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Die Identität Tirols in der EU

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Das Grundproblem der Regionen und Länder in der EU ist die rechtliche Doppelnatur („Janusköpfigkeit“) der EU: Sie ist in ihrer primärrechtlichen Grundlage („Verfassung“) eine klassische völkerrechtliche Staatenverbindung; in ihren Normen und Rechtsakten ist sie aber zum überwiegenden Teil im Verhältnis zu den Mitgliedsstaaten eine „supranationale“ Organisation, die tief in das innerstaatliche Recht mit Anwendungsvorrang des Gemeinschaftsrechts einwirkt.

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Literatur

  1. 575.
    Walter Rudolf, Bundesstaat und Völkerrecht, Archiv des Völkerrechts 27 (1989) 1 ff; Ignaz Seidl-Hohenveldern, Die Staaten, in: Hanspeter Neuhold/Waldemar Hummer/Christoph Schreuer (Hg), Österreichisches Handbuch des Völkerrechts, Bd 1 (19912) 129 ff (142).Google Scholar
  2. 576.
    Friedrich Wolgast, Die auswärtige Gewalt des Deutschen Reiches, Archiv des öffentlichen Rechts 1923, 1 ff (78).Google Scholar
  3. 577.
    Hans Peter Ipsen, Als Bundesstaat in der Gemeinschaft, in: FS Hallstein (1966) 248; Josef Isensee, Der Bundesstaat — Bestand und Entwicklung, in: FS 50 Jahre Bundesverfassungsgericht (2001) 717 ff, 753 f.Google Scholar
  4. 578.
    Theo Öhlinger/ Michael Potacs, Gemeinschaftsrecht und staatliches Recht (20012) 28.Google Scholar
  5. 579.
    Die EU hat nur drei Bundesstaaten (Belgien, Deutschland, Österreich) und zwei höher entwickelte Regionalstaaten (Italien und Spanien) als Mitgliedstaaten, während die übrigen Staaten mehr oder weniger dezentralisierte Einheitsstaaten sind; John Loughlin, Subnational Democracy in Europe (2001).Google Scholar
  6. 580.
    Die meisten der durch den Vertrag von Maastricht formell neu verankerten Zuständigkeiten der EG waren entweder zur Gänze oder zumindest in wesentlichen Ansätzen schon zuvor durch Praxis und Judikatur entwickelt worden; von einer „juristischen Revolution“ spricht daher nicht zu Unrecht Sonja Puntscher-Riekmann, Politische Theorie und Praxis europäischer Integrations-/Desintegrations-Szenarien, in: Sylvia Pintarits, Macht, Demokratie und Regionen in Europa (1996) 289 ff (303 f).Google Scholar
  7. 581.
    Fritz W. Scharpf, Die Politikverflechtungsfalle, PVS 1985, 323 ff; jetzt auch in: derselbe, Optionen des Föderalismus in Deutschland und Europa (1994) 11 ff; 323 ff; Karl Weber, Der Föderalismus, in: Emmerich Tálos/Gerda Falkner (Hg), EU-Mitglied Österreich (1996) 50 ff.Google Scholar
  8. 582.
    In Österreich zB erkennbar im Naturschutzrecht (Landessache) im Verhältnis zu europäischen und internationalen Schutznormen; vgl Peter Pernthaler/ Stefan Ebensperger, Rechtliche Auswirkungen völkerrechtlicher Abkommen und Normen der EU auf die Kompetenzverteilung und Vollziehung des Naturschutzrechts, Föderalismus-Dokumente, Bd 3. Innsbruck: Institut für Föderalismusforschung — Eigenverlag, 1999; grundlegend: Christian Ranacher, Die Funktionen des Bundes bei der Umsetzung des EU-Rechts durch die Länder (2002).Google Scholar
  9. 583.
    Vgl dazu: Theo Öhlinger, Bundesstaatsreform und Europäische Integration, in: Peter Pernthaler (Hg), Bundesstaatsreform als Instrument der Verwaltungsreform und des europäischen Föderalismus (1997) 48 ff.Google Scholar
  10. 584.
    Vgl dazu die berühmte Studie Hans Kelsens über den Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich: Die staatsrechtliche Durchführung des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich, ZÖR 6 (1927) 329 ff; Ferdinand O. Kopp, Föderalismus — demokratische Struktur für Deutschland und Europa, in: Stefan Bohr (Hg), Föderalismus (1992) 163 ff (179).Google Scholar
  11. 585.
    Peter Pernthaler, Bundesstaatsrecht, aaO 433 ff; Jens Woelk, Konfliktsregelung und Kooperation im italienischen und deutschen Verfassungsrecht (1999); derselbe, Südtirol im kooperativen Regionalismus in Italien, in: Joseph Marko et al, Die Verfassung, aaO 239 ff; vgl dazu auch die Ausführungen oben, I. 3 dieser Untersuchung.Google Scholar
  12. 586.
    Vgl etwa Art 23 d Abs 5 B-VG bzw Art 117 Abs 5 der italienischen Staatsverfassung mit Durchführungsgesetzen Nr 131/2003 und Nr 11/2005; Meinhard Hilf/ Torsten Stein/ Michael Schweizer/ Dietrich Schindler, Europäische Union: Gefahr oder Chance für den Föderalismus, VVDStRL 53 (1994) 8 ff; Rudolf Streinz, in: Michael Sachs (Hg), Grundgesetz, Kommentar (1996) 717 und die Ausführungen unter Punkt 3 dieses Kapitels.Google Scholar
  13. 587.
    Peter Pernthaler, Die Bundesstaatsreform aus der Sicht der Föderalismusforschung, in: derselbe (Hg), Bundesstaatsreform als Instrument der Verwaltungsreform und des europäischen Föderalismus (1997) 23; Christian Ranacher, Die Funktionen des Bundes, aaO.Google Scholar
  14. 588.
    Die Gründe für das Vordringen des kooperativen Föderalismus in USA und Österreich sind gegensätzlicher Natur: Während in den USA die Kooperation als Instrument zur überwindung der strikten Kompetenztrennung diente und so zentralisierend wirkte, war diese in Österreich das bedeutendste Instrument der Länder und wirkte in Richtung einer Stärkung ihrer rechtlichen und politischen Stellung; vgl dazu Peter Pernthaler, Allgemeine Staatslehre und Verfassungslehre (19962) 303 ff; derselbe, Raumordnung und Verfassung 3 (1990) 208 ff.Google Scholar
  15. 589.
    Grundlegend: Fritz W. Scharpf/ Bernd Reissert/ Fritz Schnabel, Politikverflechtung, 2 Bde (1976/77); Joachim J. Hesse, Politikverflechtung im föderativen Staat (1978); Fritz W. Scharpf, Die Politikverflechtungsfalle, PVS 1985, 323 ff; jetzt auch in: derselbe, Optionen des Föderalismus in Deutschland und Europa (1994) 11 ff; kritischabwägend: Klaus H. Goetz, Kooperation und Verflechtung im Bundesstaat, in: Rüdiger Voigt (Hg), Der kooperative Staat (1995) 145 ff.Google Scholar
  16. 590.
    VfSlg 12.505/1990; 12.784/1991; 14.168/1995.Google Scholar
  17. 591.
    Andreas Bieri, Vollzugsföderalismus (1979); Richard Novak, Ist ein „Vollzugsföderalismus“ noch föderalistisch?, in: Richard Novak/Berthold Sutter/Gernot D. Hasiba (Hg), Historische und aktuelle Probleme des Föderalismus in Österreich (1977) 27 ff; Christian Starck (Hg), Zusammenarbeit der Gliedstaaten im Bundesstaat (1988); Karl Weber, Macht im Schatten, ÖZP 1992, 405 ff.Google Scholar
  18. 592.
    Klaus Firlei, Föderalismus und Integration, in: Zukunfts-und Kulturwerkstätte (Hg), Designing Europa (1994) 125 ff; derselbe, Landesverfassungsreform in einem turbulenten Umfeld, in: Peter Pernthaler (Hg), Bundesstaatsreform als Instrument der Verwaltungsreform und des europäischen Föderalismus (1997) 84 ff; Klaus H. Goetz, Verwaltungswandel — ein analytisches Gerüst, in: Edgar Grande/Rainer Prätorius (Hg), Modernisierung des Staates? (1997) 177 ff.Google Scholar
  19. 593.
    Peter Pernthaler, EU-Mitgliedschaft, Bundesstaatsreform und Verwaltungsentlastung, ZÖR 53 (1998) 19 f.Google Scholar
  20. 594.
    Peter Pernthaler (Hg), Außenpolitik der Gliedstaaten und Regionen (1991); Ulrich Fastenrath, Kompetenzverteilung im Bereich der auswärtigen Gewalt (1986); Francesco Palermo, Die Außenbeziehungen der italienischen Regionen in rechtsvergleichender Sicht (1999).Google Scholar
  21. 595.
    Waldemar Hummer/ Sebastian Bohr, Die Rolle der Regionen im Europa der Zukunft, in: Peter Eisenmann/ Bernd Rill (Hg), Das Europa der Zukunft (1992) 65 ff, 86 f.Google Scholar
  22. 596.
    Siehe dazu die Hinweise bei Peter Pernthaler/ Irmgard Kathrein/ Karl Weber, Föderalismus, aaO 54 ff.Google Scholar
  23. 597.
    Vgl dazu Viktor von Malchus, Partnerschaft an europäischen Grenzen 1975.Google Scholar
  24. 598.
    Vgl dazu die sorgfältige Dokumentation bei Stefan Mayer, Regionale Europapolitik (2002) 77 ff.Google Scholar
  25. 599.
    Siehe vor allem die „Gemeinschaftscharta der Regionalisierung“, ABl 1988, C 326/296 und laufende Entschließungen über „die Beteiligung der Regionen am europäischen Aufbauwerk“ und am „Ausschuss der Regionen“; vgl dazu Peter Häberle, Der Regionalismus als werdendes Strukturprinzip des Verfassungsstaates und als europarechtliche Maxime, AÖR 1993, 1 ff (16 f).Google Scholar
  26. 600.
    Vgl zur bisherigen und zukünftigen Entwicklung der regionalen Dimension in der europäischen Integration sehr ausführlich Sylvia Pintarits, Macht, Demokratie und Regionen in Europa: Analysen und Szenarien der Integration und Desintegration (1996) insbesondere 87 ff sowie 332 ff.Google Scholar
  27. 601.
    Vgl Art 2 und 158–162 EGV und dazu Gabriele Tondl, Herausforderungen für die EG-Regionalpolitik in den neunziger Jahren, in: Stefan Griller (Hg), Auf dem Weg zur europäischen Wirtschafts-und Währungsunion (1993) 131 ff; Franz Riedinger, Struktur und Perspektiven der Regionalförderung (1993); Gerhard Strejcek/Michael Theil (Hg), Regionalisation in Österreich und in Europa (1996) 1 ff (9 ff).Google Scholar
  28. 602.
    Vgl dazu Waldemar Hummer, Das neue „Prinzip der Partnerschaft“ als Sonderform gemeinschaftlicher Subsidiarität, FS Schwind (1993) 269 ff.Google Scholar
  29. 603.
    Vgl die Mitteilung der Kommission in ABl 1990, C 215/4 und den Vorschlag der Kommission über eine Verordnung bezüglich der Schaffung eines Europäischen Verbundes für grenzüberschreitende Zusammenarbeit, KOM (2004) 496.Google Scholar
  30. 607.
    Vgl dazu Theo Öhlinger, Das Scheitern der Bundesstaatsreform, in: Andreas Khol et al (Hg), Österreichisches Jahrbuch für Politik 1994, 543 f; Peter Pernthaler/Gert Schernthanner, Bundesstaatsreform 1994, ebenda 572 ff.Google Scholar
  31. 608.
    Vgl dazu Josef Unterlechner, Die Mitwirkung der Länder am EU-Willensbildungsprozess (1997); Andreas Rosner, Koordinationsinstrumente der Österreichischen Länder (2000); Heinz Schäffer, Österreichs Beteiligung an der Willensbildung in der Europäischen Union, ZÖR 50 (1996) 3 ff; Karl Weber, Österreichs kooperativer Föderalismus auf dem Weg in die EU, in: FS Schambeck (1994) 1041 ff; Peter Bußjäger/Andreas Rosner, Mitwirken und Mitgestalten — Europa und die österreichischen Länder (2005).Google Scholar
  32. 609.
    Peter Pernthaler, Das Länderbeteiligungsverfahren an der europäischen Integration (1992) 68 f.Google Scholar
  33. 610.
    Bis 1. 12. 2005 gab es 62 „einheitliche Stellungnahmen der Länder“; diese sind lückenlos dokumentiert bei: Peter Bußjäger/ Andreas Rosner, Mitwirken und Gestalten, aaO 98 ff.Google Scholar
  34. 611.
    Vgl dazu Andreas Rosner, Zulässigkeit des Abweichens von einer einheitlichen Länderstellungnahme, in: Peter Bußjäger/ Andreas Rosner, Mitwirken und Mitgestalten, aaO 58 ff (62 ff).Google Scholar
  35. 612.
    Vgl Stefan Griller, Verfassungsfragen der österreichischen EU-Mitgliedschaft, ZfRV 1995, 89 ff (105 ff); Theo Öhlinger, in: Karl Korinek/Michael Holoubek (Hg), Österreichisches Bundesverfassungsrecht. Art 23 e B-VG, Rz 18 (1999).Google Scholar
  36. 614.
    Anna Gamper, Die Regionen mit Gesetzgebungshoheit (2004) 447 ff.Google Scholar
  37. 615.
    Roland Riz/ Esther Happacher Brezinka, Verfassungsrecht, aaO 315 f.Google Scholar
  38. 616.
    Vgl dagegen in Österreich die durch staatsrechtliche Vereinbarungen (Art 15 a B-VG) geregelten Verfahren der Mitwirkung der Länder an der europäischen Integration, BGBl 1992/775 und der gemeinsamen Willensbildung der Länder in Angelegenheiten der europäischen Integration, TiLGBl 1993/18.Google Scholar
  39. 617.
    Francesco Palermo/ Jens Woelk, Italien auf dem Weg zum Föderalismus: zwei Schritte vor und einer zurück?, in: Europäisches Zentrum für Föderalismusforschung — Jahrbuch des Föderalismus 2005, 388 ff, 394 f.Google Scholar
  40. 618.
    Peter Pernthaler, Der differenzierte Bundesstaat (1992) 3 ff.Google Scholar
  41. 619.
    Roberto Toniatti, Die Evolution der Südtiroler Sonderautonomie, aaO 74 ff.Google Scholar
  42. 620.
    Vgl dazu oben, IV. 6. und Gabriel N. Toggenburg, Europas Integration, aaO 462 ff.Google Scholar
  43. 621.
    Pariser Abkommen 1946 und Streitbeilegung 1992; siehe oben IV. 2. b und Peter Hilpold, Die völkerrechtliche Absicherung, aaO 44 ff.Google Scholar
  44. 622.
    Art 16 Abs 3 in Verbindung mit Art 11 Abs 8 des Gesetzes „Buttiglione“; vgl dagegen das kooperative Verfahren nach Art 8 der Durchführungsbestimmung DPR 526/1987.Google Scholar
  45. 623.
    Art 16 Gesetz „Buttiglione“; vgl dagegen Art 7 der Durchführungsbestimmung DPR 526/1987 „unbeschadet der Gesetze des Staates“.Google Scholar
  46. 624.
    Vgl dazu: Roland Riz/ Esther Happacher Brezinka, Verfassungsrecht, aaO 314 ff, 317.Google Scholar
  47. 626.
    Vgl etwa: Autonome Region Trentino-Südtirol (Hg), Europäische gemeinschaftliche Dimension und regionaler Kontext im Hinblick auf die Europäische Union (1994).Google Scholar
  48. 627.
    Wolfgang Burtscher, EG-Beitritt und Föderalismus (1990); Fritz Staudigl, Zur Rolle der österreichischen Länder im europäischen Integrationsprozess, ZÖR 46 (1993) 41 ff; Peter Pernthaler, Das Länderbeteiligungsverfahren an der europäischen Integration (1992); Michael Morass, Regionale Interessen auf dem Weg in die Europäische Union (1996).Google Scholar
  49. 628.
    Fried Esterbauer, Europäischer Regionalismus am Wendepunkt (1991); Peter Häberle, Der Regionalismus als werdendes Strukturprinzip des Verfassungsstaates und europarechtliche Maxime, Archiv des öffentlichen Rechts 1993, 1 ff; Gerhard Strejcek/Michael Theil (Hg); Regionalisation in Österreich und in Europa (1996); Stefan Wally/Martin Panosch, Europäischer Regionalismus, Journal für Rechtspolitik 1997, 178 ff; Peter Pernthaler, Konföderalismus und Regionalismus als Bewegungsgesetze der europäischen Integration, Journal für Rechtspolitik 1999, 58 ff.Google Scholar
  50. 629.
    Vgl dazu die Entwicklung in der „Arbeitsgemeinschaft Alpenländer“, dargestellt bei: Fried Esterbauer (Hg), Regionalismus (1978) 137 ff; Roland Riz, Euregio Alpina, in: Regionalismus in Europa (1991) 278 ff.Google Scholar
  51. 632.
    Gabriel N. Toggenburg, Europas Integration und Südtirols Autonomie, aaO 462 ff; Roland Riz/Esther Happacher Brezinka, Verfassungsrecht, aaO 249 ff.Google Scholar
  52. 633.
    Michael Sprenger, Transit-und Naturschutzpolitik, in: Ferdinand Karlhofer/ Anton Pelinka (Hg), Politik in Tirol (2004) 227 ff; Fritz Gurgiser, Tatort Brenner Bd 3 (2001).Google Scholar
  53. 634.
    Günter Herzig, Grundverkehrsrecht und europäisches Gemeinschaftsrecht, WBl 1999, 395 ff; Christian Schneider, Die „Konle“-Entscheidung des EuGH, ZfV 2000, 16 ff.Google Scholar
  54. 635.
    Max Preglau, Sozialstruktur und Sozialpolitik, in: Ferdinand Karlhofer/ Anton Pelinka, Politik in Tirol (2004) 187 ff (195 ff).Google Scholar
  55. 636.
    Heinz Laufer/ Thomas Fischer, Föderalismus als Strukturprinzip für die Europäische Union (1996); Waldemar Hummer, Subsidiarität und Föderalismus als Strukturprinzipien der Europäischen Gemeinschaften?, ZfRV 1992, 81 ff.Google Scholar
  56. 637.
    Peter Pernthaler, (Kon-)Föderalismus, aaO 49.Google Scholar
  57. 638.
    Heinz Schäffer, Europäische Integration und Föderalismus, ZSR 113 (1994) 155 ff; Stefan Huber/Peter Pernthaler, Föderalismus und Regionalismus in europäischer Perspektive (1988); Peter Pernthaler, Konföderalismus, aaO 58 ff.Google Scholar
  58. 639.
    Peter Pernthaler, Allgemeine Staatslehre, aaO 17 und 38 ff; Peter Saladin, Wozu noch Staaten (1995); Daniel Thürer, Perspektive Schweiz: Übergreifendes Verfassungsdenken als Herausforderung (1998) 211 ff, 228 ff.Google Scholar
  59. 640.
    Rat der Regionen Europas (1984); Versammlung der Regionen Europas (1987); Konferenz „Europa der Regionen“ (1989); Arbeitsgemeinschaft Europäischer Grenzregionen; Konferenz der Regionen mit Legislativkompetenzen ua; vgl dazu Stefan Mayer, Regionale Europapolitik (2002) 77 ff, 90 ff.Google Scholar
  60. 641.
    Vgl dazu die Hinweise bei Peter Pernthaler, Verfassungsentwicklung und Verfassungsreform, aaO 110 f; Karl Weber, Zwei-oder dreigliedriger Bundesstaat, in: FS Pernthaler (2005) 413 ff.Google Scholar
  61. 642.
    Vgl dazu Franz Borkenhagen, Europa der Regionen — Hintergründe und Potentiale, in: Hartmut Klatt (Hg), Das Europa der Regionen nach Maastricht. Analysen und Perspektiven (1995) 49 ff; Sylvia Pintarits, Macht, Demokratie und Regionen in Europa (1996) 87 ff.Google Scholar
  62. 643.
    Herbert Schambeck, Europäische Integration und Föderalismus, ÖJZ 1996, 527; Peter Pernthaler, Auswirkungen einer Mitgliedschaft Österreichs in der Europäischen Union auf die österreichischen Bundesländer, in: Waldemar Hummer, Die Europäische Union und Österreich (1994) 192.Google Scholar
  63. 644.
    Peter Pernthaler, Allgemeine Staatslehre, aaO 189 ff; Peter Bußjäger/Andreas Rosner, Mitwirken und Mitgestalten, aaO V.Google Scholar
  64. 645.
    Anwendungsorientierungen für das Subsidiaritätsprinzip versuchen das dem Vertrag von Amsterdam (1997) beigefügte „Protokoll Nr 30“ und die „Erklärung Nr 43“ zu geben; zur Bedeutung des Subsidiaritätsprinzips im europäischen (Kon)Föderalismus vgl Peter Pernthaler, (Kon-)Föderalismus, aaO 56 ff und die dort angeführten bibliographischen Hinweise.Google Scholar
  65. 646.
    Paul Sieberer, Rechtsfragen bei der Mitwirkung von Landesorganen auf EU-Ebene, Journal für Rechtspolitik 2001, 209 ff (217 f); Theo Öhlinger, in: Karl Korinek/Michael Holoubek (Hg), Bundesverfassungsrecht, Art 23 d B-VG, Rz 21 ff (1999).Google Scholar
  66. 647.
    Peter Bußjäger/ Andreas Rosner, Mitwirken und Gestalten, aaO 12 f.Google Scholar
  67. 648.
    Zum Verfahren vgl Art 5 Abs 7 des Gesetzes Nr 11/2005 („Buttiglione“) in Verbindung mit Art 5 des Gesetzes Nr 131/2003 („La Loggia“), das ausdrücklich für anwendbar erklärt wurde (Art 5 Abs 12).Google Scholar
  68. 649.
    Art 117 Abs 9 Staatsverfassung; Gesetz Nr 131/2003 („La Loggia“) Art 6.Google Scholar
  69. 650.
    So mit Recht: Roland Riz/ Esther Happacher Brezinka, Verfassungsrecht, aaO 316 und 318.Google Scholar
  70. 651.
    Rudolf Hrbek, Der Ausschu-Eine Zwischenbilanz zur Entwicklung der jüngsten EU-Institution und ihrer Arbeit, in: Europäisches Zentrum für Föderalismusforschung (Hg), Jahrbuch des Föderalismus 2000, 461 ff.Google Scholar
  71. 652.
    Die Bestimmungen über den Ausschuss der Regionen finden sich nicht unter dem Kapitel „Die Organe“ (Art 189–248), sondern in einem eigenen Kapitel (Art 263–265); vgl dazu Andreas Kiefer, Die österreichischen Länder und Gemeinden im Ausschuss der Regionen, in: Fritz Staudigl/ Renate Fischler, Die Teilnahme der Bundesländer am europäischen Integrationsprozess 1996, 39 ff.Google Scholar
  72. 653.
    Diese sind im EGV abschließend aufgezählt; vgl dazu Rudolf Streinz, Die Position der Regionen im institutionalen System der EU, in: Bayerischer Landtag (Hg), Die Regionen in der EU im Hinblick auf die bevorstehende Osterweitung (2002) 82 ff (93 ff); Thomas Wiedmann, Der Ausschuß der Regionen nach dem Vertag von Amsterdam, EuR 1999, 49 ff (57 ff); derselbe, in: Jürgen Schwarze, EU-Kommentar (2000) Art 263 EGV Rz 7 ff und 18 ff sowie Art 265 EGV.Google Scholar
  73. 654.
    Seit dem Vertrag von Nizza (2001) müssen die Mitglieder Mandatare einer Gebietskörperschaft oder zumindest dieser politisch verantwortlich sein.Google Scholar
  74. 655.
    Zur Mitgliederstruktur des Ausschusses der Regionen vgl Thomas Wiedmann, Ausschuß, aaO 81 ff; Rudolf Hrbek, Der Ausschuß, aaO 466 f, 473 f.Google Scholar
  75. 657.
    Vgl dazu Thomas Fischer, Lobbying und Kommunikation in der Europäischen Union (1997) 95 ff; Josef Unterlechner, Die Mitwirkung der Länder am EU-Willensbildungsprozess (1997) 85 ff; Fritz Staudigl, Die Rolle der Regionen aus der Perspektive (erfolgreichen) Lobbyings, in: Simon Laimer (Hg), Euregio — quo vadis (2006).Google Scholar
  76. 659.
    Vgl dazu die überaus positive Analyse bei Fritz Staudigl, Die Rolle der Regionen, aaO.Google Scholar
  77. 660.
    Georg Lienbacher, Regionalisation in der EU, in: Gerhard Strejcek/ Michael Theil (Hg) Regionalisation in Österreich und in Europa (1996) 48 ff.Google Scholar
  78. 661.
    René Frey, Regionalismus in der EU: politische Chancen und Hindernisse, in: Gerhard Strejcek/ Michael Theil (Hg), Regionalisation, aaO 28 ff.Google Scholar
  79. 663.
    Vgl dazu Peter Häberle, Der Regionalismus, aaO 35.Google Scholar
  80. 664.
    Vgl dazu Peter Bußjäger, Die österreichischen Länder und die EU — eine Bilanz in: Peter Bußjäger/ Andreas Rosner, Mitwirken und Gestalten, aaO 7 ff; Roberto Scarciglia, Unione europea e autonomie regionali. Prospettive per una Costituzione Europea (2003).Google Scholar
  81. 666.
    Peter Pernthaler, Österreichische Finanzverfassung (1984) 44 (mit Hinweisen). 667 Dieser Prozess, der durch die grenzregionale und europäische Zusammenarbeit von Gliedstaaten und Regionen, aber auch durch nationale Verfassungsentwicklung (besonders deutlich in Spanien, Italien und Großbritannien) in Gang gehalten wird, soll im Idealfall in Richtung eines „fföderalistischen Standards“ von Gliedstaaten und Regionen verlaufen; vgl dazu die folgenden Ausführungen im Text sowie die Hinweise unten Punkt I. 2. b) dieser Untersuchung; im selben Sinne Peter Häberle, Der Regionalismus als werdendes Strukturprinzip des Verfassungsstaates und als europarechtliche Maxime, AÖR 1993, 1 ff (16 f).Google Scholar
  82. 668.
    Ich halte — wie die eingangs (I. 2. b) dargestellte Begriffsbestimmung deutlich macht — in übereinstimmung mit der internationalen Föderalismustheorie an dieser Unterscheidung fest; anders die von der „Reinen Rechtslehre“ geprägte österreichische Linie der Bundesstaatstheorie, welche keinen Unterschied zwischen dezentralisierten Einheitsstaaten und Bundesstaaten kennt; vgl dazu Friedrich Koja, Der Bundesstaat als Rechtsbegriff, in: Ernst Hellbling/ Theo Mayer-Maly/ Herbert Miehsler (Hg), Theorie und Praxis des Bundesstaates (1974) 61 ff und Rudolf Thienel, Ein „komplexer“ oder ein normativer Bundesstaatsbegriff, ÖZÖR 42 (1991) 215 ff.Google Scholar
  83. 669.
    Walter Rudolf, Bundesstaat und Völkerrecht, ArchVR 27 (1989) 1 ff; Waldemar Hummer, Subsidiarität und Föderalismus als Strukturprinzipien der Europäischen Gemeinschaften?, ZfRV 1992, 81 ff; Michael Schweitzer, Europäische Union: Gefahr oder Chance für den Föderalismus in Deutschland, Österreich und der Schweiz?, VVDStRL 53 (1994) 48 ff (56 f).Google Scholar
  84. 670.
    Peter Pernthaler, Der differenzierte Bundesstaat (1992) 78; der Ausdruck „asymmetrischer Föderalismus“ ist im romanischen Sprachgebrauch üblich — vgl dazu die Sondernummer 47 (II) 1997 der Rivista Vasca de Administracion Publica, die als „Monográfico sobre Symetria y Asymetria en el estado de las Autonomias“ erschien; ferner Francesco Palermo, Federalismo asimmetrico e reforma della costituzione italiana, Le regioni XXV (1997) 291 ff.Google Scholar
  85. 671.
    Dies ist auch die Grundvorstellung von Peter Häberle, Der Regionalismus als werdendes Strukturprinzip des Verfassungsstaates und als europarechtliche Maxime, AÖR 1993, 1 ff (16 f).Google Scholar
  86. 672.
    Es sollte vielmehr — nach dem Muster der Europäischen Charta der lokalen Selbstverwaltung (BGBl 1988/357) — ein „Menü an regionalen Autonomieelementen“ geschaffen werden, aus dem die Staaten nach ihren historischen und nationalen Sonderentwicklungen die für sie passenden Elemente übernehmen können; so schon Peter Pernthaler, Föderale Perspektiven als Begrenzung von Eurozentralismus, DIF-Mitteilungen 4 (1994) 6 ff.Google Scholar
  87. 673.
    Eigene Gesetzgebungsbefugnisse haben in Europa — außer den Gliedstaaten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz — nur die Regionen Belgiens, Spaniens, Italiens (vor allem die mit Spezialstatut), Schottland und die autonomen Inseln der Kanaren (Spanien), Madeira und Azoren (Portugal) sowieÅland (Finnland); vgl zu diesem wesentlichen Unterscheidungsmerkmal regionaler Identität: Anna Gamper, Die Regionen mit Gesetzgebungshoheit (2004) 87 ff.Google Scholar
  88. 674.
    Die Madrider Rahmenkonvention wurde in Österreich in BGBl 1983/52 publiziert; das Zusatzprotokoll, das bereits seit 1995 zur Unterzeichnung aufliegt, ist von Österreich bis heute nicht ratifiziert worden; vgl dazu Renate Kicker, Eine Beurteilung aus völkerrechtlicher Sicht, in: Peter Pernthaler/ Sergio Ortino (Hg), Europaregion Tirol — Euregio Tirolo (1997) 71 ff (75f) und den Text des Zusatzprotokolls, ebenda 271 ff.Google Scholar
  89. 675.
    Siehe dazu den Entwurf einer Verordnung der Europäischen Kommission, KOM (2004) 496.Google Scholar
  90. 677.
    Modell hierfür könnte einerseits die theoretische Konstruktion Kelsens, Die staatsrechtliche Durchführung des Anschlusses Österreichs an das Deutsche Reich, ZÖR 6 (1927) 329 ff; sein; andererseits sollten auch praktisch die Ansätze eines „Drei-Ebenen-Föderalismus“ im Finanzausgleich oder im Konsultationsmechanismus bzw Stabilitätspakt Österreichs beachtet werden, wo Bund, Länder und Gemeinden prinzipiell koordinativ zusammenwirken; vgl dazu Peter Pernthaler, Österreichische Finanzverfassung (1984) 119 f; derselbe, Bundesstaatsrecht, aaO 418 ff; Johannes Hengstschläger, Der Finanzausgleich im Bundesstaat, in: Herbert Schambeck (Hg), Bundesstaat und Bundesrat in Österreich (1997) 181 ff (196 ff).Google Scholar
  91. 678.
    Theo Öhlinger, Unmittelbare Geltung und Vorrang des Gemeinschaftsrechts und die Auswirkungen auf das verfassungsrechtliche Rechtsschutzsystem, FS Rill (1995) 359 ff (361): „Gemeinschaftsrecht gilt in den Mitgliedstaaten nicht anders als Bundesrecht in den Teilstaaten (Ländern) eines Bundes gilt“.Google Scholar
  92. 679.
    Vgl dazu Peter Pernthaler, Konföderalismus, aaO 48 f und 63 f.Google Scholar
  93. 680.
    Vgl dazu sogar die heutige Position der Katholischen Kirche, in „Gaudium et spes“ — Pastoralkonstitution des Zeiten Vatikanischen Konzils 1965, Kapitel „Die Mitarbeit aller am öffentlichen Leben“; Peter Pernthaler, Allgemeine Staatslehre (19861) 224 f.Google Scholar
  94. 681.
    So im Prinzip auch Stefan Wally/ Martin Panosch, Europäischer Regionalismus, JRP 5 (1997) 190, 192 f; Sylvia Pintarits, Macht, Demokratie und Regionen in Europa: Analysen und Szenarien der Integration und Desintegration (1996) insbesondere 225 ff; Sergio Ortino, La sfida federalista nell’ era della globalizazione, Studi parlamentari e di politica costituzionale 29 (1998) 53 ff; Peter Pernthaler, Die Globalisierung als Herausforderung an eine moderne Staatslehre, FS Koja (1998) 69 ff (71, 79) ua.Google Scholar
  95. 682.
    Hervorragend analysiert diese Tendenzen Klaus Firlei, Föderalismus und Integration, in: Zukunfts-und Kulturwerkstätte (Hg), Designing Europa (1994) 125 ff; derselbe, Landesverfassungsreform in einem turbulenten Umfeld, in: Peter Pernthaler (Hg), Bundesstaatsreform als Instrument der Verwaltungsreform und des europäischen Föderalismus (1997) 84 ff; vgl dazu auch Peter Pernthaler, EU-Mitgliedschaft, Bundesstaatsreform und Verwaltungsentlastung, ZÖR 53 (1998) 19 f; Jürgen Franke, Die Regionalpolitik der Europäischen Gemeinschaft (1989); Peter Pernthaler/Barbara Prantl, Raumordnung in der europäischen Integration. Rechtliche und rechtspolitische Auswirkungen des EG-Rechts und der EG-Planungen auf die österreichische Raumordnung und ihre Organisation (1994) 314 ff; Markus Ott, Regionalmarketing, und Gerhard Strejcek, Reform der österreichischen Regionalpolitik, beide in: Gerhard Strejcek/Michael Theil (Hg), Regionalisation in Österreich und Europa (1996) 68 ff und 86 ff.Google Scholar
  96. 684.
    Vgl dazu die vom Ständigen Sekretariat der Alpenkonvention (Innsbruck-Bozen) herausgegebenen Publikationen, insbesondere: Das Mehrjährige Arbeitsprogramm 2005–2010; Alpenkonvention konkret. Ziele und Umsetzung (Alpensignale 2); Grenzübergreifenderökologischer Verbund. Netzwerk Alpiner Schutzgebiete (Alpensignale 3); sowie: Österreichischer Alpenverein (Hg), Die Alpenkonvention-Markierungen für ihre Umsetzung. Alpine Raumordnung Nr 24 (2004).Google Scholar
  97. 685.
    Vgl dazu: Lebensministerium/ Österreich (Hg), Sozioökonomische Dimension der Alpenkonvention unter besonderer Berücksichtigung der Alpenstädte (2005) mit Beiträgen von Ettore Bonazza, Werner Bätzig ua zum Thema „Bevölkerung und Kultur“.Google Scholar
  98. 688.
    Zum ersten Mal vorgestellt wurde dieses Konzept in: Südtiroler Schützenbund (Hg), Sigmundskron. Demonstration für Selbstbestimmung (1997) 35 ff.Google Scholar

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