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Das deutsche und österreichische Drama in den USA

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Zusammenfassung

Die Kulturgeschichte des jungen amerikanischen Kontinentes lässt sich ohne das komplexe Netz der Wechselbeziehungen mit Europa kaum vorstellen. Zwischen dem erwachenden, noch unerfahrenen und aufnahmegierigen Riesen und der Jahrtausende alten, geschichtsintensiven Tradition Europas bildeten sich, oft zögernd, oft stürmisch, Querverbindungen in allen Sparten der Künste.1 So wie im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts die Italienreise zum Bildungserlebnis der vermögenden Schicht gehörte, so pilgerten im 18. und besonders im 19. Jahrhundert massgebende Amerikaner nach Europa, von wo sie oft weitwirkende Impulse in ihre Heimat zurückbrachten.2 Oft blieben zwar die Übertragungen ausser-amerikanischen Kulturgutes Fremdkörper, Splitter in einer abweisenden Umwelt. Doch wenn der Impuls kräftig genug war, setzte er sich formend im amerikanischen Bewusstsein durch.

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Anmerkungen

  1. 1.
    Über die frühen Wechselbeziehungen im Bereich des Theaters unterrichtet eindrücklich Barnard Hewitt in Theatre USA, New York 1959, besonders Kapitel I «The Original Pioneers».Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. hierzu etwa G.B. Wilson, A History of American Acting, Indiana University Press, 1966, p. 19ff., wo der Einfluss der europäischen Schauspielkunst auf die junge amerikanische Tradition untersucht wird.Google Scholar
  3. 3.
    Siehe hierzu besonders Hugh F. Rankin, The Theatre in Colonial America, The University of North Carolina Press, 1965, passim.Google Scholar
  4. 4.
    Den besten Überblick über den deutschen Anteil am amerikanischen Repertoire vermittelt Peter Bauland in The Hooded Eagle, Syracuse University Press, 1968.Google Scholar
  5. 5.
    Zu William Dunlaps eigentümlicher Vorliebe für das deutsche Melodrama siehe Barnard Hewitt, op.cit., p.53ff.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. hierzu Glenn Hughes, A History of the American Theatre, New York 1951, p.91ff.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe hierzu Edith Cappel, The Reception of Gerhart Hauptmann in the United States, Columbia University Press, 1953.Google Scholar
  8. 8.
    Zu diesen Schwierigkeiten mit der amerikanischen Zensur siehe Peter Bauland, op.cit., p.5ff.Google Scholar
  9. 9.
    Über das besonders interessante Abhängigkeitsverhältnis des jungen Eugene O’Neill zum Drama des deutschen Expressionismus unterrichtet Clara Blackburn in «Continental Influences on O’Neill’s Expressionistic Dramas», American Literature, Bd.XIII, Mai 1941, p. 109ff.Google Scholar
  10. 10.
    Siehe hierzu die Zahlen in Peter Bauland, op.cit., p. 145ff., wo der stufenweise Abbau deutlich wird.Google Scholar
  11. 11.
    Ein besonders eindrückliches Bild vom deutschen Exiltheater in den USA vermittelt die auf reicher Quellenkenntnis fussende Studie von Hans C. Wächter, Theater im Exil, München 1973, p. 130ff.Google Scholar
  12. 12.
    Siehe hierzu besonders Lee Baxandall, «Brecht in America», in The Drama Review, Bd. 12, N. 1, 1967, p.69ff.Google Scholar
  13. 13.
    Über das selbst heute noch nicht ganz entkrampfte Verhältnis der Amerikaner zu Brecht berichtet James K. Lyon in «Behind the Brecht Conference», Canadian Theatre Review, Nr. 6, 1975, p. 126ff.Google Scholar
  14. 14.
    Siehe hierzu etwa Henry A. Pochmann, German Culture in America, 1600–1900, University of Wisconsin Press, 1957.Google Scholar
  15. 15.
    Nur indirekt, über die Figur Thornton Wilders, hat Nestroy einen Zugang zur amerikanischen Bühne gefunden. Zu diesem Brückenschlag siehe Peter Bauland, op.cit., p. 136.Google Scholar
  16. 16.
    ibid., p. 33.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1976

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