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Farben und Musik

  • Ursula Burkhard
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Zusammenfassung

In einem sehr ausführlichen Brief über meine Sendung «Farbvorstellung einer Blindgeborenen» gibt Rule Störmer, der sich als «praktisch blind geboren» bezeichnet und nie visuelle Eindrücke hatte, viele interessante Anregungen. Mit manchem erklärt er sich einig, schreibt aber dann: «Ich habe dagegen nie das Bedürfnis gehabt, Farben direkt, sozusagen physikalisch erleben zu wollen. (Ich denke an Rot und Blutwärme.) Mir scheinen diese Möglichkeiten zu grob, um eine praktische Bedeutung haben zu können. Dagegen habe ich im akustischen Bereich eine gewisse Analogie von Farbe und Klangfarben erlebt. Freilich wollte ich dabei nicht der Farbe näher kommen, sondern die Klangphantasie anregen. Ich leite Kurse für Musikimprovisation. Dabei wird mit elementarem Klang, losgelöst von jedem skalierten Tonsystem, gearbeitet. Dadurch vervielfachen sich die gestalterischen Möglichkeiten. Zur Anregung mache ich meist ein Spiel, bei dem sich die Gruppe (meist sehende Teilnehmer) auf vier Farben einigt. Einer wird hinausgeschickt. Die Zurückgebliebenen einigen sich nun auf eine der vier Farben, die jeder für sich, ohne Absprache, mit beliebigem Klangmaterial darstellt. Der Hinausgeschickte rät nun, welche der vier Farben gemeint ist. Die Trefferquote ist erstaunlich. Erstaunlich war mir ebenfalls, dass ich meist einen durchaus passenden Klang gewählt hatte. Ähnliches lässt sich auch mit Gerüchen machen.»

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© Springer Basel AG 1981

Authors and Affiliations

  • Ursula Burkhard

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