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Behandlung minderjähriger Patienten

Zusammenfassung

Da der ärztliche Heileingriff rechtlich Geschäftsfähigkeit nicht voraussetzt, können auch Minderjährige grundsätzlich rechtswirksam in einen solchen Eingriff einwilligen. Allerdings sind die Voraussetzungen einer solchen Einwilligung sorgfältig zu prüfen und zu dokumentieren. Zusätzlich ist im Regelfall die Einwilligung der Eltern einzuholen, es sei denn, der minderjährige Patient besteht auf die Einhaltung der ärztlichen Schweigepflicht auch und gerade gegenüber den Sorgeberechtigten. Dies kann etwa der Fall sein bei der Verschreibung der „Pille“, die an Patientinnen unter 14 Jahren keinesfalls abgegeben werden sollte, bis zum 16. Lebensjahr sollte sich der Arzt in diesem Fall, soweit möglich, vergewissern, ob er nicht Beihilfe zu einer Straftat leistet. Problematisch ist auch die Vornahme eines Schwangerschaftsabbruches durch eine Minderjährige, hierzu gibt es unterschiedliche Gerichtsentscheidungen.

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