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Radiogalaxien und Quasare: Eine Zusammenfassung

  • Gerrit L. Verschuur
Chapter

Zusammenfassung

Die neueren Beobachtungen der Detailstrukturen von Radioquellen und ihrer Jets haben unsere Vorstellungen über die Natur der Objekte entscheidend vorangebracht. Die ausgedehnten Emissionsgebiete werden offenbar von diesen Jets zur Strahlung angeregt, die ihrerseits ihren Ursprung in der Umgebung eines Schwarzen Loches im Zentrum der jeweiligen Galaxie nehmen (weitere Radiokarten solcher Jetstrukturen sind in den Abbildungen 5.1 bis 5.4 wiedergegeben). Trotzdem bleiben zwei Probleme, die für das Verständnis der Energieversorgung entscheidend sind: Zum einen stellt sich die Frage, wie Jets und Radioemissionsgebiete trotz ihrer großen Entfernung zur zentralen Energieschleuder über etliche Zehnmillionen Jahre hindurch weiterhin Radiostrahlung freisetzen. Weil die Materie sich innerhalb der Jets ziemlich langsam bewegt und dabei eine Strecke von bis zu einer Million Lichtjahren zurücklegen muß, wissen wir, daß die Teilchen über einen entsprechend langen Zeitraum «aktiv» bleiben und strahlen müssen. Wir kennen jedoch keinen Mechanismus, der ihnen am Anfang ihrer langen Reise so viel Energie mitgeben kann, daß sie auch am Ende noch genügend davon übrigbehalten. Schließlich verlieren sie durch die Radiostrahlung selbst ständig Energie und sollten so irgendwann «verblassen». Zum anderen wissen wir, daß Quellen wie Cygnus A weit mehr Energie in ihren Strahlungsbereichen freisetzen, als ihnen selbst durch eine hypothetische Explosion im Kern, an der Millionen von Sternen beteiligt wären, übermittelt werden könnte.

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© Springer Basel AG 1988

Authors and Affiliations

  • Gerrit L. Verschuur

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