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Zusammenfassung

Die grundlegende geographische Wichtigkeit des Ackerbaus bedarf keiner Betonung. Nur wo der Mensch durch Ackerbau seine Nahrung gewinnen kann, da ist eine stärkere Nahrungserzeugung, eine dichtere Bevölkung, eine geschlossene Kulturlandschaft möglich. Wohl kann der Mensch auch ausserhalb der Ackerbaugebiete leben, sei es durch nomadisierende Viehzucht oder rein aneignende Wirtschaftsformen wie Sammeln, Jagd, Fischerei, sei es an wichtigen Punkten in Bergbau- oder Verkehrssiedelungen, denen ihre Nahrung aus entfernten Gebieten geliefert werden muss. Aber da handelt es sich immer nur um wenige Menschen. Die Bevölkerungsdichte bleibt in Ländern ohne Ackerbau, die wir als Kümmergebiete bezeichnen wollen, stets unter 1 Einwohner/km2, ja meist weit darunter. Eine Kulturlandschaft kann hier nicht entstehen, ausser an vereinzelten Punkten, an Bergbau- oder Verkehrssiedelungen.

Copyright information

© Springer Basel AG 1946

Authors and Affiliations

  • Fritz Jaeger
    • 1
  1. 1.BaselSchweiz

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