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Den Stein befrage

Die Zeit der materiellen Welt
  • J. T. Fraser
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Zusammenfassung

Die Kunst des Gesprächs mit dem Stein heißt Physik. Das Fragen und Antworten in diesem Gespräch heißt Experiment. Gewöhnlich dreht sich die Unterhaltung um Größe, Temperatur, Dichte, Bewegung, Ursache und Wirkung und das Wesen von Raum und Zeit in der Physik. Die Sprache ist die Mathematik.

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Literatur

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    Wenn Sie mit der Geschwindigkeit eines Autos (100 km/h) laufen könnten, wäre v/c = 0,000 000 009, bei der Geschwindigkeit einer fliegenden Gewehrkugel (1 km/s) gilt in bezug auf die Gewehrkugel v/c = 0,000003. Als Mitreisender auf der Erde, die sich in bezug auf die mittlere Bewegung aller anderen Himmelskörper des Milchstraßensystems mit 30 km/s bewegt, beträgt v/c in bezug auf diese mittlere Bewegung 0,0001.Google Scholar
  4. 4.
    Laß mich in einem Haus an der Straße wohnen, wo Menschen vorbeigehen -gute Menschen und schlechte Menschen, die so gut und schlecht sind wie ich.Google Scholar
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    Vielleicht mag der Leser, bevor er weiterliest, sich die verschiedenen Ebenen der Zeitlichkeiten ins Gedächtnis rufen, die am Anfang von Kapitel 3 erläutert werden, und sich an das Bild des Pfeils erinnern, der Kopf und Schwanz verliert, dann in Stücke zerbricht und schließlich verschwindet. Die Form der Zeit, in der sie „schließlich verschwindet“, ist die Azeitlichkeit der elektromagnetischen Strahlung.Google Scholar
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    Die Lorentztransformationen besagen, wir wiederholen es hier, nichts darüber, was wir unter der Zeit verstehen sollen. Sie geben uns nur Regeln für die Umwandlung von Zeitangaben eines Bezugssystems in die eines anderen, das sich relativ zu diesem gleichförmig bewegt. Aus ihnen läßt sich nicht ableiten, was unter Gegenwart, Vergangenheit und dem Lauf der Zeit verstanden werden soll. Die Lage ist etwa so, als ob man die Wechselkurse aller Weltwährungen kennt, aber nichts über ihre Kaufkraft weiß, oder, noch schlimmer, nicht weiß, was mit Währung gemeint ist.Google Scholar
  9. 9.
    In Einsteins Arbeit führt die Überlegung von 1. der Frage nach der Bedeutung der Gleichzeitigkeit in der Entfernung zu 2. der bevorzugten Stellung der Lichtgeschwindigkeit. Diese beiden Themen — die Notwendigkeit, die Bedeutung der Gleichzeitigkeit entfernter Ereignisse und die von c als Grenzgeschwindigkeit zu überprüfen — sind zwei Seiten ein und derselben Münze: als Bezugssystem für die Gesetze der Bewegung wird die absolute Ruhe durch absolute Bewegung ersetzt.Google Scholar
  10. 10.
    Der Fachmann erkennt in dieser Aussage den Ergodensatz wieder: Für dynamische Systeme verschiedener, aber ununterscheidbarer Teilchen sind der Mittelwert über die Teilchen und der Zeitmittelwert für ein Teilchen gleich.Google Scholar
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    Diese Forderungen erinnern an die Gedanken von Nikolaus von Kues, dem deutschen Kardinal und Mathematiker des fünfzehnten Jahrhunderts, der mehr aus metaphysischen denn aus dem, was wir heute wissenschaftliche Gründe nennen würden, behauptete, die Welt müsse beides, endlich und unendlich sein. Wie ich weiter oben (Kapitel 1, im Abschnitt „Gedanken über die Zeit“) bemerkte, sah er die moderne physikalische Kosmologie nicht voraus. Wir werden hier Zeugen eines Beispiels von Variationen über ein Thema menschlichen Denkens — dem Umgang mit Gedanken über Endlichkeit und Unendlichkeit -, an dem aufgrund der neurologischen Organisation des Gehirns und der Konditionierung durch die Gesellschaft alle Menschen teilhaben.Google Scholar
  14. 14.
    Für diejenigen, die mit den Hauptzügen der Physik des Urknalls vertraut sind, gibt Anhang 2 die Gründe, warum ich den Anfangszustand des Weltalls für azeitlich halte.Google Scholar
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    Die Entropie wird nicht auf einer Skala mit festem Bezugspunkt gemessen, wie zum Beispiel die Temperatur. Die Entropie wird vielmehr nur durch die Veränderung ihrer Größe gemessen. Sie kann um einen bestimmten Betrag zu- oder abnehmen. Die Entropieänderung AS gleicht dem Verhältnis der Zunahme an gebundener Energie AQ zur absoluten Temperatur T, AS = AQ/T.Google Scholar
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Copyright information

© Springer Basel AG 1988

Authors and Affiliations

  • J. T. Fraser

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