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Voraussetzungen

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Zusammenfassung

Wie lässt sich nun dieser triumphale Erfolg der Alten Dame in New York erklären? Was waren die Voraussetzungen, wer waren die treibenden Kräfte, die den Namen Dürrenmatt schlagartig und mit langanhaltender Wirkung dem Bewusstsein des amerikanischen Theaterpublikums einprägten? Der wohl entscheidende Grund war das fast ideale Zusammenspiel all der an einer Aufführung Beteiligten. Es handelte sich dabei um ein Einverständnis zwischen Autor, Übersetzer, Regisseur, Schauspieler, Bühnen- und Kostümbildner, der technischen Mannschaft und dem administrativen Stab, das weit über das persönliche Mass hinausging. Was alle Beteiligten verband, war nicht nur das Vertrauen in ein Stück, sondern auch das Bewusstsein, gemeinsam an einem Wagnis teilzuhaben. Denn ein Wagnis war die Auffuhrung der Alten Dame am Broadway in der Tat, und dies aus einer ganzen Reihe von Gründen. Zunächst einmal war es eine Aufführung am Broadway, an der Hauptader des New Yorker Theaters, ja am Kernpunkt des nordamerikanischen Theaters schlechthin.1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Die Literatur über den Broadway ist besonders nach dem zweiten Weltkrieg gewaltig angeschwollen und wächst stetig weiter. Während sich die meisten Bücher einer unkritischen Legendenbildung hingeben, vermitteln einige wenige ein genaueres Bild dieses einzigartigen Phänomens. Ganz besonders aufschlussreich ist in dieser Hinsicht William Goldman, The Season: A Candid Look at Broadway, New York 1969. Siehe aber auch die in der Bibliographie angeführten Titel.Google Scholar
  2. 2.
    Über die finanzielle Struktur des Broadway und die geschäftlichen Risiken einer Aufführung unterrichten William J. Baumol und William G. Bowen in Performing Arts — The Economic Dilemma, New York 1966.Google Scholar
  3. 3.
    Siehe hierzu besonders die aus soziologischer Sicht unternommene Aufgliederung des Broadway-Publikums in Baumol und Bowen, op.cit., p.71ff.Google Scholar
  4. 4.
    Der Kritiker als Meinungsmacher, ja als Tyrann ist ein immer wieder aufgegriffenes Thema in der Literatur über den Broadway. Siehe hierzu besonders aus dem Blickwinkel des Kritikers selbst Brooks Atkinson, Broadway, New York 1970, passim.Google Scholar
  5. 5.
    Ein Blick auf den Spielplan Anfang Mai 1958 mag diesen Wettkampf erläutern. Von den an der Hauptader gelegenen Theatern widmeten sich über 90% deutlich der leichten Unterhaltung. Vgl. hierzu die statistische Zusammenstellung in «Variety», 28. Mai 1958, p.l.Google Scholar
  6. 6.
    Ein Kritiker nannte The Visit «one of the bitterest dramas ever seen on Broadway», das den gängigen Erwartungen des Publikums zuwiderlaufe. In «Life» vom 2. Juni 1958, p.92.Google Scholar
  7. 7.
    Der europäische Erfolg der Alten Dame wurde in der amerikanischen Journalistik immer wieder propagandistisch ausgemünzt. Siehe hierzu «Time», 19. Mai 1958, p.83, mit einer Aufführungsstatistik auf deutschen Bühnen.Google Scholar
  8. 8.
    Aus der reichen Literatur über Peter Brook sei hier besonders auf die sorgfältige Studie von J. C. Trewin, Peter Brook: A Biography, London 1971, hingewiesen. Über weiteres Material, besonders im Zusammenhang mit der Alten Dame in New York, siehe Bibliographie.Google Scholar
  9. 9.
    Zu dieser Taktik siehe besonders William Goldman, op.cit., p. 185ff.Google Scholar
  10. 10.
    Vgl. hierzu ibid., p. 339ff.Google Scholar
  11. 11.
    Besonders aufschlussreich in diesem Zusammenhang ist ein Gespräch mit Barry Hyams in Randolph Goodman, op.cit., p.419ff.Google Scholar
  12. 12.
    Die Kampagne stand damit in einem merklichen Gegensatz zu den propagandistischen Bemühungen um den Mississippi, bei denen Maximilian Slater wegen der knappen finanziellen Mittel die Hände gebunden waren.Google Scholar
  13. 13.
    Für eine Illustration des neuen Theaters siehe Mary C. Henderson, The City and the Theatre, New York 1973, p.251.Google Scholar
  14. 14.
    Über die glanzvolle gesellschaftliche Seite der Premiere und den anschliessenden Empfang berichteten fast alle Zeitungen, viele davon mit Photographien. Siehe hierzu die Eintragungen in der Bibliographie.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1976

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