Advertisement

„Alternativ“- bzw. Komplementrarmedizin

Zusammenfassung

Seit den 1970er Jahren zeigen Meinungsumfragen, das „alternative“ Heilmethoden, Naturheilverfahren und Außenseitermethoden zunehmend Beachtung erfahren haben. Nach einer Studie aus dem Jahre 1997 wünschen 65% der Bevölkerung ab 16 Jahre eine Versorgung mit Naturheilmitteln. Bei dem quantitativ schwer abschätzbaren Umfang der Selbstmedikation des Patienten ohne Information des Arztes spielen insbesondere pflanzliche Arzneimittel eine große Rolle.

Der Einsatz von Naturheilverfahren und Außenseitermethoden kann der Praxis eines niedergelassenen Arztes eine zusätzliche wirtschaftliche Basis geben. Dennoch dürfen Aufklärungspflichten, insbesondere auch über erfolgversprechende anerkannte Therapieformen und über Nebenwirkungen „alternativer“ Verfahren, nicht vernachlässigt werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Ausgewählte Literatur

  1. Bundesgerichtshof, Urt. v. 30.10.2002 — IV ZR 60/01 — Zur Erstattungspflicht privater Krankenversicherer für nicht schulmedizinische Methoden oder Arzneimittel. Arztrecht 2004: 222–224Google Scholar
  2. Burkhard B (1996) Kostenübernahme durch Krankenkassen für unkonventionelle Heilmethoden-aus medizinischer Sicht. Med Sach 92: 53–56Google Scholar
  3. Burkhard B (1999) Zur Begutachtung „unkonventioneller“ Maßnahmen bei malignen Tumorerkrankungen in der gesetzlichen Krankenversicherung. Med Sach 95: 110–116Google Scholar
  4. Dotzauer G, Prokop O (1978) Was hat es mit der Akupunktur auf sich? Dtsch Med Wochenschr: 470–477Google Scholar
  5. Edler L (2004) Mistel in der Krebstherapie. Dtsch Ärztebl 101: B-39–44Google Scholar
  6. Ernst E (2000) Komplementärmedizin — populär und heftig umstritten. MMW 2000, 384–385Google Scholar
  7. Ernst E (2005) Komplementärmedizinische Diagnoseverfahren. Dtsch Ärztebl 102: B-2560–2563Google Scholar
  8. Gibis B, Schmacke N, Windeler J (2001) Akupunktur. Erkenntnisse und Zweifel. Dtsch Ärztebl 98: B376–378Google Scholar
  9. Grabe Ch (1985) Arztrechtliche Argumente zur Propagierung und Anwendung umstrittener medizinischer Verfahren. Aktuelle Onkologie Bd.21, W. Zuckschwerdt Verlag, München Bern WienGoogle Scholar
  10. Heyll U (2005) Was versteht man unter einer „unspezifischen Enzymtherapie“? Internistische Praxis 45:865–872Google Scholar
  11. Hopf G (2000) Frischzellentherapie. Abgeschoben. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichtes wirft Probleme auf. Dtsch Ärztebl 97: B 1953Google Scholar
  12. Lindner K (1995) Moderne Krebsbehandlung-Wissenschaftlich begründete Verfahren und Methoden mit unbewiesener Wirksamkeit. Internist 36: 614–616PubMedGoogle Scholar
  13. Medizinischer Dienst der Spitzenverbände der Krankenkassen (Hrsg) (1997) Begutachtungsanleitung „Unkonventionelle und unkonventionell eingesetzte Arzneimittel“. EssenGoogle Scholar
  14. Mrozynski P (1996) Unkonventionelle Behandlungsmethoden. Recht & Psychiatrie: 197–199Google Scholar
  15. Münstedt K, Entezami A, Kullmer U (2000) Onkologische Misteltherapie — zur Anwendung und Bewertung der Wirksamkeit durch Ärzte. Dtsch Med Wochenschr 125: 1222–1226PubMedCrossRefGoogle Scholar
  16. Positionspapier der Deutschen Krebsgesellschaft, der Deutschen Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie, der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (1995) Moderne Krebsbehandlung-Wissenschaftlich begründete Verfahren und Methoden mit unbewiesener Wirksamkeit. Internist 36: 614–616Google Scholar
  17. Prokop O (Hrsg) (1977) Medizinischer Okkultismus. VEB Gustav Fischer Verlag, 4. Aufl., JenaGoogle Scholar
  18. Schenk M (2001) Vor Operationen Phytopharmaka rechtzeitig absetzen. Dtsch Med Wochenschr 126: A 700Google Scholar
  19. Schlund GH (1998) Heilpraktikerin schadet meiner Patientin schwer. Verklagen? Med Tribune 5: 26–27Google Scholar
  20. Schulte B (1990) Heileurhythmiebehandlung keine Krankenbehandlung im Rahmen der GKV. Recht & Psychiatrie: 129–130Google Scholar
  21. Schwarz S, Leweling H, Daffertshofer M, Meinck HM (2005) Unkonventionelle Therpaien der multiplen Sklerose: Nutzen unklar. Dtsch Ärztebl 102: B 1774–1778Google Scholar
  22. Sehouli J, David M, Kaufmann B, Lichtenegger W (2000) Unkonventionelle Methoden in der Krebsmedizin — Postoperative Nutzung durch Patientinnen mit gynäkologischen Malignomen. Geburtsh Frauenheilkd: 147–154Google Scholar
  23. Staudigel K, Hankemeier U (2000) Ärztliches Verbot von Schmerztherapie bei Tumorschmerzpatienten. Schmerz: 111–113Google Scholar
  24. Stebner FA (2000) Naturheilverfahren und Außenseitermedizin (1) — Juristische Prophylaxe betreiben. Der Hausarzt: 58–59Google Scholar
  25. Striegler A, (2000) Alternativmedizin unter Briten immer beliebter. Medikament & Meinung: 4Google Scholar
  26. Strubelt O, Claussen M (1999) Zum Wirksamkeitsnachweis homöopathischer Arzneimittel. Dtsch Med Wochenschr 124: 261–266PubMedCrossRefGoogle Scholar
  27. Wissenschaftlicher Beirat Psychotherapie der Bundesärztekammer (2001) Gutachten zur Psychodramatherapie als wissenschaftliches Psychotherapieverfahren. Dtsch Ärztebl 98: B-293–295Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2006

Personalised recommendations