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Bodennutzung: systemtheoretische Aspekte und systemtechnische Verfahren der Analyse und Planung

  • Arbeitsgruppe für Regionalplanung
Part of the Interdisziplinäre Systemforschung / Interdisciplinary Systems Research book series (ISR, volume 21)

Kurzfassung

In den ersten beiden Teilen des Beitrags wird Bodennutzung als Subsystem des komplexen Systems Stadt oder Region mit dem Ziel dargestellt, die Wirkungszusammenhänge der die Bodennutzung verändernden Determinanten begrifflich zu präzisieren und transparent zu machen. Im Vordergrund der Betrachtung steht das Verhältnis der Determinante öffentliche Hand als koordinierende planende Institution zu den anderen Determinanten, um so die Ansatzpunkte des Einwirkens auf den Stand der Bodennutzung durch den öffentlichen Planungsträger aufzuzeigen.

Im dritten Teil werden Aufgaben, Ziele und Instrumente zur zielgerichteten Beeinflussung des Subsystems Bodennutzung durch den öffentlichen Planungsträger behandelt. Dieser Darstellung liegen die z.Zt. geltenden politischen, planungsrechtlichen und planungsmethodischen Bedingungen zugrunde. Zu systemtechnischen Verfahren der Beeinflussung des Subsystems Bodennutzung wird anhand der Plankartographie Flächennutzungsplan ein kurzer Überblick gegeben.

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Weiterführende Literatur, kurz kommentiert

  1. Krysmansky, Renate: Bodenbezogenes Verhalten in der Industriegesellschaft, in: Materialien zur Raumplanung, Materialien und Ergebnisse empirischer Sozialforschung, Band 2, Hrsg.: Zentralinstitut für Raumplanung an der Universität Münster, Münster 1967Google Scholar
  2. Unter soziologischen Gesichtspunkten werden “bodenbezogene” Verhaltensweisen als Determinanten der Veränderung der Bodennutzung betrachtet. Als solche werden Besitzverhalten, Nutzungsverhalten und Identifikationsverhalten dargestellt.Google Scholar
  3. Volwahsen, Andreas: Formalisierte Prozesse in der Stadtentwicklungsplanung, in: Stadtbauwelt 1972, Heft 36, S.306Google Scholar
  4. Eine Verknüpfung herkömmlicher Planungsmethoden mit formalisierten Planungsschritten wird anhand eines konkreten Planungsproblems dargestellt, Merkmale von Teilflächen werden in Hinblick auf ihre Eignung für eine bestimmte Nutzungsart bewertet.Google Scholar
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  6. Durch die modellhafte Abbildung der Wirkungszusammenhänge der die Bodennutzung verändernden Determinanten ist eine Voraussetzung zur Durchführung von Simulationsverfahren gegeben. Ausgehend von einer Darstellung des Simulationsverfahrens als methodisches Instrument, wird die Simulationstechnik an einem Beispiel angewandt, sowie eine Einschätzung zu weiteren Anwendungsmöglichkeiten gegeben.Google Scholar

Anmerkungen

  1. Klaus (1968, 307)Google Scholar
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  4. Im Bundesbaugesetz wird einerseits der Begriff ‘Bodennutzung’, andererseits der Begriff ‘Flächennutzungsplan’ verwendet. Da ‘Bodennutzung’ die Verbindung zu Begriffen wie Bodenrecht, Bodenordnung, Bodenwirtschaft usw, besser zum Ausdruck bringt, wird im folgenden immer von ‘Bodennutzung’ gesprochen, der Begriff ‘Flächennutzung’ wird nur im Zusammenhang mit dem Rechtsbegriff ‘Flächennutzungsplan’ verwandt.Google Scholar
  5. /5/.
    Siehe auch Abschnitt 2,1.Google Scholar
  6. /6/.
    Das setzt voraus, daß das Flächenangebot und die Standortbedingungen dabei Ihrerseits aufgrund des Standes der realen, bzw, geplanten Bodennutzung bzw. aufgrund der Differenzen zwischen beiden ermittelt werden. Der Umfang und die Genauigkeit solcher Ermittlungen, d.h. der Analyse der realen und geplanten Bodennutzung, wird je nach Interessenlage, finanzieller und personeller Ausstattung des sektoralen Maßnahmenträgers bzw. des öffentlichen Planungsträgers variieren und insbesondere auch vom Einsatz Wissenschaftlicher Methoden und damit vom Stand der Forschung abhängen.Google Scholar
  7. /7/.
    z.B. erfordert die Verwirklichung des Zieles “Jedem Haushalt eine angemessene Wohnung” (wobei der Begriff ‘angemessen’ über Flächen-, Lage-und Ausstattungsindika toren zu bestimmen wäre) außer Maßnahmen zur Beeinflussung der Bodennutzung vor allem Maßnahmen der Einkommens-und Verteilungspolitik, der Sozialpolitik u, a.Google Scholar
  8. /8/.
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    Albrecht, Frick, v.Grot (1975, 125-127).Google Scholar
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Zitierte Veröffentlichungen und Materialien

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    Andreas Volwahsen, Christl Stukowski: Gutachten zur Stadtentwicklung Völklingen/Saar, Darmstadt 1972.Google Scholar
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    Andreas Volwahsen: Simulation und Plankontrolle in der Planungspraxis, In; Pla nungs-Informations-Systeme für die Raumplanung, München 1973, 355.Google Scholar
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Ausgewählte Biblioqraphie

  1. —.
    Detlef Affeld: Überlegungen zur Strategie der kommunalen Entwicklungsplanung: Ansatzschwerpunkt Planungsstruktur, In: Gesellschaft für Regionalforschung, Seminarbericht 7, Heidelberg 1972, 11.Google Scholar
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  3. —.
    Rainer Albrecht, Dieter Frick, Rötger v.Grot: Bestimmung von Typen der Flächennutzung. In: Stadtbauwelt 46, 1975, 125–127.Google Scholar
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  7. —.
    Deutsches Institut für Urbanistik: Dokumentation von Ziel Systemen zur Stadtentwicklungsplanung, Gutachten der Stadt Nürnberg. Vorgelegt von T. Franke, Berlin/Köln 1974.Google Scholar
  8. —.
    Gerhard Fehl, Dieter Frick: Ein Bestandsaufnahmesystem für die Bauleitplanung, München 1970.Google Scholar
  9. —.
    Joachim Jens Hesse: Stadtentwicklungsplanung: Zielfindungsprozesse und Zielvorstellungen, Stuttgart u.a., 1972.Google Scholar
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    Reinhard Hujer: Planung, Kybernetik und Information. In: Planungs-Informations-Systeme für die Raumplanung, München 1973.Google Scholar
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    Jürgen Nowack: Simulation und Stadtentwicklung. Schriften des Deutschen Instituts für Urbanistik, Band 41, Stuttgart u.a., 1973.Google Scholar
  13. —.
    Andreas Volwahsen, Christel Stukowski: Gutachten zur Stadtentwicklung Völklingen/ Saar, Darmstadt 1972.Google Scholar
  14. —.
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  15. —.
    Christoph Zangemeister: Nutzwertanalyse in der Systemtechnik. Eine Methodik zur multidimensionalen Bewertung und Auswahl von Projektalternativen, München 1970.Google Scholar

Copyright information

© Springer Basel AG 1977

Authors and Affiliations

  • Arbeitsgruppe für Regionalplanung

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