Psychologische Identitätstheorie in der Spätmoderne

  • Wolfgang Kraus
Part of the Münchner Studien zur Kultur- und Sozialpsychologie book series (MSKS, volume 8)

Zusammenfassung

Vor dem Hintergrund dieser historisch-soziologischen Situierung diskutiere ich nunmehr drei explizit psychologische Identitätstheorien und versuche, ihre gesellschaftlich-historischen Subtexte zu verdeutlichen. Der Begriff des Subtextes soll darauf verweisen, daß auch diese Theorien in einer spezifischen historischen Epoche gebildet worden sind und daß sie zuweilen explizit — immer jedoch implizit — darauf Bezug nehmen. Denn Wissenschaft antwortet nicht sich selbst, sondern einer Zeit, auch wenn es nicht immer so aussieht. Ich werde dabei den Begriff der Identität verwenden, ohne die Unterscheidung einer Ich-Identität und einer sozialen Identität vorzunehmen. Diese Differenzierung hat für mich allenfalls eine Bedeutung in der situativen Orientierung eines Diskurses: Sprechen wir gerade über die Identität in einer Innenperspektive oder in einer (sozialen) Außenperspektive? Ich folge hier der Position von Breakwell (1986, S. 190). Danach ist diese Unterscheidung ein situativer Artefakt, entstehend aus einer spezifischen Perspektive und einem spezifischen Betrachtungszeitpunkt (vgl. auch Wagner, 1995, S. 98).

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Copyright information

© Centaurus Verlag & Media UG 2000

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Kraus
    • 1
  1. 1.Sonderforschungsbereich 536Universität MünchenDeutschland

Personalised recommendations