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Transsexuellengesetz

Zusammenfassung

Transsexualität beschreibt den Wunsch, als Angehöriger des anderen anatomischen Geschlechts zu leben und anerkannt zu werden. Es besteht das Verlangen, den eigenen Körper durch hormonelle und operative Behandlungen dem bevorzugten Geschlecht so weit wie möglich anzunähern. Zur Lösung der Probleme transsexueller Personen trägt die Rechtsordnung durch das Transsexuellengesetz (TSG) zwei Regelungen bei: Zum einen fördert es eine möglichst realistische Erprobung der gegengeschlechtlichen Rolle im Rahmen des sog. Alltagstests, indem es dem Betroffenen im Rahmen einer »kleinen Lösung« eine Vornamensänderung ermöglicht. Zum anderen unterstützt das TSG das Streben transsexueller Personen nach sozialer Anerkennung durch die mögliche Feststellung der Zugehörigkeit zum nicht im Geburtsantrag angegebenen Geschlecht; diese sog. »große Lösung« hat zur Folge, dass sich die vom Geschlecht abhängigen Rechte und Pflichten grundsätzlich am neuen Geschlecht orientieren.

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