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Zusammenfassung

Der von jüdischen Eltern in Ancona geborene, später in England naturalisierte Jurist und Universitätsprofessor Leone Levi hatte sich schon frühzeitig (1855) für das Problem der internationalen Organisation interessiert3). Zu der im September 1870 abgehaltenen Jahresversammlung der Social Science Association hatte Levi mehrere Beiträge geliefert4). Die von der Association ernannte Kommission für das Arbitrageproblem5) wählte Levi zum Berichterstatter. Inzwischen war er schon am 25. Januari 1871 mit einem Vorschlag zutage getreten1). Nach seiner Auffassung sollten juristische Fragen am besten durch Schiedsrichter und solche in Bezug auf die Ehre, die Sicherheit und das Gebiet eines Staates am besten durch Vermittlung aus dem Wege geräumt werden können. Ein internationaler Rat solle eine Anzahl Schiedsrichter bestimmen, die von den Parteien zu ernennen seien. Für die zweite Methode, die Vermittlung, solle ein internationaler Rat, der sich aus den Gesandten in den verschiedenen Hauptstädten zusammensetze, in Aktion treten. Von einer internationalen Sanktion wollte Levi und auch die Versammlung nichts wissen. Im Jahre 1878 war er zusammen mit Henry Richard und Frédéric Passy Mitglied der Kommission, die versucht hatte, die Behandlung der Frage der Schiedsgerichtsbarkeit von dem Berliner Kongress zu erreichen2).

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Copyright information

© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1940

Authors and Affiliations

  • Jacob ter Meulen

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