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Wem gehören dort?

Die Zeit des Lebens, des Geistes und der Gesellschaft
  • J. T. Fraser
Chapter
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Zusammenfassung

Die beiden vorangehenden Kapitel haben deutlich gemacht, daß „die Zeit, des Weltlaufs Zeugin“, oft erörtert und klug berechnet worden ist. Dieses und das folgende Kapitel legen Zeugnis ab vom Zeitbegriff der Natur- und Geisteswissenschaften unserer Tage.

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Literatur

  1. 1.
    Mit der Noozeitlichkeit oder der noetischen Zeit sind wir schon vertraut. Die Biozeitlichkeit (die zeitliche Welt lebender Organismen) und die Soziozeitlichkeit (die zeitliche Welt eines zeitkompakten Globus) werden später in diesem Kapitel eingeführt.Google Scholar
  2. 2.
    Meyers großes Taschenlexikon, Mannheim/Wien/Zürich, 1987.Google Scholar
  3. 3.
    Sommer ist ins Land gekommen! Singe laut, Kuckuck! Saat wird grün und Blumen blühn, der Wald belaubt im Nu. Sing, Kuckuck!Google Scholar
  4. 4.
    Eine Bemerkung zu diesen Abkürzungen. Zwar verwendet dieses Buch keine Mathematik, aber sehr große und sehr kleine Zahlen lassen sich nicht vermeiden. Wenn ich dem Leser mitteilen wollte, mit welcher Frequenz die Moleküle in der Haut schwingen, während sie auf ultraviolettes Licht reagieren, könnte ich die Zahl 10 000 000 000 000 000 Hz angeben (Hz ist die Abkürzung für Hertz; es bedeutet die Zahl der Umdrehungen pro Sekunde und wurde zu Ehren von Heinrich Hertz, dem Erfinder des Rundfunks, so genannt). Aber diese vielen Nullen langweilen. Ich könnteGoogle Scholar
  5. im Lexikon nachschauen und sagen, daß sie in einer Sekunde zehntrillionenmal schwingen. Aber das ist Augenwischerei, denn kaum jemand weiß, was das bedeutet. Deshalb benutze ich die mathematische Schreibweise für Zehnerpotenzen. In diesem Fall ist es die Zahl 1016; dies Symbol steht für eine 1 mit sechzehn Nullen. 101776 bedeutet die Zahl, die aus einer 1 und 1776 Nullen besteht. Sehr kleine Zahlen werden durch negative Potenzen beschrieben. So ist zum Beispiel 0,000000001 die Zahl 10-9, die Zahl 1 steht dabei an der neunten Stelle nach dem Komma.Google Scholar
  6. 5.
    Der Achselschweiß einer Frau wurde regelmäßig an die Lippen anderer Frauen gebracht.Google Scholar
  7. 6.
    In einer Sekunde gibt es 1016 Zyklen oder 10000000000000000 Wellen. Es folgt, daß die Länge jedes Zyklus 1/10000000000000000 Sekunden oder 0,000 000 000 000 000 1 Sekunde beträgt, was wir in der weiter oben eingeführten mathematischen Schreibweise als 10~16 Sekunden schreiben.Google Scholar
  8. 7.
    Pracht ist für Schwäne, was für Löwen eine Höhle und für Vögel ein Schwärm ist.Google Scholar
  9. 8.
    Darwin, Leben und Briefe, Bd. III, hg. von Francis Darwin, Stuttgart 1887, S.17, Fußnote 21.Google Scholar
  10. 9.
    Der Begriff Umwelt wurde zu Beginn dieses Kapitels eingeführt. Eine Definition findet sich auch im Glossar.Google Scholar
  11. 10.
    So entspricht zum Beispiel dem deutschen Wort „Geist“ wohl am besten das englische mind, aber die Entsprechung ist doch sehr unvollkommen. „Geist“ bezieht sich eher auf den geistigen Adel und die kulturellen Errungenschaften des europäischen Geisteslebens, diese Komponente jedoch wird im Englischen eher durch spirit wiedergegeben oder auf den Menschen insgesamt bezogen, wenn etwa Geisteswissenschaften mit humanities bezeichnet werden. Dem Wort mind wiederum haftet etwas Elementares an, das selbstverständlich jedem Menschen zukommt, wie es sich in Alltagsphrasen äußert: Mind your step! Do you mind? Im Deutschen gibt man diesen Aspekt eher mit Gemüt, Sinn, Gefühl wieder.Google Scholar
  12. 11.
    Ein nicht ins Deutsche übertragbares Wortspiel, das auf dem Gleichklang der Silben do, re, mi, fa (die in der C-Dur Tonleiter C, D, E, F entsprechen) mit den Wörtern doe (Rehkuh), ray (Strahl), me (ich, mir, mich) und far (weit) beruht.Google Scholar
  13. 12.
    Wir erinnern an die frühere Aussage, daß wir etwas nicht benennen können, das den Bruchteil einer Sekunde eine Scheibe Käse zu sein scheint, im nächsten Augenblick der Ton einer Geige ist und dann ein Präriehund, ein Gemälde, ein Zahnschmerz und schließlich der Geruch von Knoblauch.Google Scholar
  14. 13.
    Das Wort „Zeit“ übersetzt sich ins Ungarische, eine Finno-Ugrische Sprache mit asiatischen Wurzeln, als idö. Wenn quantitativ gefragt wird, Mennyi idö (Was ist die Quantität von idö?), bedeutet das „Wie spät ist es?“. Wenn qualitativ gefragt wird, Milyen az idö? (Was ist die Qualität von idö?), bedeutet es „Wie ist das Wetter?“ Die Identifizierung der Zeit mit natürlichen Veränderungen und Geschichte scheint den Sprechern dieser Sprache selbstverständlich und deshalb unleugbar zu sein.Google Scholar
  15. 14.
    Zitiert in Mary V. Seeman, „Name and Identity“, Canadian Journal of Psychiatry 25 (1980) S. 129.Google Scholar
  16. 15.
    B. Pasternak, Doktor Schiwago, Frankfurt/M. 1985, S. 571.Google Scholar
  17. 16.
    Die Begriffe Eozeitlichkeit und Protozeitlichkeit wurden oben in diesem Kapitel eingeführt. Die Definitionen finden sich auch im Glossar.Google Scholar
  18. 17.
    John Donne, Nacktes denkendes Herz, Köln 1969.Google Scholar
  19. 18.
    L. Feuerbach, Grundsätze der Philosophie der Zukunft, Frankfurt/M., 3. Aufl. 1983.Google Scholar
  20. 19.
    Der Tag der Oktoberrevolution war nach dem Julianischen Kalender, der 1917 in Rußland noch galt, der 25. Oktober. Im Gregorianischen Kalender ist es der 7. November. Für die nichtrussische Welt von 1917 und das moderne Rußland (mit dem Gregorianischen Kalender) fand die Oktoberrevolution im November statt und wird auch dann gefeiert. Aber sie wird immer noch Oktoberrevolution genannt, weil der Kalender mit seinen immer wiederkehrenden Namen der kollektiven Vergangenheit Rückgrat verleiht, und nicht ein abstrakter, unabhängiger Fluß der Zeit.Google Scholar
  21. 20.
    W. Styron, Sophies Wahl, München/Zürich 1980, S. 549.Google Scholar
  22. 21.
    Ach, zerrissen bin ich zwischen Pflicht und Neigung! Wenn ich meine blonde Liebste verlöre -Sieh, wie der große Zeiger auf Mittag rückt!Google Scholar
  23. 22.
    Der Leser mag, wenn er diesen Brauch bildlich dargestellt sehen möchte, Te-niels berühmte Zeichnung der Teegesellschaft des verrückten Hutmachers in Alice im Wunderland genauer betrachten. Das Glirarium ist dort eine Teekanne, in die der verrückte Hutmacher und der Märzhase die Haselmaus mit dem Kopf zuerst hineinstekken wollen.Google Scholar
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    D. M. Stenton, The Englishwoman in History, New York 1977, S. 7.Google Scholar
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    S. Teasdale, The Collected Poems, New York 1942, S. 24. Was soll ich tun, damit mein Liebster mir ewig treu ist? Setze ihn dem Sturm aus; bist du grausamer als er, ist dir die Liebe hold.Google Scholar
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    Der Briefwechsel findet sich in Einstein-Freud: Warum Krieg? Zürich 1972, S.15–47.Google Scholar
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    Der Held spricht Nadsat, einen äußerst häßlichen Slang, in dem sich im Original Russisch und Englisch mischen. Goloß bedeutet Stimme, govorieren ist reden, Bratschnis sind Bastarde, Slovos Worte, Uhrwerk Orange Automation. Anthony Burgess, Uhrwerk Orange, München 1972, S.146.Google Scholar
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    N. Kazantzakis, Rettet Gott, Wien, München 1953, S. 17/18.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1988

Authors and Affiliations

  • J. T. Fraser

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