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Ziel und Methode

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Zusammenfassung

Zu den interessantesten und doch noch wenig erforschten Gebieten der Theatergeschichte gehören die mannigfaltigen Querverbindungen, die sich zwischen den Traditionen verschiedener Kulturkreise bilden. Dieser Prozess der gegenseitigen Einflussnahmen ist ein zutiefst dynamischer, in dem gebende wie nehmende Kräfte das Theater als lebendigen Organismus vital erhalten. Ob nun in einem diachronen oder synchronen Zeitverhältnis betrachtet: Theater offenbart sich einmal mehr als eine internationale Kunst, in der das Aufnehmen, Verarbeiten und Rückwirken fremder Impulse, das Wirkungsspiel kultureller Kräfte, entscheidend zur theatralischen Vielfalt beiträgt.1

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Anmerkungen

  1. 1.
    Wohl keine Publikation der modernen Theaterwissenschaft hat ein vorbildlicheres Zeugnis von diesem Wechselspiel abgelegt, als die von Denis Bablet und Jean Jacquot herausgegebene Serie Les Voies de la Création Théâtrale, Paris 1970ff., die sich zumindest in einem ihrer Bände mit der schweizerischen Nachkriegsdramatik beschäftigt: Andorra von Max Frisch in Bd. 2, 1970, p. 113ff.Google Scholar
  2. 2.
    Die Eintragungen in amerikanischen Drama- und Theaterhandbüchern sind dafür ein Indiz. Die Alte Dame ist in fast allen Fällen das erstgenannte, in vielen Fällen das einzig genannte Beispiel schweizerischer Nachkriegsdramatik.Google Scholar
  3. 3.
    Siehe hierzu die Ausführungen von Armin Arnold in Friedrich Dürrenmatt, New York 1972, p.41f., mit dem Hinweis auf Schillers Wilhelm Tell. Google Scholar
  4. 4.
    Siehe hierzu etwa den Aufsatz von Felix P. Ingold «Dürrenmatt im Spiegel der sowjetischen Kritik», in «Die Tat», 3. Dezember 1965, Nr. 285.Google Scholar
  5. 5.
    Die wöchentlichen Eintragungen in «Variety», dem amerikanischen Handelsblatt der darstellenden Künste, geben einen genauen Einblick in den geschäftlichen Erfolg von Dürrenmatts Stück am Broadway über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Siehe hierzu besonders die Ausgaben vom 14., 21., 28. Mai und 4. Juni 1958.Google Scholar
  6. 6.
    Wie gross die Strahlkraft der New Yorker Aufführung von 1958 war, beweist die Tatsache, dass selbst ein so eigenwilliger jüngerer Regisseur wie Francis Ford Coppola sich von ihr leiten liess, als er die Vertonung durch Gottfried von Einem für das Opernhaus in San Francisco inszenierte. Siehe hierzu «Saturday Review», 2. Dezember 1972,p.56ff.Google Scholar
  7. 7.
    Einen faszinierenden, wenn auch sehr fragmentarischen Ansatz vom Bildlichen her bietet Das Atlantisbuch des Theaters, hg. von Martin Hürlimann, Zürich 1966, p.912, mit Material einer Aufführung der Alten Dame in Tokio.Google Scholar
  8. 8.
    Murray B. Peppard hat in seiner Studie Friedrich Dürrenmatt, New York 1969, p.52ff. die verschiedenen Ströme der amerikanischen Interpretation zur Alten Dame charakterisiert und gewertet. Seine Ausführungen nehmen dabei den Charakter eines eigentlichen Forschungsberichtes an.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1976

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