Advertisement

Spezielle Fragen ärztlicher Aufklärung — Transfusion, Impfung, kosmetische Operationen, Sterilisation, Kastration, Transsexualität, Arzneimittelverschreibung

Zusammenfassung

Besondere Regelungen gelten für die Gabe von Transfusionen, für Impfungen, für Sterilisations- und Kastrationseingriffe und für die Problematik der Geschlechtsumwandlung. Dabei sind die Vorgaben des Transfusionsgesetzes zu beachten, bei Impfungen die Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO), bei Sterilisations- und Kastrationseingriffen gesetzliche Vorgaben im BGB bzw. im Kastrationsgesetz. Besonders schwerwiegende ärztliche Eingriffe gegen den Willen des Betroffenen sind nur unter bestimmten gesetzlich definierten Umständen überhaupt zulässig. Für Fälle von Transsexualität sieht das Gesetz eine „kleine“ und eine „große“ Lösung vor, letztere mit geschlechtsumwandelnder Operation. Erhöhte Anforderungen an die ärztliche Aufklärung gelten bei sog. kosmetischen Operationen, aber auch bei der Verschreibung bestimmter Arzneimittel.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

Ausgewählte Literatur zu Kap. 3.1

  1. Andreas M (2000) Juristische Anforderungen des Transfusionsgesetzes an Krankenhäuser und leitende Ärzte. Arztrecht: 212–217Google Scholar
  2. Biscoping J, Götz E, Biermann E (1999) Gewinnung und Anwendung von Eigenblut unter den Vorgaben des Transfusionsgesetzes. Anästesiol Intensivmed 40: 589–593Google Scholar
  3. Bock RW (1999) Arzthaftung und Aufklärung des Patienten im Zusammenhang mit der Anwendung von Blut-und Plasmaprodukten. Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Scherzther 34: 501 ff.Google Scholar
  4. Dörner R, Kühn-Walz K, Seibt IA, Schoppe C, Scholz-Harzheim R (1999) Anforderungen des Transfusionsgesetzes an die Krankenhäuser. Das Krankenhaus: 91–97Google Scholar
  5. Fahrenhorst I (1992) Die Haftung für HIV-verseuchte Blutkonserven. MedR: 74 ff.Google Scholar
  6. Hart D (1995) HIV-Infektionen durch Blut und Blutprodukte. MedR: 61–67Google Scholar
  7. Lippert HD (1992) Die Eigenblutspende. VersR: 790 ff.Google Scholar
  8. Mahl MA, Sugg U (2000) Hepatitis nach stationärer Bluttransfusion — Posttransfusionshepatitis oder Infektion anderer Ätiologie? Dtsch Med Wochenschr 125: 211 ff.Google Scholar
  9. Richtlinien zur Gewinnung von Blut und Blutbestandteilen und zur Anwendung von Blutprodukten (Hämotherapie) (2000) — Aufgestellt vom Wissenschaftlichen Beirat der Bundesärzekammer und vom Paul-Ehrlich-Institut. Deutscher Ärzte-Verlag, KölnGoogle Scholar
  10. Uhlenbruck W (1998) Das Transfusionsgesetz 1998. Arztrecht: 311–314Google Scholar
  11. Weißauer W, Opderbecke HW (1992) Die präoperative Patientenaufklärung über Transfusionsrisiken — Mediko-legale Überlegungen zu einer BGH-Entscheidung. MedR: 307–313Google Scholar
  12. Willkommen H (1999) Sicherheit von Blut-und Plasmaprodukten aus der Sicht der Behörde, Anästhesiol Intensivmed Notfallmed Scherzther 34: 497 ff.Google Scholar

Ausgewählte Literatur zu Kap. 3.2

  1. Bütikofer J (1997) Schutzimpfungen. Aufklärungspflicht aus juristischer Sicht. Dtsch Ärztebl 94: A-1794–796Google Scholar
  2. Dahl M (2002) Impfungen in der Pädiatrie und der „informed consent“ — Balanceakt zwischen Sozialpaternalismus und Autonomie. Eth Med 14: 201–214CrossRefGoogle Scholar
  3. Deutsch E (1998) Aufklärung und Einwilligung vor Impfungen. VersR: 1053 ff.Google Scholar
  4. Deutsch E (2003) Klinische Studien für neue Impfungen. Ethische und juristische Aspekte. VersR: 13–18Google Scholar
  5. Deutsch E (2003) Klinische Studien für neue Impfungen. VersR: 13–18Google Scholar
  6. Fuchs M (1995) Art und Häufigkeit von Impfreaktionen und Impfkomplikationen nach Meldungen an das Paul-Ehrlich-Institut. In: Maass G (Hrsg.): Impfrekationen, Impfkomplikationen — 40 Jahre DVV, Kilian-Verlag, Marburg, S 29–44Google Scholar
  7. Jochims Ch, Stremmel W (1999) Schutzimpfungen im Erwachsenenalter. Dtsch Ärztebl 96: A-2430–2438Google Scholar
  8. Nassauer A, Maass G (1998) Aufklärung vor Schutzimpfungen: Empfehlungen für die Praxis, Infektionsepidemiologische Forschung I: 1–7Google Scholar
  9. Robert-Koch-Institut (RKI) (2005) Empfehlungen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut / Stand: Juli 2005. Epidemiologisches Bulletin Nr. 30Google Scholar
  10. Schäfer Th (1998) Aufklärungspflicht über das Verhalten nach einer Schutzimpfung. Dtsch Med Wochenschr 123:1294PubMedCrossRefGoogle Scholar
  11. Schlund GH (1998) Leserbrief. Dtsch Ärztebl 95: C-394Google Scholar

Ausgewählte Literatur zu Kap. 3.3 bis 3.6

  1. Correll C (1999) Im falschen Körper — Ein Beitrag zur rechtlichen und tatsächlichen Problematik der Transsexualität. NJW: 3372 ff.Google Scholar
  2. Ehlers APF (1998) Schwangerschaftsverhütung bei geistig behinderten oder drogenabhängigen Mädchen und Frauen: juristische Bewertung. Geburtsh Frauenheilkde 58:M 150–153Google Scholar
  3. Eser A, Koch HG (1984) Aktuelle Rechtsprobleme der Sterilisation. MedR: 6 ff.Google Scholar
  4. Finger P (1988) Zulässigkeit einer Sterilisation geistig Behinderter aus eugenischer oder sozialer Indikation — Stellungnahme zur Bundesärztekammer. MedR: 231 ff.Google Scholar
  5. Gaidzik PW, Hiersche HD (1999) Historische, rechtstatsächliche und rechtspolitische Aspekte der Sterilisation Einwilligungsunfähiger. MedR: 58 ff.Google Scholar
  6. Heim N (1985) Chirurgische Kastration — Behandlungsmethode für Sexualstraftäter? Recht & Psychiatrie: 149–154Google Scholar
  7. Hiersche HD, Hiersche F (1995) Die Sterilisation geistig Behinderter. Gynäkologe 28: 452–458PubMedGoogle Scholar
  8. Kern BR, Hiersche HD (1995) Zur Sterilisation geistig Behinderter. MedR: 463 ff.Google Scholar
  9. Kröhn W, Wille R (1981) Prä-und postoperative Schwierigkeiten bei Transsexuellen inklusive aktueller Rechtsfragen. Z Rechtsmed 86: 115 ff.Google Scholar
  10. Langer D, Hartmann U (1997) Psychiatrische Begutachtung nach dem Transsexuellengesetz. Der Nervenarzt: 862–869Google Scholar
  11. Lenard HG, Müller K (1991) Sterilisation geistig behinderter Mädchen. Gynäkologe 24: 87 ff.Google Scholar
  12. Osburg S, Weitze C (1993) Betrachtungen über zehn Jahre Transsexuellengesetz. Recht & Psychiatrie: 94–107Google Scholar
  13. Ratzel R (1995) Juristische Aspekte bei Intersexualität und Transsexualismus. Gynäkologe 28: 59 ff.Google Scholar
  14. Schlund GH (1996) Zur Aufklärungsproblematik vor Sterilisationseingriffen in der Gynäkologie. Der Frauenarzt: 269 ff.Google Scholar
  15. Sigusch V (1997) Transsexualismus — Forschungsstand und klinische Praxis. Der Nervenarzt: 870–877Google Scholar
  16. Teichner M, Schröder B (2005) Rechtsfragen im Zusammenhang mit der ärztlichen Berufshaftpflichtversicherung am Beispiel der so genannten kosmetischen Chirurgie. MedR: 127–130Google Scholar

Ausgewählte Literatur zu Kap. 3.7

  1. Hart D (1991) Arzthaftung und Arzneimitteltherapie. MedR: 300–308Google Scholar
  2. Hopf G (2004) Ärztliche Sorgfalt bei der Abgabe von Ärztemustern. Rhein Ärztebl: 14Google Scholar
  3. Kern BR (2000) Risikoaufklärung durch den Beipackzettel. Anmerkung zum Urteil des LG Dortmund vom 06.10.1999. MedR: 331–333Google Scholar
  4. Klemenz B, Grundke V (1995) Patientenorientierte Medikamenteninformation. Dtsch Med Wochenschr: 347–348Google Scholar
  5. Madea B, Dettmeyer R (1998) Rechtliche Aspekte der Arzneimittelbehandlung. Med Welt: 84–88Google Scholar
  6. Madea B, Henßge C, Lignitz E (1994) Fahrlässige Tötung durch medikamentöse Therapie. Rechtsmedizin: 123–131Google Scholar
  7. Madea B (1996) Rechtliche Aspekte der Arzneimittelbehandlung — Aufklärung über Arzneimittel-Neben-und Wechselwirkungen. In: Madea, Winter, Schwonzen, Radermacher (Hrsg.) Innere Medizin und Recht. Blackwell, Berlin WienGoogle Scholar
  8. Püllen R (1999) Psychopharmaka und Fahrtauglichkeit bei älteren Patienten. Versicherungsmedizin: 71–74Google Scholar
  9. Rieger HJ (2005) Aufklärung des Patienten über Risiken und Nebenwirkungen eines Medikaments. Anm. zum Urt. des BGH v. 15.03.2005. Dtsch Med Wochenschr 130: 1656–1657PubMedCrossRefGoogle Scholar
  10. Rigizahn EF (2000) Aufklärungsgespräch überflüssig, wenn alles im Beipackzettel steht? MMW: 48–49Google Scholar
  11. Waghi Ph, Vuilliomet A, Kaufmann U, Richter M, Bertel O (1993) Ungenügende Behandlungsdisziplin, Patienteninformation und Medikamentenverschreibung als Ursache für die Notfallhospitalisation bei chronisch herzinsuffizienten Patienten. Schweiz Med Wschr: 108–112Google Scholar

Ausgewählte Literatur zu Kap. 3.8

  1. Breyer P (2004) Der datenschutzrechtliche Schutz von Körpersubstanzen, die Patienten zu Analysezwecken entnommen wurden. MedR: 660–666Google Scholar
  2. Dettmeyer R, Madea B (2002) Die postmortale Gewebeentnahme für Transplantationszwecke. Gesetzeslage und Rechtsprechung. Rechtsmedizin 12: 365–370CrossRefGoogle Scholar
  3. Dettmeyer R, Madea B (2004) Aufklärung und Einwilligung bei der Beschaffung und Verarbeitung von menschlichen Zellen und Geweben. Rechtsmedizin 14: 85–93CrossRefGoogle Scholar
  4. Freund G, Weiss N (2004) Zur Zulässigkeit der Verwendung menschlichen Körpermaterials für Forschungs-und andere Zwecke. MedR: 315–319Google Scholar
  5. Lippert HD (2000) Forschung an und mit Körpersubstanzen — wann ist die Einwilligung des ehemaligen Trägers erforderlich? MedR: 19: 406–410Google Scholar
  6. Nitz G, Diercks C (2002) Nochmals: Forschung an und mit Körpersubstanzen — wann ist die Einwilligung des ehemaligen Trägers erforderlich? MedR: 20:400–403Google Scholar
  7. Taupitz J (2001) Wem gebührt der Schatz im menschlichen Körper? Zur Beteiligung des Patienten an der kommerziellen Nutzung seiner Körpersubstanzen. AcP 191: 201 ff.Google Scholar
  8. Zentrale Ethik-Kommission der Bundesärztekammer (2003) Die (Weiter-) Verwendung von menschlichen Körpermaterialien für Zwecke medizinischer Forschung. Zusammengefasste Stellungnahme. Dtsch Ärztebl 100: B-1352 (Volltext unter: http://www.zentrale-ethikkommission.de)Google Scholar

Copyright information

© Springer Medizin Verlag Heidelberg 2006

Personalised recommendations