Renaissance-Architektur

  • Julie Braun-Vogelstein

Zusammenfassung

Dem Wort wird gemeinhin eine sachlich unmissverständliche Aussage zugeschrieben. Die wortsprachliche Formulierung gilt für die genauere und bestimmtere im Vergleich zur künstlerischen Form. Trotzdem ist gerade im Gegensatz zur Wortäusserung das künstlerische Idiom die unverfälschte Urkunde. Durch alle Zeiten bewahrt sich seine Handschrift unverändert. Noch nach Jahrtausenden gibt es das getreue Spiegelbild einstigen Grundverhaltens und innerer Vorstellungsweise wieder, während das Wort nicht bloss einem bemerkbaren Bedeutungswandel unterliegt, sondern, was bedenklicher ist, scheinbar im gleichen Sinne weiter gebraucht wird, obwohl sich unauffällig eine andere Auffassung eingeschlichen haben mag. Das Bildnis der Renaissance wird verzeichnet, wenn wir, im Wortglauben befangen, ihren Naturbegriff so auslegen, wie er nach dem heute landläufigen Sprachgebrauch zu verstehen ist.

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© Martinus Nijhoff, The Hague, Netherlands 1957

Authors and Affiliations

  • Julie Braun-Vogelstein

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