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Praxisbeispiel Niedersachsen: Gender Mainstreaming — Von der Implementierung zum Alltagsgeschäft

  • Marion Olthoff

Auszug

Nachdem die Europäische Kommission 1996 verbindlich zur Politik des Gender Mainstreaming übergegangen war, hatte Niedersachsen 1998 nach ihrem Vorbild als erstes Bundesland mit dessen Einführung begonnen. Anlass war ein Kabinettsbeschluss, der das bis dahin eigenständige Frauenministerium in das Niedersächsische Ministerium für Frauen, Arbeit und Soziales (im Folgenden: Sozialministerium) integrierte. Diese Entscheidung markierte auch die Geburtsstunde des Gender Mainstreaming in Niedersachsen, denn fortan sollte Gleichstellung in allen Themenfeldern Eingang und Berücksichtigung finden. Es galt folgende Definition (nach Krell/Mückenberger/Tondorf in diesem Band; vgl. auch MFAS 2000), die an die des Europarats angelehnt ist: „Gender Mainstreaming besteht in der (Re-)Organisation, Verbesserung, Entwicklung und Evaluierung der Entscheidungsprozesse mit dem Ziel, dass die an politischer Gestaltung beteiligten Akteure und Akteurinnen den Blickwinkel der Gleichstellung zwischen Frauen und Männern in allen Bereichen und auf allen Ebenen einnehmen“.

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Literatur

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler | GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2008

Authors and Affiliations

  • Marion Olthoff
    • 1
  1. 1.Frauen, Familie und GesundheitReferentin im Niedersächsischen Ministerium für SozialesDeutschland

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