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Malaysiche Legenden, Tierfabeln und Märchen aus West-Borneo, Singapura und Malakka (Oder Riouw?)

  • L. G. Westenenk
  • G. A. N. Scheltema

Zusammenfassung

Die malayische Sprache ist die weitverbreittetste, wenngleich nicht die von den meisten Menschen gesprochene der indonesischen Mundarten. Als „lingua franca“ des ganzen Archipels ist sie das Mittel des geistigen Verkehrs zwischen den Kaufleuten aller Nationen und den Eingebornen der verschiedenen Inseln; zwischen den holländischen Beamten und den eingebornen Fürsten und Regenten, kurz, zwischen allen im Archipel die sich in ihrer eignen Mundart einem andren nicht verständlich machen können.

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Literatur

  1. 1).
    Ein dem Kantjil ähnliches, aber etwas grösseres Tierchen; im Malayi-schen werden aber die beiden Namen öfters verwechselt.Google Scholar
  2. 2).
    Durch Klopfen dieser Wurzeln und Auspressen des weissen, scharfriechenden Milchsaftes ins Wasser werden die Fische betäubt; zumal bei heisser Witterung kommen die Fische an die Wasseroberfläche, und werden dann mittels eines Tiruk (Stock mit längerer, eherner Spitze) harpuniert, oder mit Garnsäcken gefangen.Google Scholar
  3. 3).
    Gerader Teil eines Flusses.Google Scholar
  4. 1).
    Riesenfrosch.Google Scholar
  5. 1).
    Einer, der wegen Schulden in Leibeigenschaft geraten ist.Google Scholar
  6. 1).
    Eine Art von Star.Google Scholar
  7. 1).
    Die reifen Früchte des wilden Feigenbaumes werden oft von Vögeln auf andere Bäume übergebracht. Der Samen keimt schnell, Wurzeln werden nach unten gesandt und das üppig gedeihende Bäumlein wird so gross, dass allmählich die Bäume, auf denen es entstanden, durch seine Wurzeln erstickt werden.Google Scholar
  8. 1).
    Das Eecitieren von „Pantun“ = vierzeilige Liedchen.Google Scholar
  9. 1).
    Wilde Tauben.Google Scholar
  10. 1).
    Der Kangkok, ein dem Stare ähnlicher Vogel verdankt seinen Namen dem Rufe: „kang—kang—hang—kok!“ welchen er wiederholt, immer gleich und hellklingend, hören lässt. Der Behauptung der Malayen nach, hat er nur eine Pfote; er wird sehr selten gesehen.Google Scholar
  11. 2).
    Buceros rhinoceros.Google Scholar
  12. 3).
    Hühnergeier.Google Scholar
  13. 4).
    Schwarzer insektenfressender Vogel.Google Scholar
  14. 5).
    Centropus philippensis; ein grosser, rötlicher Vogel, der ausschliesslich im niederen Gehölze, in bewohnten Gegenden lebt.Google Scholar
  15. 1).
    Eigentlich Ägypten; von den Malayen auch für: „fremdes Land“ gebraucht.Google Scholar
  16. 2).
    Menugal = mittels eines Stockes Löcher in den Acker machen, in welche die Reiskörner gelegt werden.Google Scholar
  17. 1).
    Maligai — eigentlich Pallast; auch: Frauengemach in einem Palaste, und Häuschen wo jungfräuliche Prinzessinnen abgesondert werden.Google Scholar
  18. 2).
    Vgl. S. 134.Google Scholar
  19. 1).
    Treibendes Badehäuschen.Google Scholar
  20. 1).
    Der indonesische Volksglaube hat manches Beispiel eines derartigen geheimnisvollen Verhältnisses zwischen dem Menschen und der Tier- und Pflanzen weit aufzuweisen. Die Person, z. B. welche mittels Zauberei sich des Sumanga’s (Lebensgeist, Lebenskraft) eines Anderen bemächtigt, und diesen in irgendwelchen Gegenstand, Tier oder Pflanze untergebracht hat, kann nach Wohlgefallen über des Anderen Wohl und Weh verfügen. Vgl. Bemerkung I im Anhang.Google Scholar
  21. 2).
  22. 1).
    Graruda, der Sonnenvogel, der Träger des Grottes Wishnu. In den malayischen Erzählungen ein böser Dämon oder fliegender Drache.Google Scholar
  23. 1).
    Rundes Bambugeflecht, welches man über Hühner u. s. w. stellt um dieselben von den anderen getrennt zu halten.Google Scholar
  24. 1).
    Für Brautpreis u. s. w. Bei vielen Völkern des Archipels ist das Heiraten nur ein Kauf handel. Der Bräutigam zahlt dem Brautvater den Brautpreis, welcher in einigen Gegenden bis zu 2000 Gulden steigen kann, je nach Bang, Alter und Aussehen der umworbenen Maid. Damit gehen alle Rechte an das Mädchen auf den Mann über.Google Scholar
  25. 1).
    Diese und die folgende Fabel sind aus dem Malayischen von Riouw oder Djohor [Malakka] übersetzt.Google Scholar
  26. 2).
    Der weise „Sjaich“ der Wildnis, Zuname des Zwerghirsches.Google Scholar
  27. 3).
    Vergl. S. 10.Google Scholar
  28. 1).
    Wahrscheinlich deutet er mit diesen Worten seine Frau an.Google Scholar
  29. 1).
    Hier treten auf einmal zwei Elephantan auf.Google Scholar

Copyright information

© Springer Science+Business Media Dordrecht 1904

Authors and Affiliations

  • L. G. Westenenk
  • G. A. N. Scheltema

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