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Toxische Myelopathien

  • A.C. Ludolph

Zusammenfassung

Wie bei anderen toxischen Erkrankungen sind die quantitativ wichtigsten toxischen Myelopathien durch exogene Substanzen verursacht, die v. a. in Teilen der Welt eine Rolle spielen, wo Reservenahrungsmittel während Phasen der Unter- und Man gelernährung benutzt werden müssen. In den industrialisierten Ländern spielen Drogenmissbrauch, Industrietoxine und iatrogene Intoxikationen die entscheidende Rolle.

Schon der Erstbeschreiber der spastischen Spinalparalyse — Strümpell — erhoffte sich vom Studium identischer klinischer Bilder mit bekannter Ätiologie die Erklärung der selektiven Vulnerabilität im motorischen System. Im Folgenden sind zwei häufige Myelopathien beschrieben, die heute klinisch in der industrialisierten Welt zwar eine untergeordnete Rolle spielen, in der 3. Welt aber weiter von Bedeutung sind und die Modellcharakter für das Verständnis selektiver Vulnerabilität im Bereich der pyra midalen Motorik haben. Dann wird abschließend eine Übersicht über andere toxische Myelopathien gegeben.

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Literatur

Zitierte Literatur

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Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2006

Authors and Affiliations

  • A.C. Ludolph
    • 1
  1. 1.Neurologische Universitäts-KlinikUlm

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