgesetz (SortenschutzG)9 als „gewerbliche Schutzrechte“ (ieS)10 zusammengefaßt. Aufgrund der Besonderheiten des Urheberrechts werden im vorliegenden Beitrag die gewerblichen Schutzrechte und das Urheberrecht (einschließlich der Leistungsschutzrechte) getrennt behandelt. Systemfremd regelt das UrhG ebenso die mit Immaterialgütern verbundenenen Persönlichkeitsschutzrechte (Bildnisschutz nach § 78 UrhG und Briefschutz nach § 77 UrhG) wie auch die Kennzeichenrechte des Werktitelschutzes und des Ausstattungschutzes (§ 80 UrhG)11. Einigen Immaterialgütern weist die Rechtsordnung kein Immaterialgüterrecht zu. Dies sind zB im Urheberrecht gemeinfreieWerke, Werke, denen aufgrund ihrer geringen Schöpfungshöhe oder mangelnder Individualität keine urheberrechtliche Werkqualität zukommt (zB bloße Worte). Diese sind gleichsam herrenlose Sachen, die meist von jedermann ohne Begründung eines Schutzrechts oder Ausschließungsrechts genutzt und verwertet werden können.

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Copyright information

© Springer-Verlag/Wien 2010

Authors and Affiliations

  • Thomas Wallentin
    • 1
  • Leonhard Reis
    • 2
  1. 1.WU WienWien
  2. 2.Kunz Schima WallentinWien

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