Advertisement

Die Schauspieler

Chapter
  • 47 Downloads

Zusammenfassung

Neben der Übertragung durch Maurice Valency und der Inszenierung Peter Brooks war die schauspielerische Leistung, besonders des führenden Paares, der dritte Pfeiler, der das Unternehmen der Alten Dame am Broadway trug, ja der persönliche Triumph für Alfred Lunt und Lynn Fontanne half ganz entscheidend mit, das Stück des noch wenig bekannten Dürrenmatt in New York zum Erfolg zu bringen.1 Peter Brook hat denn auch wiederholt betont, dass er ohne die Stütze dieser beiden erfahrenen Schauspieler das Wagnis der Alten Dame kaum eingegangen wäre. Es mag zunächst verwundern, dass sich in Alter und beruflicher Erfahrung so verschiedenartige Künstler wie Brook und Lunt-Fontanne zur Zusammenarbeit fanden. Trotz dieser Verschiedenheit gab es jedoch zwei wichtige Punkte, die einen Brückenschlag als selbstverständlich erscheinen Hessen. Der erste Punkt betraf die natürliche Anziehungskraft von Gegensätzen. Alfred Lunt und Lynn Fontanne waren Traditionalisten im besten Sinne des Wortes. Als Schauspieler der älteren Generation konnten sie auf eine jahrzehntelange Erprobung aller darstellerischen Mittel bauen.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Anmerkungen

  1. 1.
    Wie stark die Lunts als eigentliche Zugpferde des ganzen Unternehmens wirkten, zeigt schon die typographische Aufmachung der Zeitungsinserate. In allen Fällen erschien dabei der Name des bekannten Schauspielerpaares in den verhältnismässig grössten Blockbuchstaben, meist gefolgt vom Stücktitel, vom Regisseur und erst dann vom Autor.Google Scholar
  2. 2.
    Zu dieser gegenseitigen Achtung siehe besonders Randolph Goodman, op. cit., p. 405.Google Scholar
  3. 3.
    Wie sehr die Produzenten den Klang bekannter Namen auszunützen verstanden, zeigt der Bericht in der «New York Times» vomGoogle Scholar
  4. 6.
    Mai 1958, p. 40, liber den glanzvollen Empfang nach der Premiere im grossen Ballsaal des Hotels Astor.Google Scholar
  5. 4.
    Zwei Bücher zu den Lunts erweisen sich als besonders hilfreich: George Freedley, The Lunts, New York 1958, und Maurice Zolo-tow, Stagestruck: The Romance of Alfred Lunt and Lynn Fontanne, New York 1965. Siehe auch die Eintragungen in der Bibliographie.Google Scholar
  6. 5.
    Vgl. hierzu Noël Cowards Autobiographien Present Indicative, New York 1937, passim, und Future Indefinite, New York 1954, passim.Google Scholar
  7. 6.
    Wie sehr sich gerade hierin Alfred Lunt von seinem gewohnten Rollenfach entfernt hatte, beschreibt Maurice Zolotow in op.cit., p.264f.Google Scholar
  8. 7.
    Zu dieser unermüdlichen Arbeit, dem geduldigen Feilen an Kleinigkeiten, siehe J.C. Trewin, op.cit., p. 107.Google Scholar
  9. 8.
    «The master of wordless eloquence» hat ihn denn auch Brooks Atkinson in der Rezension der «New York Times» vom 18. Mai 1958, II, 1, genannt.Google Scholar
  10. 9.
    Zur Leistung Alfred Lunts als krönender Abschluss seiner Laufbahn, siehe Brooks Atkinson in «New York Times» vom 6. Mai 1958, p. 40.Google Scholar
  11. 10.
    Siehe hierzu Lynn Fontannes Äusserung in «Vogue», August 1958, p.78.Google Scholar
  12. 11.
    Dürrenmatt selber hat die Überzeugungskraft dieses gestischen Details wiederholt lobend erwähnt.Google Scholar
  13. 12.
    Siehe hierzu Randolph Goodman, op. cit., p.416ff.Google Scholar
  14. 13.
    Zu dieser uneigennützigen Art des Paares siehe die Rezension in «Variety» vom 24. September 1958, p.61, mit der Bemerkung: “Nothing they do ever says, ‘Look at us for we are the stars’.”Google Scholar
  15. 14.
    Dass fast alle Rezensionen, in einer für den Broadway unüblichen Art, neben den Haupt- und Nebenrollen auch die kleinen Rollen besprachen, zeugt von der wohlabgewogenen Ensemblewirkung, die Peter Brook angestrebt und erreicht hatte.Google Scholar
  16. 15.
    «The stuff of which imperishable theatrical memories are formed», nannte die Rezension in «Variety», 24. September 1958, p. 61, die schauspielerische Leistung in der Alten Dame am Broadway.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1976

Authors and Affiliations

There are no affiliations available

Personalised recommendations