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Schelmische Mathematik

Auszug

Der nun folgende Seitensprung enthält zwei exemplarische Modellierungen der schelmischen Mathematik. Im ersten Modell schlüpfen Wiedergänger in die Rolle des rationalen Entscheiders, um die erneuerbare Ressource Mensch über den Zeithorizont hinweg optimal zu verwerten.

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Anmerkungen

  1. 21.
    A. Mehlmann: De salvatione Fausti: Die Wette zwischen Faust und Mephisto im Lichte von spieltheoretischem Calcül und neuerem Operational Research, Konstanz, Ekkehard Faude Verlag (nunmehr Libellen Verlag) (1989), vergriffen.Google Scholar
  2. 22.
    R. Hartl und A. Mehlmann: The Transylvanian Problem of Renewable Ressources, R.A.I.R.O. Recherche Opérationelle/Operations Research16, 379–390 (1982). Dieser Meilenstein der angewandten Mathematik wurde von zwei wagemutigen Autoren verfasst, die beide an einem Samstag geboren und somit ex lege gegen Vampirübergriffe immun sind.zbMATHMathSciNetGoogle Scholar
  3. 25.
    R. Hartl und A. Mehlmann: Convex-concave utility function: Optimal blood-consumption for vampires, Applied Mathematical Modelling7, 83–88 (1983).zbMATHCrossRefMathSciNetGoogle Scholar
  4. 26.
    R. Hartl, A. Mehlmann und A. Novak: Cycles of Fear: Periodic Bloodsucking Rates for Vampires, Journal of Optimization Theory and Applications75, 559–568 (1992).zbMATHCrossRefMathSciNetGoogle Scholar
  5. 27.
    D. J. Snower: Macroeconomic Policy and the Optimal Destruction of Vampires. Journal of Political Economy90, 647–655 (1982).CrossRefGoogle Scholar
  6. 29.
    Erst zu begegnen dem Tiere, Brauch ich den Spruch der viere: Faust 1, ii, Zeilen 1271–1272.Google Scholar
  7. 30.
    W. Escepol, T. Skanes & G. Gineua: Faust — ein deutscher Pan Twardowski?, Deutscher Pollen-Informationsdienst21, 101–131 (1983). Spricht man die Familiennamen der Autoren schnell hintereinander aus, so kann bei genügend phonetischer Fantasie ein >noch ist Polen nicht verloren< (nur auf Polnisch) vernommen werden.Google Scholar
  8. 31.
    Dem Zauberlehrling der no future generation (wir denken da entschieden nicht an Harry Potter, um uns etwaige Urheberrechtsklagen rechtzeitig zu ersparen) sei bedenkenlos A. Page & S. Athanas: A tutorial on magical evocation, J. Daemon. Dyn. Contr 13, 24–61 (1985), empfohlen.Google Scholar
  9. 33.
    J. von Neumann & O. Lucifer: The Theory of Games and Necronomic Behavior, Princeton, Princeton Univ. Press (1944). In Originalausgabe, Bibliographien und Neuauflagen wird unverständlicherweise statt Lucifer nur die verschämte deutsche Übersetzung Morgenstern angegeben. Unter welchem himmlischen Druck stand da wohl der bedauernswerte Verleger?Google Scholar
  10. 36.
    И. ЧЁРТ и С. Бабушка: Φaycm: kyrak uru kocmonorum, Москва, Классовая Борьа (1953). Um dieses Literaturzitat richtig würdigen zu können, muss man nicht unbedingt des Russischen mächtig sein. Hinter den beiden Autoren I. Ciort und S. Babuschka verbirgt sich letztendlich ein Teufel (Ciort) mit dem Vornamen Ivan und seine Großmutter. Der Buchtitel lautet übersetzt >Faust: Kulak oder Kosmopolit<, wobei als zusätzliche Feinheit das russische KyjiaK (Kulak) sowohl Großbauer als auch Faust bedeutet.Google Scholar
  11. 37.
    Dies haben bereits Ciort und Babuschka vermutet. Der Versuch, von dieser Tatsache abzulenken, ist Slanderer und Granny (d.h. dem Teufel und seiner Großmutter) in D. Slanderer & H. Granny: Red Heat: The Truth about Hell, Salem, McCarthy Publ. Corp. (1955), gründlich misslungen. Ihr Argument, dass nicht nur der Osten sondern auch der Teufel rot sei und dass die >Internationale< schlussendlich mit der Zeile >Wacht auf Verdammte (sic!) dieser Erde< begönne, ist es nicht wert, hier wiederholt zu werden.Google Scholar
  12. 40.
    A. Mehlmann und R. Willing: Eine spieltheoretische Analyse des Faustmotivs, Mathematische Operationsforschung und Statistik15, 243–252 (1984).zbMATHMathSciNetGoogle Scholar
  13. 41.
    In der bislang geführten Diskussion hat leider die These in E. Erl und K. König: Durch Nacht und Wind. Zur Soziometrie wissenschaftlicher Ausritte, Lothlórien, Hobbit Presse, Klett-Cotta (1991), das Dominanzproblem bei der Co-Autorschaft Mehlmann & Willing sei durch die alte Drohung: > und bist du nicht Willing, so brauch’ ich Gewalt< entschieden worden, ein eher kontraproduktives Gewicht erhalten.Google Scholar
  14. 42.
    Der wachstumstheoretische Ansatz in der Höllenökonomie ist wohl am markantesten in J. Behémoth: Modèles de croissance des enfers, Paris, Editions Gehénna (1977), entwickelt.Google Scholar
  15. 43.
    Wäre Faust Österreicher (ungefähr so wie Beethoven) müsste er sich an die entsprechenden Richtlinien in Hofrat Sauerpfister: Die Beamtenforelle (vulgo Knackwurst) als unzulässige Sachleistung nach dem BDG (Beamtendienstrechtsgesetz), K. u. K. Tarockianisches Amtsblatt XXVI, 14–18 (1856), halten.Google Scholar
  16. 45.
    Friedrich & Scheithauer haben es in T. Friedrich und L. J. Scheithauer: Kommentar zu Goethes Faust, Stuttgart, Reclam (1974), richtig erkannt: >Er benutzt die Zwischenzeit zu einem schaurig großartigen Versuch, Fausts Gewissensregungen, die seiner Absicht zuwiderlaufen, in einer wüsten Orgie zur Walpurgisnacht auf dem Brocken zu ersticken.<Google Scholar
  17. 46.
    Haben gar Mephistos fahrlässige Entscheidungen die Firma >Hades Ges. m.b.H.< an den Rand des Bankrottes getrieben? Im Höllenausschuss zur Überprüfung mephistophelischer Umtriebe stellte man fest, dass allein die Pressekonferenz zur Walpurgisnacht auf dem Brocken den Betrag von einer Zillion Teufelstalern (in heutiger Währung genau 96.000 €) gekostet habe. Man kann sich ja durchaus vorstellen, dass es da bei den nicht namentlich genannt sein wollenden Aufsichtsräten in Luzifers Bank ordentlich gerumpelt hat. Siehe auch A. Pecca und S. Dillo: In Teufels Küche, Der Höllen-Spiegel 45, 88–101 (2007).Google Scholar
  18. 47.
    Laut A. Kirie und O. Leyson: Wohin entführen die Engel Faustens Seele? Ein Entsorgungsproblem, Ztschr. f.Himml. Umweltsch.154, 666–669 (1984), lässt sich Mephisto nur allzu gern die hohe Seele wegpaschen.Google Scholar

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