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Vergleichende Erörterung und Zusammenfassung

  • Fritz Jaeger
Chapter
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Part of the Denkschriften der Schweizerischen Naturforschenden Gesellschaft / Mémoires de la Société Helvétique des Sciences Naturelles book series (DSANW, volume 76)

Zusammenfassung

Der Verbreitung des Ackerbaus auf der Erde sind Grenzen gesetzt aus physischen und kulturellen Ursachen. Ackerbau kann nur vorhanden sein wo 1. die anzubauenden Pflanzen ihre Lebensbedingungen finden und 2. Menschen wohnen, die diese Pflanzen anbauen. Die physischen Faktoren, die die Ausbreitung der Kulturpflanzen bestimmen und ihnen biologische Grenzen setzen, sind Klima, Boden (aus deren Zusammenspiel sich auch das Vorhandensein von Wasser ergibt) und die organische Welt. Von der Art der angebauten Pflanzen selbst, aber auch von Schädlingen, hängt die Verbreitung der Kulturpflanzen ab. Auch die Anbautechnik, die Regulierung der physischen Bedingungen durch den Menschen, ist für die biologischen Grenzen des Anbaus massgebend. Kulturelle Grenzen des Anbaus entstehen, wo der Mensch trotz biologischer Möglichkeit keinen Anbau treibt. Unbewohnte Gebiete oder solche, die nur von Primitiv Völkern auf der Stufe des Sammler- und Jägerlebens bewohnt sind, haben keinen Ackerbau, auch wenn er biologisch möglich wäre. So entstehen Besiedelungsgrenzen (Kalahari, Ostafrika S. 22) oder Kulturstufengrenzen des Anbaus (Amazonischer Urwald). Dabei können recht verschiedene Gründe, wie Mangel an Trinkwasser, Krankheiten, Kriege und Raubzüge die mangelnde Besiedelung veranlassen. In manchen Gegenden lohnt der Anbau nicht, auch wenn er biologisch möglich wäre. Das ist in der Nähe seiner biologischen Grenze oder in entlegenen Gegenden besonders dann der Fall, wenn nicht die eigne Nahrung gewonnen, sondern die Erzeugnisse verkauft und nach andern Gegenden ausgeführt werden sollen. Schwer zugängliche Gebiete schliessen Weltmarktkulturen aus. Dann entstehen wirtschaftliche Anbaugrenzen (S. 14).

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© Springer Basel AG 1946

Authors and Affiliations

  • Fritz Jaeger
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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